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live now

Es ist schon komisch. Manchmal merke ich erst wie etwas gemeint ist, wenn es auf einmal nicht mehr so ist. Vielleicht kennst Du auch Bücher, Sprüche und Ratgeber, die anpreisen im “Hier und Jetzt” zu leben. Weil das Leben immer genau in dem Augenblick passiert der jetzt gerade ist. Ja, und was ist, wenn man mal nicht Hier und Jetzt ist?

Ja, dann hält man sich in Gedanken entweder in der Vergangenheit auf oder beschäftigt sich mit der Zukunft. Auch das kann inspirierend und begeisternd sein. Wenn Du Dich zum Beispiel positiv an etwas erinnerst ohne Dich zu grämen, dass es jetzt nicht mehr so ist. Oder wenn Du Dir Ziele für die Zukunft erträumst und Dir einen Plan machst was Du als nächstes tun möchtest, kann das einen Motivationsschub geben. Solange Du es schaffst, Dich danach wieder auf das Jetzt zu konzentrieren.

So hatte ich mir zum Beispiel, seitdem ich das lezte Mal geschrieben habe, einige Dinge vorgenommen, die ich umsetzen wollte. Ich habe mir das alles ganz ‘easy’ vorgestellt und dann kam alles anders.

Das erstemal mit unserer Emma unterwegs gab es eine oder andere Wehwehchen und das wollte gerne behoben werden. Deshalb habe ich jeden zweiten Tag in irgendeiner Form unter dem Auto gelegen und habe schliesslich auch alles repariert bekommen. Jetzt fährt unser zu Hause besser als vorher und alles ist in bester Ordnung. Da ich das alles zum ersten Mal gemacht habe, war ich sehr konzentriert und voll bei der Sache. Ich wollte fertig werden, da die nächsten Termine anstanden. Während dieser Zeit war ich ganz schön stolz. Alles läuft und bei allen Terminen war nicht nur da, sondern pünktlich.

ABER dann, als die Anspannung abfiel, habe ich mir plötzlich Gedanken gemacht, was ich alles nicht umgesetzt hatte, von den Plänen, die ich mir gemacht hatte. Und ich ärgerte mich mit: hätte, wenn und aber…

UND dann habe ich vorgestellt, was ich in den kommenden Wochen alles nicht umsetzen werden, weil ich bestimmt nicht dazu kommen werde.

Ich ärgerte mich also über Dinge, die in der Vergangenheit lagen und ich sowieso nicht mehr ändern konnte, oder über Dinge die noch garnicht passiert sind.

Mit dem Wissen, dass ich in der jeweiligen Situation nach bestem Wissen verhalten habe und mein Bestes gegeben habe, habe ich dann realisert, was ich eigentlich erreicht habe und was ich daraus für die Zukunft lernen könnte. Es gibt immer etwas, was hätte noch besser sein können und in Zukunft gibt es immer etwas, dass schief gehen könnte. Die beste Vorraussetzung, dafür in Zukunft die bestmöglichen Entscheidungen zu treffen, ist es mit dem Jetzt in Einklang zu stehen.

Mach es also genau umgekehrt, wie am Anfang dieses Artikels.

Überlege nicht, was in der Verganheit hätte anders sein sollen, es ist vorbei, sondern überlege,wie du es in der Zukunft anders machen wirst, das kannst Du noch beeinflussen.

Gräme Dich nicht, über Dinge die noch nicht passiert sind und Du jetzt schon meinst zu wissen wie es sein wird, sondern reflektiere die Vergangenheit und nutze sie als Erfahrungsschatz für die Zukunft.

Und vor allem, genieß was Du jetzt gerade tust.

Triff Entscheidungen nach Deinem besten Wissen…

…JETZT!

happy 2014

Ein gutes Neues Jahr und viele Ideen

Liebe Leser. Ich möchte mich auf diesem Weg noch einmal herzlichst bei Euch bedanken. Ich habe diesen Blog gestartet um Erfahrungen und vor allem Gedankenanstöße zu teilen. Während der letzten 8 Jahre habe ich immer wieder Menschen getroffen und bei Ihrer Suche nach dem für sie richtigen Weg durchs Leben unterstützen dürfen. Dadurch habe auch ich mich immer wieder hinterfragen dürfen und anfänglich gedacht, wenn ich eine Lösung finde, ist es für alle Anderen ebenfalls der richtige Weg. Mittlerweile weiß ich das dies nicht stimmt. Vielen Dank für Euer Feedback und die damit verbundenen Gedankenanstöße für mich. Ich hoffe, dass Ihr auch weiterhin meine Gedanken als Anregung versteht, die eigenen Antworten zu finden. Sowohl beruflich als auch privat.

Auch in den vergangenen Wochen habe ich mich wieder selbst in Frage stellen dürfen. Eventuell ist es aufgefallen, dass es die beiden letzen Dienstage keine News gab. Dies lag vor allem daran, dass ich mein eigenes Leben (mal wieder) als Normalität angesehen habe. Zum Jahreswechsel bin ich auf dem angekündigten 14tägigen Segeltörn in Kuba gewesen und habe von Havanna über Cienfuegos vor allem die südwestlich der Schweinebucht gelegene Inselwelt kennenlenen dürfen. Es war atemberaubend und ich werde in einem anderen post ausführlich darüber berichten.

Im Vorfeld hatte ich mir gedacht, dass ich viel Inspiration, Ideen und vor allem Zeit haben werde um über die unterschiedlichsten Dinge zu schreiben. Bereits den Flug nach Havanna habe ich Artikel geschrieben, die ich in den folgenden Tagen veröffentlichen wollte. Dann erreichte ich Kuba und stellte fest, dass Internet nicht überall auf der Welt eine Selbstverständlichkeit ist. Kurzum es war schlichtweg unmöglich online zu gehen, auch Telefon oder Handyempfang war fast nie möglich. Nachdem uns am zweiten Tag im Hafen bereits die Funkantenne des Katamarans geklaut wurde hatten wir auch keinen Funk mehr. Wir waren also in jedem Belang offline unterwegs. Keine Emails checken, keine Anrufe entgegen nehmen, nicht einmal ein klingelndes Handy, keine Updates schicken.. einfach nichts.

Was an Bord kaput ging oder ausfiel (Radio, Kühlschrank, Aussenbordmotor des Dingis, Navi) war halt erst einmal kaputt und ist es sicher immer noch. Ersatzteile gibt es kaum und wenn, dann fehlt das Werkzeug. Man lebt auf Kuba meist mit dem, was gerade da ist. Wenn es mehr gibt, gibt es mehr, wenn nicht… dann nicht. Und trotzdem habe ich keinen Menschen getroffen, der sich davon das Lachen von den Lippen hat nehmen lassen.

Das Leben ist so wie es ist und das ist erst einmal gut. Was morgen kommt, kommt morgen. Wir waren zu 100% im Jetzt unterwegs. Wenn wir tauchen wollten sind wir tauchen gegangen, wenn wir fischen wollten, haben wir gefischt. Wenn wir reden wollten, haben mir mit jemandem geredet: von Angesicht zu Angesicht.

Das Leben spielt jetzt. IMMER. Wenn ich jetzt nichts genieße, dann genieße ich das Leben nicht. Ich nehme mir vor, mir diesem Vorsatz jeden Augenblicks bewusst zu sein.

In diesem Sinne wünsche ich Euch das bestmögliche Jahr 2014.

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deutsch deutsch deutsch

yolo – you only live once

Aufgewachsen in einem kleinen Ort auf dem Lande bin ich als Kind stets davon ausgegangen, dass Großstädte primär anonym und distanziert/unfreundlich sind. Doch sind es nicht die Städte die freundlich sind oder nicht, sondern immer die Menschen.

Ich wohne im Berliner Multikultistadtteil Kreuzberg, im Wrangelkiez um genau zu sein. Und auch dort gibt es durchaus unfreundliche Menschen. Dabei fällt es mir allerdings immer noch schwer zwischen Berliner Schnauze und wirklicher Unfreundlichkeit zu unterscheiden. Besonders beindruckend finde ich einen jungen türkischen Besitzer eines Kiosks. In diesem Kiosk können auch Pakete abgegeben werden und im Gegensatz zu den meisten Postschaltern, muß man nicht warten.
Nahezu verblüffend ist allerdings die absolute Freundlichkeit, mit der er jeden Kunden begrüßt, behandelt und verabschiedet. Selbst wenn der Laden voll ist, sieht er noch den Kunden in der dritten Reihe, der ein bereits frankiertes Paket in der Hand hat und ruft ihm zu, dieses kurz rüber zu reichen, während er das Paktet des Kunden an der Kasse kurz nach hinten bringt. Während er zurück kommt sagt er noch kurz, wann das Paket abgeholt wird und wann er vorraussichtlich ankommen wird.
Er behandelt jeden einzelnen Kunden, oder in diesem Fall Gast als ob er der Wichtigste sei. Und das Ganze immer freundlich und gut gelaunt. Das führt dazu, dass ich mittlerweile, alles was ich in einem Kiosk einkaufen kann, genau dort kaufe. Dabei ist mir wieder einmal aufgefallen, dass es der einzelne Mensch ist, der den Unterschied macht. Und das jeder einzelne selber entscheiden kann ob er sein Umfeld nett oder unfreundlich behandelt.
Niemand kann mich dazu zwingen schlecht drauf zu sein. Es liegt letztendlich immer bei mir selbst, wie ich mich verhalte. Jeden Augenblick lebe ich nur ein einziges Mal und ich darf über die Qualität des Augenblick entscheiden. Was ein Geschenk.
Oder wie eine Freundin aus Sambia, die zur Zeit zu Besuch es nannte: YOLO, you only live once. Du machst den Unterschied!

In diesem Sinne, wünsche ich Dir und Deinen Lieben sehr entspannende und erfreuliche Feiertage. Und denk daran, egal wie es läuft, Du darfst in jeder Zeit darüber entscheiden wie Du mit der Situation umgehst. Nimm es mit einem Lachen… you only live once

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happiness

SOH #050 – gewohnheiten

Was sind eigentlich Gewohnheiten? Wie trainiert man sich diese an und wie wieder ab? Ich versuche selber ständig mir neue positive Gewohnheiten anzutrainieren und schlechte wieder abzutrainieren. Diesen Sommer habe ich dabei lernen dürfen, wie ich bei der einen oder anderen den Fokus dazu verloren habe und spreche in dieser Sendung über den einen oder anderen Tipp zum Thema: neue und positive Gewohnheiten lernen.
Viel Spaß dabei, Florian

Wenn weniger mehr ist.
Jeden zweiten Mittwoch neu.

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