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get your wings

Ich habe vor drei Wochen auf der DNX Manuel getroffen, der mich spontan abends für das Projekt „Get Your Wings“ interviewt hat. Cooles Projekt.

das puzzle

Das ganze Leben ist ein Spiel.

Welche Kinder sind diejenigen, die ein grosses Puzzle am schnellsten und mit der meisten Freude lösen?
Es sind diejenigen, die das Puzzle als ein grosses Spiel betrachten und die eine Strategie haben, die sie dann mit ganz viel Lockerheit und vielem Testen umsetzen.

Wenn Du dir dann einmal die Menschen anschaust, die ihr gesamtes Leben mit einem größtmöglichen Maß an Freude leben, dann haben diese eine ganz ähnliche Leichtigkeit in ihrem Sein.
Denn das ganze Leben ist wie ein grosses Puzzle. Manchmal weiss man gar nicht wo man anfangen soll. Die Kunst ist dann, es einfach irgendwo zu tun. Man nimmt das erste Teil und hält ein zweites daneben. Und dann… das Dritte, das Vierte und so weiter. Irgendwann findet man zwei die zusammen passen und so wird es immer leichter. Manchmal übersieht man ein Teil und man hat alle anderen zweimal oder häufiger in der Hand. Wer jetzt die Ruhe verliert und versucht mit viel Kraft zwei Teile zusammen zu fügen die nicht passen wird scheitern.

So ist es doch auch im Leben. Wer die Leichtigkeit behält, dem scheint das Leben und das Glück schlichtweg leichter zu fallen.
Wir können uns noch so viele Gedanken machen, wir wissen es im voraus nicht, ob ein Vorhaben gelingen wird oder nicht. Was hilft ist testen. Wann auch immer ich mich mit meinem Podcastpartner Tony über Marketingstrategien unterhalte verweist er mich fast immer aufs: TESTEN. Er sagt, er habe zwar eine Meinung und eine Idee was bei ihm funktionieren könnte. Ob es aber auch dem Markt, also anderen Menschen gefällt wisse er nicht sicher. Also testen! Wie beim Puzzle. Einen Plan, zu haben, zum Beispiel alle Randteile heraus zu suchen oder nach Farben zu sortieren kann enorm helfen. So auch im Leben. Überleg dir wo du hin willst und wie du denkst dort hin zu kommen. Und dann teste. Mit ganz viel Leichtigkeit. Denn du wirst an den Punkt kommen, an dem es nicht weiter geht. Es liegt jetzt an Dir ob du diesen Punkt als Wendepunkt, Feedback, Scheitern oder einfach nur das richtige Puzzleteil am falschen Ort ansiehst. Kaum ein Kind wird ein „falsches“ Puzzleteil wegwerfen, sondern es stattdessen auf Seite legen und es an einer anderen Stelle erneut versuchen. Irgendwann wird es passen.
Mit ganz viel Leichtigkeit.

Mach dein Leben zu einem Puzzle!

freunde

Ein Freund ist ein Typ der Dich mag, obwohl er Dich kennt!
Genau darum geht es. Absolute Offenheit, Ehrlichkeit, Verletzlichkeit, einfach echt sein. Wenn Du so sein kannst, wie Du bist, ohne Dich verstellen zu müssen, dann bist Du unter echten Freunden. Das ist meiner Meinung nach der Unterschied zwischen Bekannten und Freunden. Ersteres mögen Menschen sein, die uns sympathisch sind, aber bei denen wir immer noch Rücksicht darauf nehmen, dass wir ihnen nicht zu Nahe treten. Bei Freunden dürfen wir das innere nach aussen kehren. Das sind Menschen denen wir helfen ohne etwas im Gegenzug zu erwarten. Gleichzeitig sind es Menschen, die wir jederzeit um einen Gefallen bitten können ohne etwas schuldig zu sein. Menschen denen wir vertrauen.

Ich habe schon häufig gehört, dass Familie viel wertvoller sei als Freunde? Denn, ist es nicht die Familie, die Gesellschaften zusammenhält, beziehungsweise in den vergangenen Jahrhunderten zusammen gehalten hat? Und ist nicht vielmehr der Verfall der Familienstrukturen ein Grund der unseren heutigen Sozialstaat so sehr fordert?
Dabei bin ich mir ehrlich gesagt nicht sicher. Ich glaube, dass dort entweder grosser sozialer Zwang vorhanden war oder aber die Familie so gross war, dass sich eben diejenigen innerhalb der Familie unterstützt haben darüber auch noch befreundet waren. Denn das eine schliesst ja das andere nicht aus. Familie ist ein Konstrukt in das wir herein geboren werden. Bei den meisten Menschen beruht dieses auch verwandtschaftlichen Verhältnissen, bei manchen auch nur auf dem Glauben, dass es verwandtschaftliche Verhältnisse gäbe. Daran zeigt sich mir, dass es eine Familie per Naturgesetz nicht gibt. Sondern es ist unsere eigene Wahl wie wir zu Familienmitgliedern stehen. Insofern können Familienmitglieder ja auch den Status von Bekannten oder Freunden haben.
Wichtig ist es Menschen so zu akzeptieren wie sie sind und sie zu lieben ohne sie ändern zu wollen. Zu Vertrauen!

Menschliche Interaktion macht uns unter anderem erst zu Menschen, zu fühlenden Wesen. Mit Anderen emotional verbunden zu sein macht uns phychisch stärker, intelligenter und emphatischer. Freunde können Deine Familie sein.

Freunde sind keine Selbstverständlichkeit und sie sind freiwillig Deine Freunde.
Ehre Deine Freunde!
Schätze sie so wie sie sind. Sei ihnen immer ein Ansprechpartner!
Sag Ihnen, dass sie sich auf Dich verlassen können!
Vertraue Ihnen!
Sei ein Freund!

P.s.: Falls Du jemandem die oben im Bild zu sehende Postkarte haben möchtest, schreibe mir einfach und ich sende Dir ein paar zu.

kopf hoch hilft

Ich habe es kaum geschafft in den vergangenen Wochen etwas zu schreiben. Im letzten Beitrag hatte ich ja bereits angedeutet, dass manchmal Dinge passieren, die man/die ich mir anders gewünscht hätte. Trotzdem muss man sich früher oder später diesen Dingen widmen und ihnen eventuell auch absolute Priorität einräumen. Das habe ich getan und vor allem sehr viel Zeit mit meinem Sohn verbracht.

Erst einmal vielen Dank für die vielen Nachrichten. Ich habe mich sehr darüber gefreut und Sufian ist wieder fit und fröhlich.

Und siehe da: Vieles sieht schon besser aus. Die meisten kleinen Probleme sind gelöst, auf dem besten Wege oder delegiert.

Nur Laptop und Emma haben noch einen drauf gesetzt. Direkt nach dem schreiben des letzten Beitrages hat mein Laptop nämlich den Geist aufgegeben. Scheinbar war er nicht wasserdicht! Somit stand dann mein gesamtes Büro unter Wasser und war vorübergehend lahm gelegt. Da er versichert war, ging nun zwei Wochen lang hin und her. Ob er denn zu reparieren sei oder nicht. Dann stellte sich ein Totalschaden heraus, so dass ich mir sofort einen Neuen kaufte und auf diesem diesen Beitrag schreibe.

Es hat sich wieder einmal gezeigt, wie gut es ist, dass ich mein Büro auf das Officeless Office umgestellt habe. Sobald ich einen neuen Rechner hatte, war ich innerhalb von 4 Stunden wieder einsatzbereit.

Das Wichtigste überhaupt war in den letzten Wochen allerdings, dass mein Kleiner wieder auf den Beinen ist. Sufian hat sich vollständig wieder erholt. Er geht, er läuft, er springt und hüpft. Vor allem lacht er den gesamten Tag. Selten zuvor habe ich so viel Lebensfreude in so kleiner Verpackung erlebt.

Es war toll zu sehen, dass er, obwohl es ihm nicht gut ging (er konnte wegen eines posttraumatischen Schocks anfangs nicht einmal selbständig sitzen) jede Gelegenheit nutzte um mit anderen Kindern zu spielen, zu scherzen und zu lachen. Relativ bald hat er auch schon über den Unfall gesprochen und erzählt was ihm widerfahren ist. Ich fand es erstaunlich, dass er sich sich zu keinem Zeitpunkt mit einem hätte, wenn und könnte aufgehalten hat, sondern sofort die jetzige Situation als gegeben akzeptiert hat und versuchte das Beste daraus zu machen. Auch seine Verletzungen, obwohl sie ihm weh taten, hat er irgendwie schnell als Teil seine Situation akzeptiert und sich über jede kleine Verbessung gefreut. Und es wurde immer besser. Erst konnte er wieder stehen, dann einen Schritt laufen, dann zwei, dann zwei Schritte alleine. Ungefähr drei Wochen lang wurde es jeden Tag besser bis es motorisch wieder der Alte war.

Ich habe mir vorgenommen, dass auch für mein eigenes Leben so umzusetzen. Kopf hoch und nach vorne sehen.

Sprich: Wenn mir etwas passiert, egal ob materiell oder nicht, körperlich oder seelisch, mir nicht selber Leid zu tun, sondern nach vorne zu gucken. Was zurück liegt kann icheh nicht ändern sondern stattdessen von hier an das Beste daraus machen.

Üben durfte ich das auch schon. Letztes Wochenende bin ich auf dem halben Wege in die Schweiz mit einem geplatzten Motor liegen geblieben. Sagen wir mal so: Ich habe es recht locker genommen, aber darüber schreibe ich anderes Mal mehr.

schuld, gerechtigkeit & gelassenheit

Ich habe eine Weile darüber nachgedacht, ob ich diesen Beitrag so veröffentlichen soll. Ob er nicht zu persönlich sei, habe ich mich gefragt und weshalb Du dies wohl lesen solltest. Allerdings geht es in allem, was ich tue, darum, Rückschlüsse aus Erfahrungen zu ziehen, um herauszufinden, was in meinem Leben essentiell, Luxus oder Ballast ist und um dann mit der richtigen Einstellung ein glücklicheres Leben zu führen. Genau das macht auch meine Seminare, Trainings und Reisen aus. Also musste ich dies hier Schreiben und ich hoffe Du hast etwas davon, es zu lesen:

Manchmal ist es so viel einfacher, wenn jemand eindeutig Schuld hat – am liebsten natürlich von meinem Standpunkt aus betrachtet.
Ich mag es, wenn Dinge und Situationen eindeutig und klar sind. Wenn es für mich nachvollziehbar ist, warum etwas so ist, wie es ist. Früher habe ich dabei meist die einfachen Zusammenhänge gesucht. Mittlerweile sehe ich oft, dass das Geschehen viel komplizierter sind.
Nichts desto trotz versuche ich die Zusammenhänge zu hinterfragen und zu verstehen. Das macht es mir einfacher zu akzeptieren, dass etwas so ist, wie es ist. Vielleicht ist dies ein Grund, weshalb ich mich oft auf die Suche nach dem großen Ganzen mache, auch wenn ich damit meistens noch scheitere.

Die letzte Woche war wieder Eine, in der ich mich gefragt habe, warum Dinge passieren, wie sie es tun. Wer trägt daran Schuld und kann dafür zur Rechenschaft gezogen werden, damit die Welt (meine Welt) danach wieder in Ordnung ist.

Aber… so läuft es leider nicht!

Anfang der Woche habe ich Unterlagen aus meiner Zeit in den USA gefunden und bin auf lang verschollene Freunde und Bekannte gestossen. Ich habe mich online auf die Suche begeben und zu vielen wieder Kontakt aufgenommen.
Auch mit einem meiner Gastbrüder hatte ich seit langem keinen Kontakt mehr. Ich stieß bei meiner Suche sofort auf vier Wochen alte Polizeibilder seiner Verhaftung. Geschockt lass ich Zeitungsberichte und musste feststellen, dass Josh den zweijährigen Sohn seiner Freundin umgebracht hat, weil sich dieser eingemacht hatte. Total geschockt habe ich tagelang daran gedacht und mich gefragt wie so etwas passieren kann. Wessen Schuld war es, dass es dazu kommt? Wer kann bestraft werden?

Ich war nicht gut beieinander in der Zeit und musste viel an meinen Kleinen denken, der zu dieser Zeit in Marokko war.

Da erreichte mich eine Anklageschriften von einer Person, die sich finanziellen Vorteil erhofft, wenn sie mich verklagt. Ich bin der Meinung, dass die Vorwürfe aus der Luft gegriffen sind. Ich muss mich dennoch dagegen wehren, Stellung beziehen und auf einen Prozess einlassen, da ansonsten zu meinen Ungunsten entschieden werden könnte. Ich verstehe dieses Vorgehen nicht. Ich war zutiefst getroffen und persönlich angegriffen und es fiel mir schwer darauf zu reagieren. Warum passiert das mir? Wessen Schuld ist das? Das ist so ungerecht!

Bereits in einem emotionalen Zustand, in dem ich mich kaum um solche (in meinen Augen) Lappalien kümmern kann und doch eventuell gezwungen bin einen Anwalt einschalten zu müssen, erreichte mich ein Anruf:

Mein Kleiner war zwei Tage vorher in einen schweren Verkehrsunfall mit seinen Großeltern in Marokko verwickelt.
Opa tot.
Oma schwerverletzt.
Sufian seit zwei Tagen auf der Intensivstation. Ich reiste sofort ab und verbrachte die kommende Nacht auf dem Flur und vor der Türe eines arabisch/afrikanischen Kinderkrankenhauses. Wer eines gesehen hat, weiss wovon ich spreche… Mein Vertrauen in das Gute auf dieser Welt sank ins Bodenlose. Das konnte doch nicht sein? Wessen Schuld ist das? Wer kann dafür bestraft werden?

Sufian wird entlassen, kann aber nicht laufen und ich bleibe vorerst in Marokko.

Darauf erreicht mich das Schreiben eines Räumungsbefehls für meine Berliner Wohnung. Mein Vermieter, der meine Wohnung gerne kernsanieren und zum doppelten Preis vermieten möchte, ist von Beruf Anwalt und drangsaliert seit längerem die Bewohner des Hauses. Mir schickt er seit 1 1/2 Jahren in unregelmässigen Abständen Abmahnungen und angebliche Fristlose Kündigungen, die bisher jedes Mal auf Falschaussagen beruhten und haltlos waren. Trotzdem zehrt es an den Nerven, zu wissen, dass jeder Schritt beobachtet wird, um einen Fehler des Mieters aufzudecken.
Da der Vermieter im selben Haus wohnt, hat er mitbekommen, dass zur Zeit niemand in der Wohnung ist und hat wegen eines angeblichen Reparaturtermines eines Wasserzählers am folgenden Tag, per angeblichem Boten eine Aufforderung zur Gewährung des Zutritts in meinen Briefkasten einwerfen lassen. Ich habe natürlich nicht darauf geantwortet, da ich das Schreiben bis heute nicht gesehen habe. Deshalb warf er mir umgehend Vertragsbruch vor, wegen Verweigerung des Zutritts zur Wohnung und sprach eine sofortige Kündigung zum darauffolgenden Tag aus. Wieder per Boten in den Briefkasten.
Du kannst es Dir denken, ich habe mich darauf wieder nicht gemeldet und auch die Wohnung nicht geräumt… Ich bin ja nicht da.
Daraufhin hat er unmittelbar einen richterlichen Räumungsbeschluss angekündigt. Darüber setzte er mich dieses Mal per Email in Kenntnis, sowie dass ich sämtliche Kosten für Prozess und Räumung zu tragen habe. (Man beachte, dass er sowohl, meine Emailadresse, wie auch Telefonnummer, wie auch mein Anschrift in der Schweiz hat)
Derweil bin ich noch in Marokko und habe, gelinde gesagt, andere Sorgen. Warum macht er dass?
Ich hatte diesen Sommer versucht die Wohnung zu kündigen und möglichst schnell einen gemeinsamen Termin für die Rückgabe zu finden, da ich in der Schweiz wohne. Das hat er mit Verweis auf irgendwelche Paragrafen abgelehnt. Und jetzt so? Was eine Ungerechtigkeit! Was habe ich getan?

In meiner Gedankenwelt, in der ich mir Ursache und Wirkung wünsche, frage ich mich wieder und wieder: „Was habe ich getan, um diese Woche zu verdienen?“ Gerne würde ich das verstehen, um solche Resultate zukünftig zu verhindern.

Wenn ich allerdings meine Ichbezogenheit aufgebe und die Geschehnisse mit Abstand betrachte, sehe ich, dass sie wahrscheinlich nichts direkt mit mir zu tun haben, sondern Prozesse ausserhalb meines Einflussbereiches im Gange sind, die zufällig zeitgleich bei mir zusammentreffen. An dieser Geisteshaltung arbeite ich jeden Tag (und scheitere meist) und versuche durch das Aufschreiben und Veröffentlichen, Dich daran Teil habe zu lassen, so dass Du, wenn Du magst, Schlüsse für Dein eigenes Leben daraus ziehen kannst.
Ich hoffe, dass wir alle mit geteilten Erfahrungen stärker eine positive und gewinnende Einstellung für einander erreichen können und so Konflikte vermeiden.

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Du bestimmst es für Dein Leben selbst!

Für mich heisst das:
Ich habe Glück, dass die meisten Menschen in Deutschland persönliche Rache über juristisches Klagen erreichen wollen und nicht über Selbstjustiz. So kostet mich diese Auseinandersetzung eventuell Geld, aber nicht meine Gesundheit oder gar mein Leben.

Ich habe Glück, dass Sufian noch lebt und sich allem Anschein nach vollständig erholen wird und ich in diesen schweren Stunden für ihn da sein durfte.

Ich habe Glück, dass ich die Wohnung sowieso loswerden will, weil ich in der Schweiz lebe. Ich werde also nicht auf der Straße sitzen (wobei auch das nicht das Ende wäre), sondern im schlimmsten aller Fälle Geld (für was auch immer noch kommt) zahlen müssen.

Was auch immer passiert: Unser Leben haben wir nur so lange, bis es vorbei ist. Es ist unsere eigene Wahl mit welcher Einstellung wir dieses eine Leben leben! Über die Qualität des Lebens entscheidest Du selbst!

Mach Du das Bestmögliche aus Deinem Leben! JETZT!