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simplicity beginnt und endet im kopf

Einfachheit hat keinen Anfang und kein Ende, sondern ist die Beschreibung eines Zustandes. Wenn Du Dir dann allerdings Deinen übervollen Kleiderschrank, Keller oder Dachboden (wo auch immer der Krempel liegt, den Du nicht benutzt) anschaust, stellt sich doch die Frage, wann und wo hat das eigentlich angefangen?

Ich weiss es bei mir selbst nicht genau, es kam ‘einfach’ immer etwas dazu und irgendwann war es nicht mehr einfach. Dabei ist der äussere Zustand, also die Dinge mit denen wir uns umgeben, nur ein Spiegelbild dessen, was in unserem Kopf vorgeht. Sind wir zufrieden mit uns selbst, müssen wir uns nicht mit Dingen schmücken um uns besser zu fühlen.
Ich habe sowohl bei mir selbst, als auch bei Menschen, die ich begleitet habe, die Erfahrung gemacht, dass es einfacher ist, auf die äusseren Dinge zu schauen. Eine innere Einstellung ändert sich häufig nur langsam und es ist schwer nachzuprüfen, ob sich die Einstellung wirklich schon verändert hat. Von Äusserlichkeiten hingegen ist es recht einfach, sich zu trennen. Du könntest einfach die Hälfte aller Dinge, die Du besitzt verschenken.
Jetzt!
Dann wären sie weg. Wenn sich dagegen etwas in Dir sträubt, hängst Du anscheinend daran.
Jetzt kannst Du anfangen darüber nachzudenken, weshalb Dir diese Dinge so wichtig sind. Sachen zu besitzen ist ja nicht schlimm, aber der Gedanke, dass Du sie besitzen musst, wird Dich immer weiter einengen und Dich damit unglücklich machen. Je mehr Du Dir also leisten kannst und Du Dir dementsprechend auch leisten wirst, umso größer wird der Gedanke, dass diese Dinge Dir zustehen und Du sie brauchst.
Ich glaube deshalb, dass der Zustand reich oder arm zu sein nicht mit dem persönlichen Glücklichsein in Zusammenhang steht.
Wenn Du arm bist oder zumindest glaubst zu wenig Geld zu haben und Du schaust auf die ganzen Dinge, die Du glaubst haben zu müssen, wirst Du genau so unglücklich sein wie jemand der sehr reich ist, sich alles leisten kann und auch leistet aber in der ständigen Angst lebt den Status quo wieder zu verlieren. Beide hängen an Dingen. Der eine an Dingen, die er sich nicht leisten kann, der andere an Dingen, die er bereits besitzt. Beide sind unglücklich.
Deshalb ist eine Geisteshaltung des ‘minimalism’ oder ‘simplicity’ so ansprechend. Denn wenn Du Dinge nicht mehr benötigst um glücklich zu sein, kannst Du Sie ja trotzdem benutzen. Allerdings hast Du keine Angst mehr davor sie zu verlieren, weil Du weisst, dass sie Dich nicht ausmachen.
Deshalb beginnt und ended simplicity im Kopf, weil es nicht entscheidend ist welche Dinge dich umgeben, sondern Deine Einstellung dazu.
Wenn Du diese Eintellung allerdings trainieren willst, wirst Du nicht umhin kommen Sie immer und immer wieder zu üben. Und zwar indem Du Dich immer und immer wieder von so vielen Dingen wie möglich trennst.
Wer oder was macht Dich, aus?
Die Dinge die Du besitzt oder gibt es da noch mehr?

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routine

Routinen bestimmen unser Leben. Von klein an täglich gelernt vereinfachen sie, weil wir nicht mehr über unser Tun nachdenken müssen. Doch gleichzeitig engt uns jede weitere Routine, die wir nicht als solche erkennen, immer weiter in unserer Freiheit ein. Wo und wie man diese erkennen kann…

Bis Ende Januar diesen Jahres haben wir in Berlin in einer schönen Altbauwohnung am Landwehrkanal gewohnt. Seitdem sind wir mit Emma unterwegs. So wurde die Abwechslung neue Normalität.

Fast jeden Tag wohnen wir seitdem woanders. Damit variert die Aussicht, das Essen, die Laufrunde, der Ausblick aus meinem “Büro”. Unsere Normalitäten sind weniger geworden. Anlässlich der 100Meilen, die ich versucht habe, in Berlin mitzulaufen, waren wir wieder einmal zu Besuch. Auch in unserer alten Wohnung. Ich freute mich auf eine richtige Dusche, komme in unser ehemaliges Bad und muss schmunzeln. Vor eineinhalb Jahren ging der Duschkopf kaputt und ich habe ihn kurzum mit Duct Tape geflickt. Natürlich mit dem Gedanken, bald einen neuen zu kaufen. Ausserdem ist die Stange des Duschvorhanges zu kurz gewesen. Was ein Zufall, dass sie genau eine Tupperdosengröße zu kurz war. Also hängt der Duschvorhang an einer tupperdosengestützten Stange und der Duschkopf sieht aus wie… er nun mal aussieht.

Alle unsere Gäste haben uns immer wieder auf die Konstruktionen angesprochen, die zwar abenteuerlich aussahen, aber halt richtig gut funktionierten. Schon nach einer Woche ist mir beides nicht mehr aufgefallen und ist zu meiner Normalität geworden. Erst jetzt, mit etwas Abstand fiel mir beides sofort ins Auge. Unseren Nachmietern übrigens offensichtlich nicht mehr.

Wie schnell wir doch in der Lage sind uns an die unterschiedlichsten Situationen zu gewöhnen ist mir dabei noch einmal aufgefallen. Dann fielen mir direkt andere Routinen ein, die ich für selbstverständlich gehalten habe. Immer fließend Wasser zum Beispiel. Oder besser noch: warmes Wasser.

Dabei sind diese sogenannten Selbstverständlichkeiten keine. Sie sind nur in unserem eigenen Leben normal. Dazu gehört eventuell auch fernzusehen, morgens immer ein Croissant zu essen, Kaffee immer im Pappbecher als Coffee to go zu trinken, Lebensmittel stets in Plastik verpackt zu kaufen oder zum Arbeiten in ein Büro zu gehen.

Vieles davon ist ganz aktiv unsere eigene Wahl. Oder es zumindest einmal gewesen, bevor es zur Routine wurde.

Willst Du etwas über Deine eigenen Routinen erfahren? Mach einmal zwei Wochen so vieles wie möglich anders. Am besten reise irgendwohin wo vieles anders läuft und versuche dabei nicht alles so einzurichten, wie Du es zu Hause hast. Versuche das Andere zu verstehen und zu genießen und dann sei gespannt, was Dir zu Hause auffällt. Du kannst es alles ändern, wenn Du magst.

Keine Idee, was Dich auf neue Gedanken bringen kann? Am 15. Nov 2014 biete ich zum zweiten Mal meine Saharareise an…

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wir brauchen neue ideen

Immer wieder beschäftige ich mich gedanklich, aufgrund – nennen wir es einmal persönlicher Umstände – mit dem Thema Erbe. Erben, ist ja etwas Tolles. Auf einmal steht dem Erben Besitz oder Geld zu, weil… tja weil andere diesen erarbeitet, oder auch vor Jahrhunderten ergaunert haben. Mit einer Philosophie von Gleichberechtigung und Chancengleichheit lässt sich der Gedanke jedenfalls schwer vereinbaren.

Umso mehr freute mich ein Artikel in der Zeit über Peter und seinen Vater Warren Buffet den ich überwiegend zitieren werde. So sagt Warren beispielsweise: Er glaube nicht ans Vererben oder, wie er es ausdrückt, an “die glücklichen Gewinner der Spermienlotterie”. Über seine Kinder – Peter ist das jüngste der drei Geschwister – sagt er: “Sie hatten bereits einen gigantischen Vorsprung in einer Gesellschaft, die vorgibt, Wohlstand und Erfolg nach Leistung zu verteilen. Dynastische Megavermögen würden die Wettbewerbsbedingungen noch weiter verzerren.

Doch geht es Peter nicht nur um das Thema Erbe sondern vor allem auch darum, was Menschen mit einem enormen finanziellen Ungleichgewicht unternehmen und läßt dabei kein gutes Haar an westlichen Hilfsorganisationen.

In dem Artikel prangert Peter Buffett einen “Mäzenatenkolonialismus” an. Als Insider dieser Branche erlebe er den Drang von Geldgebern, Menschen aus einem anderen Kulturkreis mit einer Patentlösung zu beglücken. “Egal ob Anbaumethoden, ob Ausbildungssystem, ob Wirtschaftsförderung – wieder und wieder habe ich erlebt, wie diese Leute einfach Konzepte von einem Ort auf den anderen übertrugen, ohne Rücksicht auf Kultur, Geografie oder gesellschaftliche Normen.” Die Hilfe werde den Menschen viel zu oft einfach “übergestülpt”.

Doch weit schlimmer sei etwas anderes: Die Stiftungen der Industriellen und Finanziers mühten sich um Lösungen für Probleme, die sie und ihre Mitstreiter mit ihren kommerziellen Aktivitäten selbst angerichtet hätten. In gleichem Maße, wie die soziale Ungleichheit wachse, wachse auch die Wohltätigkeit. “Fast immer, wenn sich jemand besser fühlt, weil er etwas Gutes getan hat, wird auf der anderen Seite der Welt oder der Straße jemand tiefer in ein System gedrängt, das ihm keine Chance lässt”, sagt Buffett. Gutes zu tun mindere also an anderer Stelle den moralischen Druck, Schlechtes zu unterlassen.

Mittlerweile versucht Peter Buffet auf seiner Ökoranch ökologisch integriertes Wirtschaften zu etablieren. Frei nach dem Motto: Die Zukunft neu denken.

Denn die meisten Hilfsprojekte seien nichts weiter als eine “Gewissenswaschanlage” für das obere eine Prozent der Bürger. Selbst an Mikrokrediten, oft als Hilfe zur Selbsthilfe gelobt, lässt Buffett kein gutes Haar: “Letztlich geht es immer darum, diese Menschen in unser System von Schulden und Zinsen einzubinden.” Ziel sei es, die ganze Welt in einen einzigen großen Markt zu verwandeln. Buffetts Abrechnung gipfelt in der Forderung, die Spenden lieber dafür einzusetzen, neue Konzepte auszuprobieren, die unsere bestehenden Strukturen und Systeme zerschlagen. “Wir brauchen ein neues System.”

Buffett ist stolz auf die Welle, die er losgetreten hat. Der wiederkehrende Vorwurf, er sei ein Utopist, ist für ihn der schlagende Beweis dafür, dass er auf der richtigen Spur ist. Die Unfähigkeit, sich überhaupt vorzustellen, dass ein alternatives System möglich sei, ist für ihn der Kern des Problems. “Wir brauchen neue Ideen, neue Ansätze – wir brauchen jemanden wie Marx.”

Große Sprüchen für einen Begünstigsten des heutigen System. Wenn wir frei wählen könnten, wie sehe unser System der Zukunft aus?

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lebenskunst 20 jahre später

Heute teile ich eine Zukunftsvision von Harald Welzer mit Dir. Wie könnte da Leben aussehen, wenn wir im Einklang mit uns und unserer Umwelt stehen würden?

Wir schreiben das Jahr 2033. Schon vor 20 Jahren hatte sich über eine rasche Verbreitung von Car-Sharing-Modellen und Giveboxen in den Städten der Paradigmenwechsel vom Besitzen zum Nutzen angekündigt, der heute im vollen Gange ist: Es gilt mittlerweile als cool, nur noch so viel wie nötig und so wenig wie möglich zu haben. Es ist der Lifestyle des Loslassens: Was man NICHT hat, braucht keinen Raum, was man NICHT hat, kann nicht geklaut werden, was man NICHT hat, braucht nicht umzuziehen, was man NICHT hat, kostet nichts. Umgekehrt erhöht sich die Nutzungsdauer jedes Produkts durch seinen sozialen Gebrauch. Man hat jetzt viel weniger: Die durchschittliche Menge an Produkten, die jeder Deutsche besitzt, ist von mehr als 10 000 im Jahr 2012 auf heute 5000 abgesunken. Der Materialverbrauch hat sich mithin halbiert, die Emmissionsmenge ebenfalls. Der Spaß hat sich verdoppelt, die verfügbare Zeit vermehrt: Man verschwendet sie nicht mehr bei Konsumentscheidungen. Das kulturelle Modell heißt: Lebenskunst. Das zugehörige Adjektiv leicht.

Was eine Vorstellung…

Interessiert Dich der Gedankengang, schau in das Buch hinein.

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6 month of living with less

Seit ziemlich genau einem halben Jahr sind wir unterwegs. Wir hatten keinen festen Wohnsitz, keine festes Dach über dem Kopf und alles was wir besitzen ist immer dabei. Mein erstes Fazit nach 6 Monaten: Ich war selten so frei.

Solange ich mich erinnern kann, habe ich stets versucht, mehr zu haben, neue Dinge zu kaufen. Weitere Dinge zu besitzen schien der ‘normale’ Lauf des Lebens zu sein.

Das führte dazu, dass ich in immer größere Wohnungen gezogen bin und somit auch immer mehr Platz für immer mehr ‘Equipment’ hatte. Und all das wollte dann auch stets bezahlt werden. Meine große Wohnung habe ich selten von innen gesehen, weil ich meist im Büro war, mein Rennrad hing an der Wand, mein Mountainbike stand im Keller, das Snowboards ebenfalls, die Skier noch bei den Eltern. Mein Macbook war mit zu alt und lag in der Schreibtischschublade – neben mindestens 7 Generationen von Handys. Mein Kleiderschrank hing voller Kleidung, die ich nicht nutzte und von meinen zwei Motorrädern konnte ich ja auch nur eines fahren..  und und und. Diese Liste lässt sich nahezu endlos fortsetzen.

Ich wollte mehr Besitz anhäufen, damit ich alles mal benutzen kann, wenn ich Zeit habe. Rate mal! Die Zeit hatte ich einfach nicht. Wobei das auch schon eine seltsame Sichtweise ist. Ich hatte natürlich die gleiche Zeit wie jetzt, nur hatte ich andere Prioritäten.

Zu Beginn meiner Tätigkeit als Coach habe ich dann viele neue Sichtweisen kennengelernt und versucht diese auch auf mein eigenes Leben anzuwenden. Das bedeutete für mich vor allem andere Wege zu gehen, als sie von mir erwartet wurden. Ich habe hinterfragt, was mir wirklich wichtig im Leben ist.

Wer möchte ich im Rückblick auf mein Leben einmal gewesen sein. Ich glaube, man reift mit den Erfahrungen, die man macht. Also wollte ich Erfahrungen sammeln. Bei welchen Stories muß ich aufhorchen, was hat mich schon als kleines Kind begeistert? Was sind meine ganz persönlichen Motivatoren?

Dazu gehört unter anderem ungebunden zu sein und viel zu reisen. Und siehe da, genau hierfür stand mir alles bisher Angehäufte einfach im Weg. Es ergab sich immer wieder die Ausrede, etwas ja nicht tun zu können, weil das gerade nicht ginge.

Seit Anfang des Jahres habe ich nur noch bei mir, was ich auch wirklich nutze. Meine Klamotten habe ich tatsächlich alle an. Vor der Türe oder im Keller kann nichts stehen.Alles muss in unser Auto passen – und das war ganz schön voll als wir eingezogen sind. Kaum konnte man von vorne nach hinten gehen, ohne irgend etwas rumräumen zu müssen. Und das nervt immens, wenn man es nicht wirklich braucht, dafür aber 10mal am Tag von hier nach dort und zurück räumt. Also verkauft, verschenkt, gespendet! Schnell hatten wir sogar Besuch in unserer Emma. Selbst zwei Wochen zu viert im Auto in Afrika war zwar etwas eng, geht aber auch!

Jetzt sind wir mittlerweile in Thun in der Schweiz und werden hier mindestens ein Jahr bleiben. Ab 1. September werden wir wieder in eine Wohnung ziehen und ich bin gespannt, ob da nach einem Jahr auch wieder so viel drinsteht oder das Besinnen auf das Wesentliche Teil unseres Leben bleiben wird.

Dinge, die wir besitzen, sollten uns nützen. Je mehr Dinge es werden umso mehr bekommen sie eine Daseinsberechtigung per se und kosten früher oder später Zeit und Geld. Je weniger ich besitze, umso mehr kann ich mich darauf konzentrieren ich selber zu sein.

Somit waren 6 month living with less: 6 month more LIVING.

Übrigens sammele ich nach wie vor für meinen Spendenlauf am kommenden Samstag bei den 100 Meilen von Berlin Unterstützung. Sämtliche Spenden werden wieder an Streetkids e.V. in Tansania gehen. Alle Updates zu den 100 Meilen und dem Laufen im allgemeine unter nativerunners.com:

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treffn-blog: Produktivitätstip #7

Bereits am 25. Juli ist ein kurzer Beitrag von mir, den ich hier noch einmal poste, als Produktivitätstip auf treffn.com veröffentlicht worden:

Wenn ich zurück blicke, habe ich die meiste Zeit in meinem Berufsleben mit Dingen vergeudet, auf die ich sowieso keine Lust hatte, aber dachte ich müsste sie tun.

Mein Tipp:
Finde und fördere Deine Talente! Beschäftige Dich damit was Dir liegt und was Du wirklich willst. Konzentriere Dich dann auf diese Tätigkeiten. Es macht Spaß und geht gut von der Hand. Ausserdem wirst Du darin immer besser. So wirst Du exzellent in dem was Du tust.

Entweder bist Du jetzt so schnell und gut gelaunt, dass Du auch andere Arbeiten noch schnell erledigst oder Du sourcst diese out oder delegierst diese, während Du Dich auf Deine Kernkompetenz konzentrierst.
Denn Andere haben andere Talente und Fähigkeiten und machen genau diese Dinge gerne.
Um das zu sehen musst Du Dich allerdings erst einmal selber kennen.

Florian Hornig, Glücklichtrainer und Autor von simplicity-of-happiness.com

Falls Dich andere andere Produktivitätstips von treffn interessieren:

    1. Mein Produktivitätstipp #8 – Marcel Werner (Juli 29, 2014)
    2. Mein Produktivitätstipp #7 – Florian Hornig (Juli 25, 2014)
    3. Mein Produktivitätstipp #6 – Oliver Kempkens (Juli 21, 2014)
    4. Mein Produktivitätstipp #5 – Sören Bendig (Juli 16, 2014)
    5. Mein Produktivitätstipp #4 – Tobias Schwarz (Juli 14, 2014)
    6. Mein Produktivitätstipp #3 – Bernd Geropp (Juli 10, 2014)
    7. Mein Produktivitätstipp #2 – Florian Schumacher (Juli 7, 2014)
    8. Mein Produktivitätstipp #1 – Dr. Stefanie Beckmann (Juli 4, 2014)

treffn is a startup founded by Michael Bona who is a serial entrepreneur. Prior to treffn he co-founded, managed and exited two companies. He has more than 10 years experience in developing smart software. His product geocubes won a German design award in 2010. He is also loving husband and father of two boys. Get in touch with him on Twitter @michbona or Google +

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wohnen im container

Ich freue mich wahnsinnig, wenn auch andere Menschen auf die Idee kommen, gegen den Strom zu schwimmen und ihr eigenes Ding zu machen. Deshalb veröffentliche ich heute die Bitte von drei verrückten Freunden. Deren Idee ist es, Berliner Wohnraum (nach oben) zu erweitern und zwar in Form von ausgebauten Schiffscontainern, die in Baulücken oder auf Dächern aufgestellt werden könnten.

Liebe Freunde,
Wohnen im Container – Keine Wohnung gefunden? Nein, einfach Bock auf anders wohnen.
Container gibt’s genug, die man ausbauen kann. Nur an Platz zum Auf- oder Draufstellen mangelt es in Berlin.
Neben Baulücken und Brachflächen, die in Berlin seltener und zu Spekulationsobjekten geworden sind, hat sich gezeigt, dass auch Flachdächer als Baugrund dienen können.
Da wir selber keine Häuser oder Grundstücke besitzen, suchen wir innovative und abenteuerlustige Haus- und Grundbesitzer in Berlin.

Jetzt kommst DU ins Spiel:
– Kennst du Haus- und Grundbesitzer/innen oder bist gar selbst eine/r?
– Weißt du von Baulücken oder Brachflächen?

Wir sind auf deine Unterstützung angewiesen und freuen uns über jeden Kontakt oder Weiterleitung dieser Mail. Und irgendwann werden wir es euch mit einem Container-Fest danken!

Liebe Grüße
Florian, Leoni, Lisa

Ps.: JA, es ist möglich in Containern schön zu wohnen, wie verschiedene Projekte zeigen…
– eba51
wohnnen im Gewächshaus
Designerwohnungin luftiger Höhe
surprisingly georgeous homes

Kennst Du jemanden, der dafür in Frage käme oder willst Du Dich selbst beteiligen? Schreib mich einfach an, ich werde Euch Kontakt bringen.

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up and running again

Ich habe mich schwer getan in den letzten 10 Monaten. Nachdem ich mir die Achillessehne vergangenen Sommer etwas gereizt hatte, habe ich mit dem Laufen pausieren müssen und habe es fast nicht geschafft wieder in den Tritt zu kommen.

Daran sieht man wieder einmal, dass das Entscheidende im Leben nicht ist ob man etwas weiss, sondern ausschließlich ob man auch danach handelt.
Ich schreibe ja des Häufigeren über das Erlernen und Verlernen von Routinen und trotzdem fällt es mir schwer meinen eigenen Schweinehund auf Trab zu bringen. Dabei liebe ich das Laufen. Wenn mir dabei eine Routine schon so leicht abhanden kommt… wie schwer mag es Anderen erst fallen.
Wenn Du etwas erreichen willst, egal wie schwierig oder einfach es zunächst scheint, nimm es Dir vor, mach es konkret und setze es täglich um, dann läuft es bald wie von alleine
Seit zwei Monaten habe ich es auch wieder ab und an geschafft. Seit Kurzem sogar wieder regelmässig. Seitdem sind meine müden Beine wieder ganz munter in Bewegung gekommen. Und weil das Laufen eine solche Leidenschaft von mir ist, werde ich von nun an alle Laufgeschichten in einem zweiten blog veröffentlichen www.nativerunners.com. Besonderes Augenmerk werde ich dabei auf ‘nativerunning’ als solches und Beiträge von anderen Läufern legen. Wenn Du die Updates und Geschichten rund um das Laufen ebenfalls erhalten willst, trag Dich dort in den Newsletter ein oder schreib mir einfach eine Email an:
Wie die Zufälle manchmal so spielen, habe ich ausserdem einen Anruf von Ronald Musil, Cheforganisator des Berliner Mauerlaufes erhalten, der mir zusagte, trotz der kurzen Zeit, noch einen Startplatz für mich am 16. August bei dem 100 Meilen Lauf entlang des ehemaligen Mauerstreifen zu haben. Ich werde also in 31 Tagen an den Start gehen und versuchen 160,9km innerhalb von 30 Stunden zu laufen. Momentan halte ich dies für schlichtweg unmöglich und bereite micht trotzdem täglich darauf vor (Ich berichte über die gesamte Vorbereitung bei nativerunners.com). Um mir selbst die Ernsthaftigkeit des Versuches zu Unterstreichen und um egal, wie es ausgehen wird, einen Eindruck zu hinterlassen sammele ich wieder Spenden für Streetkids International e.V. Alle eingehenden Spenden werde ich verdoppeln und für jeden nicht gelaufenen Kilometer 10,-€ zusätzlich spenden.
Dafür brauch ich Deine Hilfe:
Bitte leite die Spendenaktion weiter, ich freue mich über jeden einzelnen Euro und spende selber duch klicken auf den unten eingefügten Button.

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der duft der freiheit

Woran denkst Du, wenn Du an Freiheit denkst? Hast du ein Bild vor Augen, ein Geräusch oder einen Ausspruch? Kann bei Dir auch eine Situation oder ein Gedanke das Gefühl auslösen absolut frei auf dieser Welt zu sein?

Seit Anfang Februar bin ich nun mobil und ständig unterwegs. Gute 20.000KM liegen hinter mir und ich habe die atemberaubendsten Landschaften gesehen. Von dichten Wäldern, über hohe Berge, das erste sprießende Grün in Frankreich, endlose blühende Mandelplantagen in der Sierra Nevada bis zu Kirschblüten im Atlasgebirge. Die rauschende Brandung in Agadir und die endlosen Weiten in der Sahara sind zu einem Teil meiner selbst geworden und begleiten mich ständig. Dabei liegt das Glück manchmal so nah.

An einem sonnigen Sommertag vor zwei Wochen in der Schweiz habe ich, ganz in Ruhe und ganz bei mir selbst, Zeit für einen ausgedehnten Lauf gefunden Die Landschaft war hügelig und grün, Wald und Wiese wechselten sich ab. Der Himmel blau, die Sonne brannte und die Vögel zwitscherten. Die Bauern hatten vor ein paar Tagen gemäht und das Gras lag auf den Weiden zum trocknen und in der Luft lag ein kräftiger Geruch nach frischem Heu. Dieser Geruch zu diesem perfekten Ensemble von Friedlichkeit, traf mich wie der Blitz.

Wie befreit, fühlte ich mich wieder wie ein kleiner Junge, ohne Sorgen, ohne Pflichten und das ganze Leben ein einziger großer Spaß. …Leichtigkeit…

Da ist mir bewusst geworden, dass ich solche abgrundtiefe Natürlichkeit in den vergangenen Jahren niemals in dieser Intensität gespürt habe. Ohne dass ich das jemals gewollt habe, habe ich mein Leben immer weiter von dem entfernt, was ich eigentlich für natürlich halte und ohne dies bewusst zu bemerken. Die Routine, schleicht sich im Leben ganz langsam ein bis sie zur Normalität geworden ist und wir denken, sie gehöre dazu. Doch Routine ist keine Normalität sondern immer noch Deine freie Wahl. Deine Wahl das Gleiche immer und immer wieder zu tun.

Willst Du Dich wieder etwas freier fühlen?

Dann schau Dir einmal genau die Lebensbereiche an, in denen alles ganz normal läuft. Warum findest Du das normal?
Wann hast Du damit angefangen?
Gibt es Menschen (irgendwo auf der Welt) die dies anders sehen?
Und weshalb siehst Du es dann so wie Du es siehst?
Wenn es noch nicht Deine Normalität wäre, würdest Du Dich aktiv dafür einsetzen, dass sie es wird?

Und zu guter letzt: Wann hast Du Dich das letzte mal von allem und allen auf dieser Welt frei gefühlt? Was hat das Gefühl ausgelöst?

Denk öfter daran, denn Du bist frei!

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living like a luna

Meist gibt es eine einfache und eine komplizierte Version des Lebens.  Die Einfache erfordert dafür von uns häufig im ersten Moment eine größere Anstrengung und wird dafür mit jedem Mal leichter und wir besser darin. Das Laufen ist zum Beispiel eine solche Geschichte.

Mein Bruder hat zu Beginn diesen Jahres eine Tochter bekommen und zur Geburt wurden deren kleine Füße auf ein Farbkissen gestellt und mit ihnen gestempelt. Vergangene Woche ist mir dieses Bild in die Hände gefallen und ich war wieder einmal erstaunt. Diese Füßchen sahen aus, wie Füßchen natürlicherweise auch aussehen sollten. Mit fünf Zehen, die aussehen, als ob sie zugreifen könnten und mit großen Zehen, die  eine gerade direkte Verlängerung des Fußes sind. Ein Fuß, der eigentlich keine weitere Unterstützung oder Hilfe braucht, um eins der besten Fortbewegungsmittel überhaupt zu werden. Um den einfachen Weg zu gehen und die Füße vor Dreck, Kälte, Hitze und hartem Untergrund zu schützen, greifen viele Eltern zum Schuh. Der Fuß gewöhnt sich daran, verformt sich und ist gar nicht mehr stabil genug um ein längeres Barfußlaufen überhaupt auszuhalten.

Seine natürliche Bestimmung kann dabei so weit verkümmern, dass es Schmerzen und Verletzungen beim Laufen gibt, weshalb häufig zu weiteren Stützen, Einlagen und weiterem geraten wird. Dabei wäre es wirklich das Einfachste, die Füße sachte und langsam an die Belastung zu gewöhnen. (Das geht übrigens auch noch im hohen Alter). Über viel Eingewöhnungszeit und Übung würden wir einen gesunden und stabilen Fuß erhalten…

So ist es mir in der Vorbereitung zu den Saharaläufen gegangen. Inspiriert durch Bücher wie “born to run” habe ich versucht, meinen Füßen die größtmöglich Freiheit zu geben und lieber den Fuß als solches zu trainieren, als ihm die Aufgabe sich selbst zu stabilisieren abzunehmen. Deshalb jogge ich nur noch in Luna Sandals, einige der wenigen Schuhe, die ich momentan absolut empfehlen kann.

Und ist es nicht auch so im restlichen Leben? In allem was wir tun werden wir gut, indem wir es üben. Egal, ob es sich um schulische Dinge handelt, wir eine Fremdsprache lernen wollen oder anfangen zu joggen oder eine sonstige neue Sportart zu erlernen. Am einfachsten ist es, dies bleiben zu lassen. Jeder Anfang ist schwer und häufig schmerzhaft. Sich alle Dinge liefern zu lassen und sich nicht mehr zum Markt oder Geschäft bewegen zu müssen, mag es für das einzelne Mal einfacher machen, aber mit jedem Mal, dass wir etwas nicht tun, wird es schwerer damit wieder zu beginnen. Dabei kommt wahres Wohlbefinden doch daher, etwas selber getan zu haben. Etwas erreichen kann nur der, der auch in Kauf nimmt, es anfangs nicht zu können.

Wenn Du Dich überwindest und das tust, was Du noch nicht kannst, wird es davon im Laufe der Zeit immer weniger geben. Das Meiste erreichst Du dann sozusagen “nebenbei”. Beginne heute mit einer einzigen Sache, die Du gerne können möchtest.

Lauf los, Sandale.

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