training für mehr klarheit – einfach mal umziehen

Was würde eigentlich passieren, wenn ich/Du morgen umziehen würdest? Würdest Du alles was Dich momentan umgibt wirklich einpacken, schleppen und wieder auspacken wollen? Ich habe in letzter Zeit wieder einmal bei dem einen oder anderen Umzug geholfen und mich gewundert, was ich da so alles Treppen rauf und runter trage.

Denke ich zurück an meine früheren Umzügen, habe ich meinen lieben Helfern wohl ebenfalls so einiges zugemutet. Bei den letzten Umzügen ist ausserdem jedes Mal manch eine Kiste im Keller stehen geblieben. Mittlerweile frage ich mich, weshalb ich diese Kisten überhaupt eingepackt, beziehungsweise den Ramsch darin erst einmal angeschafft habe. Was hatte ich mir dabei gedacht.
Hmmm… ich befürchte: Gar nichts.
Ich finde Dinge ja immer noch schön und/oder praktisch und in dem bestimmten Umfeld in denen ich sie sehe, macht das auch manchmal Sinn und dann möchte diese dann ebenfalls haben. Meist bin ich in dem festen Glauben, mein Leben würde dadurch einfacher , schöner oder besser. Das würde sogar ab und an stimmen, wenn ich die Dinge denn auch tatsächlich regelmässig nutzen oder zumindest angucken würde.

Tu ich aber nicht. Ich gewöhne mich daran und dann gehört es teilnahmslos dazu!

Denn ich hatte/habe auch noch soo viele andere Dinge, dass mich die Vielfalt schlicht erschlagen könnte.
Da ich mich seit meiner Saharavorbereitung immer wieder damit beschäftigt habe, was ich denn wirklich will und ob ich Dinge wirklich brauche, habe ich meinen Besitz bereits sehr reduziert. Umso mehr ich allerdings abgebe, umso klarer erkenne ich, dass ich erst am Anfang des Weges stehe. Im kommenden Jahr werde ich (auch deshalb) ein Experiment starten. Ohne Wohnung und völlig mobil werde ich eine Zeit „on-the-road“ leben und arbeiten (Dazu ein anderes Mal mehr). Deshalb hinterfrage ich momentan noch stärker alle Dinge die mich umgeben. Ich möchte nämlich nichts einlagern oder in irgendwelchen Kellern zwischenparken.

Beim Auspacken der gefühlt 50ten Sitzmöglichkeit auf einem dieser Umzüge, fühlte ich mich jedenfalls plötzlich ganz frei und ungebunden, wissend, dass ich nicht einen einzigen Stuhl mit mir werde rumschleppen müssen. Wer soll denn hier bloß auf all diesen Stühlen sitzen? Tatsächlich aber haben ja die meisten von uns solche kleinen oder großen Lasten zu Hause.

Wie wäre es, sich vorzustellen den Inhalt eines  jeden Schrankes und jeder Kleinigkeit, die in der Wohnung, im Flur oder im Keller steht, für einen Umzug einzupacken und selber tragen zu müssen… Was würdest Du einpacken und was einfach weggeben…

Um sich selbst diese Frage zu beantworten, könntest Du zum Beispiel ein Bücherregal, den Kleider- oder Küchenschrank einmal komplett leerräumen und in Kisten verpacken. Dann im Laufe der kommenden 14 Tage, die Dinge die Du nutzt oder vermisst zurück in den Schrank stellen. Dann die Kisten wegräumen und das Datum draufschreiben. Ich vermute, dass der Inhalt, der nach 6 Monaten noch in einer Kiste ist, schlichtweg nicht gebraucht wird. Hört sich, wie ein doofes Spielchen an, aber die Erkenntnis kann erstaunlich sehr. Ich habe vor einem Jahr bei meinem letzten Umzug einige solcher Kisten in den Keller gestellt. Und rate mal: Da stehen sie immer noch.

Eigentlich, war ich der Meinung nicht auf meine Bücher verzichten zu können. Möchtest Du ein Buch geschenkt haben?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: