simplicity beginnt und endet im kopf

Einfachheit hat keinen Anfang und kein Ende, sondern ist die Beschreibung eines Zustandes. Wenn Du Dir dann allerdings Deinen übervollen Kleiderschrank, Keller oder Dachboden (wo auch immer der Krempel liegt, den Du nicht benutzt) anschaust, stellt sich doch die Frage, wann und wo hat das eigentlich angefangen?

Ich weiss es bei mir selbst nicht genau, es kam ‚einfach‘ immer etwas dazu und irgendwann war es nicht mehr einfach. Dabei ist der äussere Zustand, also die Dinge mit denen wir uns umgeben, nur ein Spiegelbild dessen, was in unserem Kopf vorgeht. Sind wir zufrieden mit uns selbst, müssen wir uns nicht mit Dingen schmücken um uns besser zu fühlen.
Ich habe sowohl bei mir selbst, als auch bei Menschen, die ich begleitet habe, die Erfahrung gemacht, dass es einfacher ist, auf die äusseren Dinge zu schauen. Eine innere Einstellung ändert sich häufig nur langsam und es ist schwer nachzuprüfen, ob sich die Einstellung wirklich schon verändert hat. Von Äusserlichkeiten hingegen ist es recht einfach, sich zu trennen. Du könntest einfach die Hälfte aller Dinge, die Du besitzt verschenken.
Jetzt!
Dann wären sie weg. Wenn sich dagegen etwas in Dir sträubt, hängst Du anscheinend daran.
Jetzt kannst Du anfangen darüber nachzudenken, weshalb Dir diese Dinge so wichtig sind. Sachen zu besitzen ist ja nicht schlimm, aber der Gedanke, dass Du sie besitzen musst, wird Dich immer weiter einengen und Dich damit unglücklich machen. Je mehr Du Dir also leisten kannst und Du Dir dementsprechend auch leisten wirst, umso größer wird der Gedanke, dass diese Dinge Dir zustehen und Du sie brauchst.
Ich glaube deshalb, dass der Zustand reich oder arm zu sein nicht mit dem persönlichen Glücklichsein in Zusammenhang steht.
Wenn Du arm bist oder zumindest glaubst zu wenig Geld zu haben und Du schaust auf die ganzen Dinge, die Du glaubst haben zu müssen, wirst Du genau so unglücklich sein wie jemand der sehr reich ist, sich alles leisten kann und auch leistet aber in der ständigen Angst lebt den Status quo wieder zu verlieren. Beide hängen an Dingen. Der eine an Dingen, die er sich nicht leisten kann, der andere an Dingen, die er bereits besitzt. Beide sind unglücklich.
Deshalb ist eine Geisteshaltung des ‚minimalism‘ oder ’simplicity‘ so ansprechend. Denn wenn Du Dinge nicht mehr benötigst um glücklich zu sein, kannst Du Sie ja trotzdem benutzen. Allerdings hast Du keine Angst mehr davor sie zu verlieren, weil Du weisst, dass sie Dich nicht ausmachen.
Deshalb beginnt und ended simplicity im Kopf, weil es nicht entscheidend ist welche Dinge dich umgeben, sondern Deine Einstellung dazu.
Wenn Du diese Eintellung allerdings trainieren willst, wirst Du nicht umhin kommen Sie immer und immer wieder zu üben. Und zwar indem Du Dich immer und immer wieder von so vielen Dingen wie möglich trennst.
Wer oder was macht Dich, aus?
Die Dinge die Du besitzt oder gibt es da noch mehr?

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