Posts Tagged: einfachheit

SOH #126 – werde der du sein willst

Mit Niederlagen umgehen… Das Thema der vergangenen Sendung hat einige Emotionen hervorgerufen und wird deshalb heute noch einmal vertieft. Ich unterhalte mich mich Tony über Aktion und Reaktion und darüber, dass es im Rückblick nicht wichtig ist, was dir passiert ist, sondern wie du damit umgehst.
Wer willst du wirklich sein und bringen dich deine Aktionen näher an die Person, die du wirklich sein willst, oder weiter davon entfernt.
Richte deine Handlungen danach aus!
Viel Erfolg… du entscheidest über die Qualität deines Lebens.

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Wenn weniger mehr ist.
Jeden zweiten Mittwoch neu.

SOH #125 – mit niederlagen umgehen, caveman lodge

Tony ist zurück 😉

Ja genau, nicht nur ich litt an einer akuten Prioritätenverschiebung. Auch für Tony sah eines morgens die Welt anders aus und Pläne änderten sich rasant.
Bei mir sah es nicht so drastisch aus und trotzdem gab es eine plötzliche Neuorientierung ohne das ich mir diese ausgesucht hätte. Swieder einmal zeigt es sich mir, dass die enttäuschendsten Niederlagen jene sind, bei denen man in menschliche Abgründe schaut.
Quasi über Nacht habe ich die Caveman Lodge verloren, bzw. wurde mir mein Anteil an ihr entwendet. Momentan kümmern sich Anwälte und Gerichte um eine Schadensbegrenzung, doch das Abenteuer ist vorbei. Auf in ein Neues.
In dieser Folge geht es neben der Erzählung wie es dazu gekommen ist vorwiegend darum, welche Lehren ich daraus ziehe, bzw. man im generellen das Gute, die Chance zum Wachstum hinter jeder Herausforderung sehen kann.
LINKS:
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Dein Ego ist dein Feind: Ryan Holiday: https://amzn.to/2HgPtu8
Das Hindernis ist der Weg, Ryan Holiday: https://amzn.to/2sBgNxw
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SOH #117 – nachhaltigkeit in sansibar

Diese Episode hatte ich bereits in Sansibar aufgezeichnet und reiche ich hiermit nach. Viele Dinge, die auf uns nämlich einfach oder primitiv wirken sind tatsächlich ziemlich ökologisch. Vor allem auch deshalb weil sie sich nicht dazu eignen einmal um die Welt geschickt zu werden, sondern zeitnah und regional konsumiert zu werden.

SOH #116 – das leben in wellen

Ist es nicht immer wieder ein auf und ab im Leben? Das Leben bedeutet Veränderung. Und so, wie sich das Leben immer wieder ändert, sollten es auch deine Gewohnheiten und Routinen. Denn tust du es nicht, stehen deine Routinen dir früher oder später im Wege.

einen ganzen sommer zeitverzerrung

In diesem Sommer habe ich meine ganz eigene Form der Zeitverzögerung erlebt. Rückblickend betrachtet haben die vergangenen 8 Monate ewig gedauert und gleichzeitig habe ich keine Ahnung wie diese so schnell vergehen konnten.

Anfang Mai diesen Jahres, nur einige Tage nachdem Django plötzlich gestorben ist, bin ich von Sansibar nach Kanada gereist um dort am Hypnose Training mit Mike Mandel teilzunehmen. Im Anschluss ging es für mich über Berlin nach Äthiopien, wo wir nahezu 1 Monat blieben.
Nach Äthiopien ging es nochmal für 14 Tage nach Sansibar um die Lodge für die kommende Sommersaison vorzubereiten. Es war gegen Ende der (dieses Mal) sehr heftigen Regenzeit und einiges war kaputt oder umgestürzt und so musste das Eine oder Andere repariert werden. Ende Juni ging es dann in die Schweiz, wo Judy zum 1. Juli ihre neue Stella am Inselspital in Berlin begann.
Seitdem teilen wir uns eine Wohnung in Bern mit einer weiteren Ärztin. Froh über funktionierendes Internet habe ich sofort meinen Kopf in den Computer gesteckt, wollte doch eine vollständig neue Webseite (www.Happylife.Coach) erstellt und mit Inhalt gefüllt werden.
Wenn ich nicht am Computer saß versuchte ich so viel Zeit wie möglich laufend in den Bergen zu verbringen lagen doch noch ein paar harte Ultraläufe vor mir. Jeder einzelne Augenblick in den Bergen war ein Traum und ich sehnte mich schon danach, hoffentlich irgendwann wieder auf dem Berg zu wohnen. Ehe ich mich versah war es schon Ende August und der Sommer neigte sich so langsam dem Ende, als wir von der Möglichkeit erfuhren ein altes Haus auf 1600m zu mieten. Mit grandiosem Blick und viel persönlichem Freiraum haben wir sofort zugeschlagen und seitdem verbringe ich die meiste hier oben und genieße die Inspiration wenn, ja wenn ich nicht gerade extrem viel zu bauen habe.
Ja, wir wussten, dass das Haus (Heidi) über keine öffentliche Infrastruktur verfügt. Wasser, Strom, Abwasser… das aber auch an der Substanz einiges gemacht werden musste war nicht klar. Ich denke dazu schreibe ich in einem anderen Beitrag ausführlicher.

Mitte September ging es dann schon mit der ersten Ausgabe der RIDING experience nach Südfrankreich in die Provence. Wir sind eine Woche auf tollen Pferden durch den wunderschönen Luberon und ich kann es kaum erwarten im kommenden Jahr während der Lavendelblüte wieder dort zu sein.
Zurück in der Schweiz habe ich mich wieder in die Arbeit am haus gestürzt. Der Winter lässt ja nicht auf sich warten und wir wollten es zum Winter fertig haben.
Dann ging es Mitte Oktober auch schon in die Wüste zur 6. Ausgabe der SAHARA experience. Dieses Mal war ein Filmteam von DoubleVision aus Hamburg dabei ich freue mich schon auf das atemberaubende Video von der Reise. Es war wieder einmal schlichtweg magisch in der Wüste.
Am ersten November ging es wieder in die Schweiz und ich stecke die letzten Tage Arbeit in unser Berghaus, das ab Februar über AirBnB zu buchen ist. Es liegt bereits Schnee und ich bin mir ziemlich sicher, alles für unsere Weihnachtsgäste zum zum 28. November fertig zu haben, denn dann geht es bis zum 19. Dezember nach Sansibar um die Lode www.caveman-lodge.com für die absolute Hochsaison über den Jahreswechsel auf Vordermann zu bringen.
Es kommt mir wie ein Augenblick vor seitdem ich die letzten Beiträge hier veröffentlicht habe und gleichzeitig scheint es mir eine Ewigkeit zu sein seitdem ich in Sansibar aufgebrochen bin. Ich nehme das mal als ein positives Zeichen für einen busy Sommer und Freue mich auf einen grossartigen Winter in den Bergen… Nachdem ich von der tropischen Insel zurück bin.

malawi see

Wenn du dir vorstellen möchtest, wie eine Roadtrip durch Tansania aussieht, solltest du dir ein riesiges Land vorstellen, das zu grossen Teilen unbewohnt und fast überall ländlich geprägt ist. 80% der Strassen in Tansania sind nicht geteert und so kann es sein, dass eine „normale“ Überlandstrasse einige 100km bestenfalls aus Schotter bestehen kann.

Sind die Strassen geteert, dann bedeutet das noch lange nicht, dass sie es auch durchgehend sind. Manchmal fehlen Abschnitte, nahezu immer gibt es scheinbar aus dem nichts auftauchend grosse Speedbumps oder einfach andere Hindernisse auf der Strasse. Ausser anderen Autos, LKW’s und natürlich Bussen (Transportmittel Nummer 1 in Afrika) wirst du auch alles erdenklich andere auf den Strassen entdecken. Angefangen bei Fussgängern, Kindern, Ziegen, Kühen, Karren und Hühnern wirst du allerorts Polizeikontrollen und manchmal auch das eine der andere Zebra auf der Strasse entdecken.

Auf einer solchen Teerstrasse sind wir vor einigen Tagen von Daressalam Richtung Südwesten aufgebrochen. Obwohl geteert kamen wir nicht wirklich schnell voran, da unglaublich viele LKW’s auf den Strassen unterwegs waren. Als eine der wenigen geteerten Strassen befanden wir uns auf der Hauptroute von Daressalam, also dem indischen Ozean nach Sambia und Malawi, die beide über keinen eigenen Zugang zum Meer verfügen. Dementsprechend hoch war sowohl das Verkehrsaufkommen als auch die Dichte an Polizeikontrollen. Gleichzeitig wurde die Strasse auf einer Länge von ca 300km erneuert und vorerst einmal die neue Abflüsse unter der Strasse verlegt. Das führte zu einem 1m breiten mit Sand aufgefüllten Loch quer über die Strasse alle 500 bis 1000m. Es dauerte schlichtweg Ewigkeiten um das südliche Hochland zu erreichen und die letzten 40km Dirtroad verdienen sehr wohl die direkte deutsche Übersetzung Dreckstrasse. Doch dann umrundet von bis zu fast 3.000m hohen Bergen, stehen wir an einem See der so seit über 1 Millionen Jahren besteht. Der Malawisee, in Tansania auch Nyassasee genannt, der die grösste Artenvielfalt an Fischen aufweist, über 500km lang ist und fast 1km tief ist.

Atemberaubend diesen gigantischen See das Erste mal zu sehen. Der grosse Sandstrand, und dann das glasklare Süßwasser bis zum Horizont. Hier endet Tansania und der Blick geht Richtung Malawi zur Rechten und Moçambique zur Linken. Der See offenbart die unglaubliche Grösse und Schönheit von scheinbar unberührter Natur. Wenn du 5 Minuten zu Fuss zum nächsten Fluss gehst, kannst du Hippos und eventuell sogar Krokodile im Wasser entdecken. Wenn du über den See blickst, siehst du weder Gebäude, noch Schiffe, noch Strassen oder Autos. Wenn es ruhig wird, hörst du nur das sanfte Plätschern der Wellen, wenn es dunkel wird, wird es dunkel. So einfach kann glücklich sein.

Wie sieht es bei dir aus? Wann bist du das letzte mal der Reizüberflutung entronnen?

zeit zur reflexion

Ich bin jetzt seit über 2 Monaten in Afrika und bin immer noch dabei anzukommen. Wir hatte durchgehend Gäste und gleichzeitig haben wir an 4 weiteren Räumen gebaut um diese für die Weihnachtszeit fertig zu stellen. Ausserdem suchten wir einen Koch, Gärtner und Nachtwächter. Es gab also auf verschiedenen Ebenen sehr viel zu tun. Parallel dazu habe ich an meiner Eventplanung für 2017 gefeilt und ein grosses neues Projekt mit Launch im April 2017 gearbeitet. Nicht zu vergessen die bestehenden Kunden, für die ich an laufenden Aufträgen gearbeitet habe.

Ich habe also viel zu tun und bin in so einer Situation, wenn etwas einmal nicht funktioniert, besonders leicht aus der Bahn zu werfen. So gibt es zum Beispiel mehrfach die Woche für einige Stunden Stromausfall oder geplante Arbeiten werden nicht gemacht und Arbeiten tauchen einfach nicht auf, Dinge sind nicht fertig, das Internet fällt aus oder es beginnt plötzlich in Strömen zu giessen oder es schreit jemand während einer Podcastaufzeichnung. Wir haben kein warm Wasser, eine Fahrt in die nächste Stadt dauert 2 Stunden…

Wenn das Leben also auf Fotos wie das Paradies aussieht, so kann das tagtägliche Leben trotzdem teilweise frustrierend sein.

Das zeigt mir wieder einmal, das es überhaupt nicht an den äusseren Umständen liegt, ob man mit seiner Situation zufrieden ist oder nicht, sondern ausschliesslich an der eigenen Geisteshaltung. Ich könnte also über mein Leben und die Situation schimpfen oder wenn mal gar nichts läuft, mache ich halt meine Meditations- und Sportübungen oder ich gehe eine Runde am Strand spazieren.

Für das Weihnachtswochenende nehme ich mir eine Auszeit bei Freunden in Daressalam, geniesse es, zwei Tage nichts organisieren zu müssen (und schreibe diesen Post).

Früher habe ich mal gedacht, dass ich zufriedener wäre und mir weniger Unangenehmes passieren würde, wenn sich meine Umstände ändern. Heute sehe ich, dass dann halt andere Dinge passieren und ich genau genommen schon immer die Freiheit hatte mein Leben lockerer zu nehmen.

Wenn du also jetzt schon mit deinem Leben zufrieden bist, nutze doch die Feiertage für eine dankbare Reflexion. Falls du mit deinem Leben unzufrieden bist, dann nutze die Feiertage doch ebenfalls für eine Reflexion. Wofür könntest zu jetzt schon glücklich und dankbar in deinem Leben sein. Was ist das, was hätte alles viel schlechter sein können. Starte von einem Standpunkt der Dankbarkeit aus und betrachte in einem positiven Sinne die Dinge, die du obendrein noch zum Besseren verändern kannst.

Ich selber besitze so wenig Dinge wie seit 20 Jahren nicht mehr. Ich lebe so improvisiert wie noch nie und so entspannt wie selten zu vor. Ich freue mich über meine Freunde, über meine Projekte und vor allem darüber, dass du diese Zeilen liest.

Vielen Dank. Florian

Der glückliche Unternehmer Podcast

Bildschirmfoto 2016-06-21 um 11.25.56Zu Gast beim glücklichen Unternehmer Podcast habe ich ein spannendes Gespräch mit Jochen geführt. Falls dich interessiert warum ich tue was ich tue, und bin wer ich bin… dann hör mal rein.

Viel Spaß dabei.

Übrigens tolle Tipps in einem kleinen aber feinen ebook von Jochen der in Folge 37 zu Gast beim „simplicity of happiness Podcast“ war, gibt es hier: http://unternehmer.link/gluecklich

 

 

minimalism documentary

These guys are a great inspiration to me concerning minimalism and focus. Now they made a documentary about what matters most and what doesn’t. Here’s a preview:

wanna play?

Don’t we all have our issues that let us believe there is something we can’t do?

die wüste hat mich voll erwischt

 

Ich liebe diese Geschichte eines Teilnehmers der Sahara Experience des letzen Jahres. Falls Du auch deine Grenzen kennen lernen und deinen Horizont erweitern möchtest, sag mir Bescheid.

Jeder kennt wohl den Ausspruch „schick Ihn in die Wüste“. Woher das wohl kommt?
Als ich meiner Familie und Freunden sagte, dass ich in die Wüste gehe, bekam ich zuhören: „Wie, gehen?“, „Warum sowas Sinnloses?“, „Das ist doch total gefährlich!“. Als ich dann noch erzählte, dass ich wegen der Arbeit in die Wüste gehe, erntete ich nur noch mitleidige Blicke. Für das, was mir MEIN TRIP durch die Wüste gebracht hat, hätte ich zum damaligen Zeitpunkt schon anfangen können zu feiern.
Ich bin nicht als besserer Mensch wiedergekommen, auch nicht mit einem besseren Sitzfleisch, bin auch kein radikaler Moslem geworden. Eigentlich bin ich ich geblieben.
Das mit dem Sitzfleisch lässt sich schnell erklären: Ich habe zweieinhalb  Tage auf einem Dromedar verbracht. Es macht, glaube ich, keinen Unterschied, ob man in einer kleinen Jolle bei Sturm über die Nordsee fährt oder auf so einem Tier völlig entkräftet nach Hause will. Es schaukelt wie Sau.
Ich habe einen Job, in dem ein Projekt nach dem nächsten kommt und die Ruhephasen am Wochenende nicht mehr ausgereicht haben. Ich hing mit dem Kopf noch im letzten Projekt, da musste ich das nächste schon vorbereiten. Nichts Ungewöhnliches heutzutage. Ich mache diesen Job auch schon ein paar Jahre. Habe die Firma gewechselt. Nichts Aufregendes, aber trotzdem hat es sich so verdammt falsch angefühlt. Ich hatte das Gefühl, ich werde nicht glücklich, und mit meinem Chef klappt das auch nicht.
Der Wüstentrip, wenn ich mich nur mal auf dieses Thema beschränke, war für mich die Möglichkeit alle Gedanken, die mir durch den Kopf rauschen, kommen und gehen zulassen. Sie zu Ende zu denken und akzeptieren zu lernen. Das habe ich auch geschafft.
Ich hatte gedacht, ich brauche dafür die vollen fünf Tage und habe keine ZEIT, die anderen Teilnehmer kennenzulernen.
Nach zwei Tagen Denken war ich mit meinen Themen durch- dann hat hat mich allerdings die Hitze so in die Knie gezwungen, daß ich dann zweieinhalb Tage schaukelnd auf dem Dromedar sitzend eine neue Dimension der Wüste kennen lernen durfte. Damit hätte ich nicht gerechnet. Nachteil: Ich war wieder von der Gruppe getrennt.
Man kann sagen, die Wüste hat mich voll erwischt. Nicht nur dass es dort zu heiss für mich ist. Als ich wieder zuhause war, habe ich gemerkt, wie dieser kleine Fleck der Erde mich bereichert und inspiriert hat.
Es gäbe soviel zu erzählen von Vielfalt, Erfahrungen mit der Natur und seinem eigenen Körper, mit Menschen, die einfach aus den Tiefen der Wüste auftauchen und dorthin auch wieder verschwinden, über Gewohnheiten, die wichtig sind, über Kommunikation und …
Das alles wird in einer wunderbaren, persönlichen und professionellen Art von Florian begleitet!

Jan R.

ein erfolgreiches jahr 2016

Der Jahreswechsel ist nur eine willkürlich festgelegte Zahl bzw. eine Änderung der Jahreszahl. Doch manchmal brauchen wir eine Kreuzung oder einen Wegweiser, an dem wir stehen bleiben, zurück schauen und uns über den weiteren Weg klar werden.

Dazu eignet sich eben auch der Jahreswechsel hervorragend. Wie war das letzte Jahr? Was nehmen wir uns für das kommende Jahr vor. Dabei bestimmen wir selber ob der Rückblick positiv oder negativ ausfällt. Egal wieviel Schlimmes uns passiert ist, es hätte noch schlimmer kommen können und egal wieviel Gutes uns widerfahren ist, auch das hätte noch viel besser sein können.

Insofern schaue ich vor allem auf die guten Dinge und freue mich darüber, dass ich sie habe erleben dürfen. Alles was nicht so optimal gelaufen ist, erscheint dann schon in einem wesentlich milderen Blick und hilft mir es einfach als Hinweis für die Zukunft zu sehen. Was könnte ich beim nächsten Mal anders machen. Sich grämen hilft leider nicht.

Für die Zukunft habe ich viele Ideen, was ich so machen könnte. Falls Du Dir auch gerne tausend Sachen auf einmal vornimmst, ist mein Tipp sich auf eine einzige Sache zu konzentrieren, die Du in diesem Jahr erreichen möchtest. Das schärft den Fokus und erhöht die Aussicht auf Erfolg. Meist ändern sich dann auch auf dem Weg zur Umsetzung viele andere Details.

Also Fokus aufs Positive und Konzentration auf ein grosses Ding für 2016. Viel Erfolg dabei und alles Gute zum neuen Jahr.

Im April in die Wüste

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und die Pläne für das kommende Jahr stehen langsam fest. So auch die 2016er Sahara Experience. Bereits das fünfte Mal geht es für mich nach M’Hamid Al Ghizlane, die Oase am Ende der Welt und zum vierten Mal nehme ich Gäste mit.

Ich möchte gerne meine „Reise zu mir selbst“ mit Dir teilen. Denn mehr als tausend Worte sagt eine Reise in die Wüste selbst. Die Größe, die Weite, die Kargheit, die Einfachheit ermöglicht einen unverstellten Blick auf sich selbst.
Wenn einen nichts mehr ablenken kann, dann gibt es die Möglichkeit in sich selbst hinein zu hören. Bereits die Vorbereitungszeit schärft den Fokus auf das Wesentliche im Leben. Wir werden um die 20km pro Tag zu Fuß unterwegs sein. Die Kamele, die uns begleiten, tragen unsere Vorräte und dienen als Transportmöglichkeit für den, den die Kräfte verlassen. Insofern empfehle ich nur mitzunehmen was Du wirklich benötigst.
Wir werden wieder rund um Neumond unterwegs sein. Das heisst, ein afrikanischer Sternenhimmel in pechschwarzer Nacht wird uns erwarten.

Los geht es in Berlin am 05.04.2015 bis zum 12.04.2015.
Der Preis liegt bei 999,- inkl. Flug ab Berlin.
Weiter Informationen findest Du hier!

Die besinnliche Jahreszeit und die Wünsche fürs neue Jahr stehen bevor. Eine Reise in die Wüste kann Dir helfen fokussiert zu bleiben und sie umzusetzen.

Falls Du dabei sein möchtest, melde Dich bei mir:

am ende der welt – in ibo

Letzte Woche habe ich Jörg getroffen. Er mir eine schöne Geschichte zum Thema: Wann hast Du das letzte Mal etwas zum ersten Mal getan erzählt hat. Eine Geschichte über sich selbst. Mehr als 10 Jahre zuvor hatte er seinen Job in Deutschland an der Nagel gehängt und sich auf sein Fahrrad gesetzt und ist fortan Richtung Süden gefahren. Ich habe ihn im südlichen Ostafrika auf einer kleinen Inseln in einem verfallenen und fast vergessenen portugiesischen Städtchen, welche viele als geheime Perle im indischen Ozean bezeichnen, getroffen.

Wie bitte? Wo? Weshalb? Wie Du eventuell bereits in vorangegangenen Beiträgen gelesen hast, reise ich zur Zeit wieder ein wenig. Während der Wahlen in Tansania und somit auch Sansibar haben wir uns ins südlich gelegenen Moçambique, ein Land der gut versteckten und bezaubernden Mysterien begeben. Währenddessen verliefen die Wahlen nicht wirklich reibungslos, wurden annulliert und im Januar wiederholt, aber darüber schreib ich ein anderes mal.
Aus Europa kommend wirkt ja Marokko bereits wie aus einer Zeit. Der Unterschied zu Tansania ist allerdings noch einmal genauso gross. Und nun Mocambique. Obwohl ein Nachbarland Tansanias wirkt es teilweise wie aus einer anderen Welt. Das Armutsgefälle nimmt sogar noch einmal zu. Das meist kein Englisch und auch häufig kein Kisuaheli gesprochen wurde und mein Portugiesisch nicht vorhanden ist, ließen den Unterschied sogar noch größer wirken.
Als Land musste Moçambique ja nicht nur gegen eine, sich erst sehr spät zurück ziehende, Kolonialmacht kämpfen, sondern im Anschluss an die Unabhängigkeit auch noch gegen eine von Apartheidgedanken beförderte Einmischung Rhodesiens und Südafrikas. Dies führte zu einem Jahrzehnte andauernden Bürgerkrieg, der eigentlich als Stellvertreterkrieges gesehen werden müsste. Seit dem Ende dieses Krieges 1994 musste das gesamte Land sozusagen aus den Trümmern des Krieges wieder neu aufgebaut werden. Und das zieht sich nach wie vor.
Nachdem wir nach Pemba, im Norden Moçambiques geflogen sind und uns wunderten wie wenig sich in 4 Jahren verändern kann bzw. sogar vieles weiter verfällt, nahmen wir den lokalen Bus Richtung Quirimba Nationalpark im Norden. Da man sich hier eher an Südafrika als am Sonnenstand orientiert, geht bereits kurz nach 4 die Sonne auf, dafür ist es um 5 Uhr nachmittags bereits wieder dunkel. Unser Bus fuhr also 4:30 Uhr los. Das heisst er fährt erst einmal eine Stunde durch die Stadt, um eventuell noch alle Sitzplätze zu füllen und dann irgendwann los. Da man vorher nicht weiss wie lange der Bus noch durch die Stadt tingelt, ist es wirklich besser bereits um 4:30 Uhr da zu sein, um den Bus zu erwischen.
Für die nächsten 5 Stunden ging es zur Hälfte über Teerstrassen, zur Hälfte über Sandpisten ca. 120km in den Norden. Nur wenige Siedlungen mit vereinzelten Häusern lagen am Wegesrand. Der Rest bestand aus trockenstem Busch dem man das nahende Ende der Regenzeit ansah.
Als wir schließlich den kleinen Ort, an dem wir eine Fähre bekommen wollten erriechten, gab es natürlich kein Wasser: Ebbe. Demzufolge auch keine Fähre und auch diese stellte sich nach einigen Stunden warten lediglich als traditionelle arabische Dau heraus in die einfach mit so vielen Menschen, Gepäck und einem Motorrad bepackt wurde, bis uns nur noch Zentimeter zur Wasseroberfläche trennten. Nun ja, ich kann ja schwimmen… und auf ging es durch die Mangroven hin zur verfallenen ehemaligen Hauptstadt der Nordprovinz, damals bedeutenden Handelsstadt, dem Zentrum der Quirimbas: Ibo.
Seitdem der Hafen von Ibo endgültig nicht mehr genug Tiefgang für die einlaufenden Schiffe hatte und somit nach Pemba verlegt wurde geriet die Stadt immer weiter in Vergessenheit und der portugiesische Charme bekam erst Patina und zerlegte sich dann zusehends in Sand und Schutt. Eine Stadt der Ruinen, die Hauptstrasse aus Sand, verlassene Bürgersteige und umrankte verfallende Häuser. Ein malerisches. Überbleipsel einer vergangenen Zeit.
Vereinzelt haben in den letzten Jahren einige Häuser einen neuen Eigentümer gefunden und wurden liebevoll restauriert.

Hier habe ich Jörg getroffen.

Nachdem er nämlich vor über 10 Jahren mit einem Freund auf ihre Fahrräder Richtung Süden gestiegen ist, sind über den Balkan, die Türkei, Ägypten, Sudan, Äthiopien, Kenia, Tansania bis nach Moçambique gestrampelt. Später noch bis nach Südafrika. Zwei Jahre warenunterwegs mit vielen Zwischenstopps an Plätzen, die ich nicht mal auf der Landkarte finden würde unterwegs.
So kamen sie mit ihren Rädern irgendwann und irgendwie (wahrcheinlich mit derselben alten Dau) nach Ibo und trafen im Schatten einer absoluten Sonnerfinsternis die Entscheidung, dass sie hierher wohl wieder zurückkehren müssten. Das taten sie auch. Zwei Jahre später, nach Zeit in Maputo und Südafrika und Beendigung ihrer 12.000km Fahrradtour.
Sie kauften sich darauf hin eines der verfallensten Häuser, welches allerdings die schönsten und größten Bäume der Insel auf dem Grundstück hatte. Zwei massive alte Mangobäume stehen vor dem Eingang und sie nannten es Miti Miwiri (zwei Bäume). Nach weitere zwei Jahren der Restauration und des Aufbaus haben sie sich einen der schönsten Plätze auf Ibo und ein exzellentes Boutique Hotelgeschaffen.
Schöne Fotos Miti Miwiri und Ibo gibt es auf übrigens auf deren Facebook Profil.

All das konnte nur passieren, weil da jemand in Heilbronn auf sein Fahrrad steigt und sich nicht mehr um Konventionen und Erwartungen anderer schert sondern beschließt seinem Herzen zu folgen. Die beiden sind ihrer Passion gefolgt und sind der Welt offen und neugierig entgegen getreten und sie haben, ohne einen Plan dahinter zu kennen, die Möglichkeiten genutzt, die sich ihnen gegeben haben.
Vor einen paar Jahren noch haben Freunde und Familie die beiden für verrückt gehalten, heute machen sie bei Ihnen Urlaub.
Natürlich hatten sie ihre harten Zeiten und es war und ist nicht alles einfach aber die beiden leben ihren Traum! Jeden Tag aufs Neue.

Kennst Du diese innere Stimme? Hör doch mal auf sie?

schaffe dir routinen

Ich habe Anfang diesen Jahres schon einmal einen Beitrag über das Lernen neuer Routinen geschrieben. Damals ging es um meine Versuche, in Stone Town meinen Weg nach Hause zu finden. Obwohl ich versuchte jedes Mal den selben Weg zu wählen, habe ich mich immer wieder, sobald ich mich nicht konzentriert habe, an der einen oder anderen Stelle verlaufen. Jetzt war ich wieder in Stone Town:

Nachdem ich die Fähre verlassen habe, bin ich erstmal zu meinem Lieblingscafé gelaufen. Das Stone Town Café ist eines der wenigen Orte, an dem man auf Sansibar guten Kaffee bekommt. Danach machte ich mich weiter auf den Weg zum Dalladalla Sammelplatz um weiter Richtung Kizimkazi in Südsansibar zu kommen. Dies war zufälligerweise genau derselbe Weg wie mein Heimweg Anfang des Jahres. Rate mal… ich hab mich nicht verlaufen. Mich haben zwar immer wieder Menschen angesprochen um mir „Was-auch-immer“ zu verkaufen, ich habe mich gut gelaunt auf Gespräche eingelassen und mich plötzlich an einem Ort wiedergefunden habe, ohne zu wissen, wie ich dort hingekommen bin. Das machte mir allerdings nichts, ich hatte mich hier schon so oft verlaufen, dass ich einfach weitergelaufen bin. Siehe da, ich war genau richtig.
Schon komisch, dass ich mich nicht verlief, obwohl ich garnicht wusste wo ich war. Irgendwie ist in meinem Unterbewusstsein wohl der Weg nach Hause abgespeichert. Ich bin sozusagen mit Autopilot gelaufen.
In diesem Jahr habe ich schon einiges über Routinen und Gewohnheiten (habits) gelesen und auch geschrieben. Trotzdem hat es mich umgehauen, zu sehen wie stabil solche Routinen sein können. Ich hatte ja die Routine nicht verlernt sondern einfach eine Weile nicht mehr abgerufen. Es war alles noch da und ich musste wirklich lachen, dass es mir jetzt so leicht fiel.
Es war auf der einen Seite auch schon erschreckend zu sehen, wie stark uns Routinen und Gewohnheiten beeinflussen und lenken können, das heisst ja leider auch die negativen.
Auf der anderen Seite war es auch toll zu wissen, dass ich neue Routinen lernen kann und die so fest sind, dass ich damit auch Negative in Positive verändern kann.

Allerdings braucht es eine Weile an täglicher Wiederholung, die immer auf dieselben Auslöser folgt um einen Prozess zu automatisieren. Wissenschaftler glauben, dass es von einer Woche bis hin zu einigen Monaten dauern kann um eine neue Routine zu schaffen. Bei mir hat es ca. 10 Tage gedauert um ohne höchste Konzentration den Weg nach Hause zu finden. Allerdings musste ich dabei auch kein bestehendes Verhalten überschreiben, sondern ausschliesslich ein Neues lernen.

Wenn Du auch ein automatisiertes Verhalten oder Gewohnheit hast, welches Du gerne verändern möchtest, mach Dir einen guten Plan wie Du die ungewünschte Routine ersetzt. Du kannst ja leider nicht einfach aufhören, sondern Du musst aktiv etwas Neues suchen, was Du nach einem auftretenden Trigger machst. Denn eine Routine wird immer von etwas ausgelöst/getriggert:
1. Finde den Trigger, damit Du weisst, was Dein Verhalten auslöst.
2. Wie würdest Du Dich statt der bisherigen Routine lieber verhalten? Überlege Dir ein gewünschtes Verhalten.
3. Stell sicher, dass Dein neues Verhalten wirklich erwünscht ist. Frage Dich ob das neue Verhalten Dich zukünftig glücklich und stolz macht? Wenn ohne Einschränkungen ja, dann super. Wenn auch nur die kleinste Unsicherheit vorliegt, denke nochmal drüber nach.
4. Versuche Dich in eine Situation zu bringen in der Dein Trigger auftritt und zwinge Dich dann zum neuen Verhalten. Übe das ein paar Mal um in einer nicht geplanten Situation trotzdem direkt zu wissen, was Du tun willst.
5. Falls Du einmal in dein altes Verhaltensmuster zurückfällst, mach Dir klar, dass Du gerade mit deinem Plan gescheitert bis (was nicht schlimm ist) und beginne nochmal mit Punkt 3.
6. Arbeite mindestens einige Wochen aktiv an Deiner neuen Routine.
7. Machs täglich!

Na dann viel Erfolg und vor allem Spass mit der getunten Version Deiner selbst.

secrets of happiness

Everybody is a bit weird!

natürlich bauen

Ist es vorwärts oder  rückwärts gewandt, wenn Häuser wieder mit Jahrtausende alten Techniken gebaut werden?

minimalismus extrem

urteile nicht

“Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.“ Alexander von Humboldt (1769-1859)

Heute setze ich ein Zitat an den Anfang meines Artikels. Ich hätte es nicht besser in Worte fassen können und dieser Ausspruch hat mir einige Situationen der letzten Zeit noch einmal vor Augen geführt. Ich erinnere mich zum Beispiel an die Situationen, in denen mich Menschen, meist entfernte Bekannte oder Freunde von Freunden persönlich dafür angriffen haben, unverantwortlich zu handeln, weil ich mich entschieden hatte eine lange Wanderung allein durch die Sahara zu unternehmen.
Interessanterweise haben sich insbesondere solche Menschen kritisch geäussert, die vorher noch nie selbst in der Wüste oder in Marokko, alleine und/oder zu Fuß in der arabischen Welt, in Afrika oder ausserhalb von Hotelkomfort gereist sind. Also kurz um: Es haben sich genau die aufgeregt, geschimpft, gezetert und gewarnt, die keine Ahnung hatten. So hat es sich auf meiner Reise herausgestellt, dass genau die Dinge, vor denen ich am meisten gewarnt wurde, nie eingetroffen sind. Anstelle von Kidnappern habe ich Freunde fürs Leben getroffen.

Im vergangenen Jahr bin ich gemeinsam mit meiner Freundin acht Monate lang nonstop mit unserem Uraltwohnmobil EMMA gereist. Auch wir wurden vor der Reise gewarnt, vor Dingen, die uns womöglich passieren werden. Gewarnt haben wieder genau die Menschen, die selber noch nie mit dem Wohnmobil gereist sind, die nie in die entsprechenden Länder waren und diejenigen, die keine Ahnung von alten Autos hatten.
Ja, es gab hin und wieder Probleme auf der Reise und ich hatte oft vorher nicht die Ahnung, die ich nachher hatte – die Probleme ließen sich alle mit Geduld lösen.
Wir haben übrigens niemanden getroffen, der tatsächlich jemanden persönlich kannte, dessen Wohnmobil nachts mit KO Gas eingesprüht wurde, um dieses dann in Ruhe auszurauben.

Privat habe ich schon das eine oder andere Mal Entscheidungen treffen müssen, deren genauen Gründe und auch dessen Umfang nur ich alleine kannte. Prompt wurde ich von Menschen an den Pranger gestellt, die nicht alle Details kannten.
All dies hat mich vorsichtiger werden lassen, wenn ich mir gegenüber Anderen ein Urteil bilde. Ich versuche zu allererst einmal anderen Menschen zuzugestehen, dass sie ebenfalls erwachsene, verantwortungsbewusste Menschen sind, die die ihnen bestmöglichen Entscheidungen treffen. Insbesondere Dingen von denen ich nichts verstehe, sondern höchstens vom Hörensagen, versuche ich offen gegenüber zu stehen.

Kennst Du auch Situationen in denen andere Menschen Entscheidungen treffen, die dich eigentlich nicht direkt betreffen und Du trotzdem den Drang spürst, Dich dort einzumischen?
Ich kenne sie und versuche mich dann im Stillen daran zu erinnern: don’t judge! Urteile nicht über andere, Florian!

zeugs statistik

Einer der inspirierendsten Blogger zu den Themen simplicity und minimalism ist seit einigen Jahren Joshua Becker aus Arizona. Ich lese seine Beiträge regelmässig und finde einen seiner letzten Beiträge so faszinierend, da er Statistiken für die USA veröffentlicht hat. Da wir uns auch in Europa in eine ganz ähnliche Richtung bewegen, finde ich es passend Joshuas Aufzählung fast unverändert zu übernehmen. Mir ist zu jedem der folgenden Punkte ein Beispiel aus meinem Umfeld eingefallen… Das Original wurde hier veröffentlicht.

  1. There are 300,000 items in the average American home (LA Times).
  2. The average size of the American home has nearly tripled in size over the past 50 years (NPR).
  3. And still, 1 out of every 10 Americans rent offsite storage—the fastest growing segment of the commercial real estate industry over the past four decades. (New York Times Magazine).
  4. British research found that the average 10-year-old owns 238 toys but plays with just 12 daily (The Telegraph).
  5. 3.1% of the world’s children live in America, but they own 40% of the toys consumed globally (UCLA).
  6. The average American family spends $1,700 on clothes annually (Forbes).
  7. While the average American throws away 65 pounds of clothing per year (Huffington Post).
  8. American homes have more television sets than people. And those television sets are turned on for more than a third of the day—eight hours, 14 minutes (USA Today).
  9. Some reports indicate we consume twice as many material goods today as we did 50 years ago (The Story of Stuff).
  10. Currently, the 12 percent of the world’s population that lives in North America and Western Europe account for 60 percent of private consumption spending, while the one-third living in South Asia and sub-Saharan Africa accounts for only 3.2 percent (Worldwatch Institute).
  11. Americans spend more on shoes, jewelry, and watches ($100 billion) than on higher education (Psychology Today).
  12. Shopping malls outnumber high schools. And 93% of teenage girls rank shopping as their favorite pastime (Affluenza).
  13. Women will spend more than eight years of their lives shopping (The Daily Mail).
  14. Over the course of our lifetime, we will spend a total of 3,680 hours or 153 days searching for misplaced items.The research found we lose up to nine items every day—or 198,743 in a lifetime. Phones, keys, sunglasses, and paperwork top the list (The Daily Mail).
  15. Americans spend $1.2 trillion annually on nonessential goods—in other words, items they do not need (The Wall Street Journal).

Das ich selbst in den vergangenen Jahren so viel Zeug besessen habe ist das Eine. Das ich das meiste Zeugs nicht WIRKLICH gebraucht habe, ist das Andere. Wie sieht es bei Dir aus?

SSH prinzip

Ich liebe es Dinge zu besitzen. Früher habe ich immer alles besitzen wollen was mich in irgend einer Weise interessiert hat. Ich habe immer noch die Tendenz dazu. Häufig realisiere ich allerdings mittlerweile, dass es mir genau genommen gar nicht darum geht, so viele Sachen zu besitzen, sondern vor allem darum, viele Dinge nutzen zu können.

Öfter und öfter stelle ich mir deshalb, bevor ich etwas kaufe folgende Frage: Gibt es für mich auch eine andere Möglichkeit diese Dinge zu nutzen, ohne sie gleichzeitig auch besitzen zu müssen? Manchmal finde ich eine Möglichkeit mir die Sachen eine Weile zu leihen und auszuprobieren. Häufig reicht mir das auch schon und mein Interesse widmet sich wieder einem anderen Feld. Manchmal ist es auch super mir etwas mit jemand anderem zu teilen. Manchmal kaufe ich gebrauchte Gegenstände, denn auch die Neuen sind gebraucht in dem Moment, in dem Moment in dem ich sie auspacke.
Ich kaufe ab und an auch Dinge, bei denen ich von vorne herein weiss, dass ich sie weitergeben werden und/oder verkaufe sie nach einer Weile weiter. Am besten ist diese Variante natürlich wenn ich mir Gebrauchtes zulege, das eine Weile nutze und dann weitergebe. Das ist fast wie teilen.

Teilen ist das neue besitzen!

Aber, aber, aber… manchmal gibt es diese Dinge, die möchte ich unbedingt haben. Ich bin mir sicher sie auch häufig benutzen zu wollen.
Dann versuche ich mich ich mich an das SSH Prinzip zu halten.

SSH: schön – sinnvoll – haltbar

Ich liebe ästhetisch schöne Dinge. Ich umgebe mich gerne mit schönen Dingen. Wenn schon kostbare Ressourcen verbraucht, Menschen Zeit und Mühe aufwenden um etwas herzustellen, ich Geld dafür ausgebe und es häufig bei mir habe, dann darf es auch gerne etwas Schönes sein.

Ich möchte ausserdem keinen Ballast mit mir durchs Leben tragen. Sachen, die ich besitze müssen für mich sinnvoll sein. Es gibt sicherlich unglaublich schöne Dinge auf dieser Welt die für mich nicht sinnvoll sind. Wenn ich nicht sehe welchen Sinn diese schönen Dinge für mich haben… dann sind sie schlichtweg für jemand anders gemeint.

Dinge sollten haltbar sein. Dinge die hergestellt werden, damit sie möglichst schnell kaputt gehen, empfinde ich als eine Beleidigung für investiere Arbeit und Ressourcen. Ich möchte mich nicht mir Müll umgeben.

Also. Wenn schon, dann SSH!

dankbar für den moment

Die letzte Woche habe ich mit Teilnehmern der dritten sahara experience in der Wüste verbracht. Meine Intention bei diesen Reisen ist, meinen Teilnehmern zu zeigen, wie anders das Leben sein kann. Ich vergesse selbst manchmal, dass ich genau genommen, alles was ich im Leben mache, aus freien Stücken und auf meinen eigenen Wunsch hin tue. Jedes mal, wenn ich eine Entscheidung treffe, könnte ich auch eine andere Entscheidung treffen, oder es komplett bleiben lassen. Ich müsste halt nur mit den jeweiligen Konsequenzen leben.

Ich denke dabei an die ganzen kleinen Momente, die wir uns anders wünschten und uns aus ganzem Herzen darüber beklagen, wie schwer wir es doch haben. Ich versuche mich immer wieder daran zu erinnern, wie schwierig auch immer die Situation nun sein mag, dass es mein freier Wille ist, wie ich mich nun in der jeweiligen Situation verhalte. Denn wie ich in die Situation hinein gekommen bin, kann ich für dieses Mal nicht mehr beeinflussen. Wir können allerdings in jeder Situation entscheiden wie es weiter geht.
Ich vergesse dabei immer wieder, um welche Lappalien es sich dabei eigentlich handelt. Alles was uns wirklich bedrohen kann, haben wir in unserer Welt ja sehr gut im Griff (denken wir). Wir können uns gerade so noch einen Stromausfall vorstellen und wenn drei Feiertage ohne geöffnete Geschäfte bevorstehen, neigen wir zu Hamsterkäufen. Das Schlimmste, was mir persönlich in meinem Alltag zustößt, ist eine zusammenbrechende Wifi-Verbindung. Selten denke ich an andere Menschen, die ausserhalb unserer Komfortzone leben und wie diese in ihrem täglichen Leben den Naturgewalten ausgeliefert sind.
Nachdem wir letzte Woche in M’Hamid angekommen sind, schien dort noch die Sonne. Allerdings nur, um uns kurz willkommen zu heissen und dann sofort dem aufziehenden Sandsturm zu weichen. Ich habe mir das Spektakel, im festen Glauben, dass es ein paar Stunden dauern wird, interessiert angeschaut und gefreut, dass es heute passiert und nicht morgen. Und siehe da zum Abend hin schwächte sich der Sturm ab. Womit ich nicht gerechnet hatte, aber zur Realität wurde, war, dass der Sandsturm jeden Tag aufs neue aufzog und unser ständiger Begleiter wurde. Es gab von nun an nur einen entscheidenden Unterschied. Wir liefen jetzt mitten hindurch und zwar immer in die Richtung aus der der Wind (und sämtlicher Sand) uns entgegen bließ. Nach und nach bekam ich ein Gefühl, dass sich nur sehr selten bei mir einstellt: ich fühlte mich hilflos. Ich habe es gehasst, Sand in den Augen zu haben, Sand in der Nase zu haben, Sand in meiner Lunge zu haben. Ich hätte mich so gerne versteckt. Eine Pause machen half auch nicht wirklich. Der Sand war ja eh überall. Essen zuzubereiten oder es zu essen ähnelte sehr einem Spiel im Sandkasten. Nachts ließ der Wind nach, nur um dann mit plötzlichen heftigen Böen eimerweise Sand in meinen Schlafsack zu befördern. Ich wachte morgens auf und kaute auf Sand. Es half alles nichts ausser schlichtweg stoisch zu werden. Einfach weitermachen und darauf hoffen, dass es irgendwann nachlässt. Am Abend des dritten Tages war es so weit. Der Himmel lichtete sich und wir hatten unsere erste sternenklare Nacht.
Schließlich hatten wir eine unglaubliche Reise und freuten uns umso mehr über entspannte klare Nächte und Musik am Feuer. Wir wussten ja jetzt, dass dies nicht selbstverständlich ist.
Und in etwa so ist es wohl auch mit allen Dingen. Es scheint nicht immer und überall die Sonne im Leben. Manchmal tauchen Schwierigkeiten auf und wir müssen harte Zeiten überstehen. Es hilft nicht, wenn wir uns vor diesen verstecken. Der einzige Ausweg ist sich den Problemen zu stellen und sich  irgendwie hindurch zu kämpfen. Wenn diese dann erst einmal hinter uns liegen ist es umso schöner, die Zeit zu genießen in der alles glatt läuft. Dann hast Du es Dir verdient und das fühlt sich toll an.
Wenn Du es schaffst, Dir diese beiden Sachen stets vor Augen zu führen, hast Du bereits einen großen Schritt zum glücklichen Leben geschafft.
Ich hoffe, dass ich mich, immer wenn es für mich gut läuft, daran erinnere, dass dies nicht selbstverständlich ist und ich es schaffe, immer dankbar für den Moment zu sein.
Jetzt sitze ich noch eine Woche in meinem „officeless office“ in Taghazout am Meer. Kein Sandsturm mehr, durch den ich laufen muss. Einfach nur viel Zeit zum Entspannen, Sport treiben, Organisieren, Planen und vor allem Schreiben.
Schön, dass ich hier bin.

bediene dich an meinen worten

Inspiriert durch einen der bekanntesten und erfolgreichsten Blogger zum Thema simplicity, Leo Babauta habe ich mich dazu entschlossen auf sämtliches Copyright zu verzichten. Was auch immer ich schreibe, schreibe ich doch damit es gelesen wird: All die Worte, die ich nutze gehören eh nicht mir. Alles was ich sage und schreibe, habe ich schon einmal irgendwo anders gehört. Es sind auch Deine Worte. Alles was ich tue ist sie in einem neuen Zusammenhang zu benutzen. Also, mach das gleiche mit meinen…

Ich verzichte hiermit auf sämtliches Copyright
Du brauchst mich nicht zu kontaktieren, wenn Du Dich bei meinen Artikeln bedienen möchtest. Benutze sie so wie Du es Dir wünschst. Email sie, teile sie, drucke sie, veröffentliche sie mit oder ohne Nennung meiner Person. Ändere den Text, wenn Du magst und veröffentliche ihn dann. Das passt schon.
Nennung und Entlohnung
Obwohl Du es ausdrücklich nicht tun musst, freue ich mich natürlich über eine Kennzeichnung als Zitat, idealerweise mit einer Verlinkung auf meinen Blog. Wenn Du gerne kostenpflichtige Artikel oder Onlinekurse verbreiten möchtest, freue ich mich über eine Bezahlung. If bevorzuge es für meine Arbeit bezahlt zu werden, wenn Du es aber mit Freunden teilen möchtest hast Du uneingeschränkt das Recht dazu.
Weshalb verzichte ich überhaupt auf das Copyright
Ich bin sowieso kein Freund von Überregulierung. Die Art und Weise wie heutzutage Copyrights von Großunternehmen durchgesetzt werden finde ich erschreckend. Das ein Buch oder eine CD nicht verliehen werden kann und trotzdem dasselbe kostet verstehe ich nicht. Copyright dient doch zurzeit nur der Gewinnmaximierung und selten dem Schutz des Künstlers. Ich glaube sogar, dass sich einige Künstler gar nicht so durchsetzen können wie das ohne Copyright der Fall wäre.
Den Künstlern deren Kunst am verlockendsten zu kopieren war, haben Kopien eher zu noch mehr Ruhm verholfen. Weder Da Vinci, noch Goethe haben Copyrightklagen geführt.
Da ich weder Leonardo noch Wolfgang heiße, weiss ich noch nicht ob mir ein fehlendes Copyright helfen oder schaden wird. Ich hoffe, dass es mir eher nützt wenn jemand meine Worte verbreitet.
Falls jemand meine Artikel verwendet und diese verbessert ist das doch vom Prinzip eine tolle Sache.
Ich glaube das dadurch die Gesellschaft allgemein eher profitiert. Brauchen wir nicht alle unsere Inspiration.
Und selbstverständlich ist auch das kein neues Konzept (siehe Leo Babauta). Ich habe es mir auch nur geliehen. Und genau darum geht es hierbei doch.

Ja, ich habe auch das folgende Argument schon gehört:
Aber… aber… dann stiehlt jemand Dein geistiges Eigentum!
Und ich kann darauf nur antworten:
Du kannst nicht stehlen, was Dir jemand schenkt. Ich nenne dies TEILEN nicht PIRATERIE.

Inspiriert von: Zen Habits von Leo Babauta, Free Culture von Lawrence Lessing und GNU von Richard Stallman

richtig oder falsch?

Nach meinem letzten Beitrag habe ich von einem (nun ehemaligen Leser) meines Newsletter eine Email erhalten. In dieser schrieb er mir, dass es ihm zwar leid tue, aber ich mich mit meinen Ansichten grundsätzlich auf dem falschen Weg befinden würde. Was zähle sei „das Wesentliche“ im Leben und die Frage, was dieses  im Leben sei, solle ich mir stellen. Was ich mich allerdings frage ist vielmehr: Gibt es den einen Weg für das richtige Leben?

Falls Du Dich über diese Aussage wunderst, da es doch so scheint als ob ich den einen Weg zum Glück predige… Das tue ich nicht. Ich schlage nur mögliche Wege vor. Ich habe selbst schon viel probiert und möchte meine Erfahrungen teilen. Ich habe durch Andere von deren Erfahrungen, Ansichten und Philosophien erfahren und mich bei einigen Geschichten wiedererkannt. Schwierigkeiten, die sie zu meistern hatten, kannte ich aus meinem eigenen Leben. Ich habe Dies und Das ausprobiert, Einiges verworfen und Anderes als hilfreich beibehalten und so meine eigene Philosophie erweitert.
Momentan kann ich von mir behaupten: Ich war noch nie so sehr im Einklang mit selbst wie jetzt.
Trotzdem ist mir bewusst, dass noch ein weiter Weg vor mir liegt.
Es ist bemerkenswert, dass ich von vielen Theorien und Einstellungen schon viel früher, als Jugendlicher gehört hatte. Damals hatte ich mich schon einmal brennend dafür interessiert, was im Leben eigentlich Bedeutung hat. Damals habe ich es zwar hören aber nicht umsetzen wollen. Ich glaubte, dass die Welt doch mittlerweile so viel mehr zu bieten hatte. Ich selbst war mir nicht genug. Wenn ich irgendwann einmal den Punkt erreicht habe, so dachte ich damals, an dem ich alles in der Welt haben kann, dann bin ich frei und dann schließe ich auch Frieden mit mir selbst.
Und während ich älter wurde, tauchten immer mehr (materielle) Dinge in meinem Leben auf. Ich wollte sie alle.

Heute habe ich verstanden, dass es nicht reicht, etwas nur zu hören. Man muss es selber für sich erkennen.

Eines Tages war ich richtig frustriert. Mehr Sachen bedeuteten einfach nicht mehr Glück. Da wollte ich mich auf das Essentielle konzentrieren, aber konnte mich nicht entscheiden. Es schien so viele Möglichkeiten zu geben. Mein Leben bestand aus purer Ablenkung.

Sich auf das Wesentliche im Leben zu konzentrieren steht nicht im Widerspruch dazu ‚simplicity‘ zu leben und sein Leben zu entrümpeln.

Je mehr Dinge ich aufgegeben habe umso mehr gab es in meinem Leben Platz für:

  • positive Emotionen
  • Passionen
  • Verantwortung
  • Neugierde
  • Verständnis
  • Liebe

Wir sind Menschen und keine Maschinen. Wir sind zwar in der Lage zu arbeiten, zu liefern, zu managen aber am Ende des Tages haben wir alle eine Seele und Gefühle. Wenn wir uns zu sehr darauf konzentrieren zu machen, zu produzieren und zu funktionieren entfernen wir uns immer weiter von unseren ureigensten Fähigkeiten und der ‚menschlichen’ Interaktion mit anderen Menschen… letztendlich leiden wir darunter.
Nachdem ich meinen Krempel deutlich reduziert habe und angefangen habe viel zu reisen, ist mir erst richtig bewusst geworden, wie sehr alles auf dieser Welt zusammen hängt. Es hat mir vor Augen geführt, wie endlich all unsere Resourcen sind und wir nicht unendlich mehr verbrauchen können, als währenddessen neu entstehen. Ich habe verstanden, dass alles, was wir konsumieren zum Einen von nachfolgenden Generationen geborgt ist und zum Anderen geteilt ist. Ich habe den Wunsch: more spirit, less stuff!

Um das Ganze auf den Punkt zu bringen. Es geht nicht um den einen richtigen Weg. Ich will Wege zum Aufräumen, sowohl materiell als auch im geistig aufzeigen und hoffentlich soweit inspirieren, dass wieder ein Blick auf das Wesentliche möglich ist.

anders als erwartet

Manchmal mache ich Pläne und alles kommt anders als geplant.

Gestern habe ich Deutschland verlassen um heute in der Wüste anzukommen. Tja, da habe ich meine Rechnung ohne den Regen gemacht. Alle Routen Richtung Süden sind überflutet und gesperrt. Es fahren keine Busse. Am Flughafen habe ich zwei Deutsche getroffen und Ihnen den Weg zum Hotel über überschwemmte Straßen und eingestürzte Brücken gezeigt um dann im Surferdorf Tagazhout auszusteigen. Jetzt wohne ich gratis in einem Hostel von jemandem, dem ich bei seiner Website helfe. Ich werde weiter in die Wüste reisen, wenn das Wetter sich bessert… Meine Lektion des Tages: take it easy und es wird schon werden.

 

how you put giraffe in fridge in 3 steps

Ich bin wieder einmal auf dem Weg in die Wüste. Nachdem es schon wieder geregnet und kaum ein Einheimischer kann erinnern, wann es das letzte mal solch heftige Regenfälle gegeben hat. Es scheint, als werde ich dieses Mal nicht nur die blühende Wüste sehen, sondern auch eine Runde schwimmen können. Ich bin so gespannt was mich erwartet.

Zu Fuß durch die Sahara ist ja jedes mal eine Form der Meditation und Rückbesinnung auf das Wesentliche für mich.
Während ich laufe gibt es keine Ablenkung.
Wenn ich aufwache kann ich weder in die Küche noch zum Bäcker gehen. Und wenn ich einen Kaffee oder Tee möchte muß ich wohl erst einmal Feuer machen.
Die Landschaft verändert sich nur so langsam wie ich mich bewege. Das wird auch die meiste Zeit die schnellst Bewegung sein, die mein Auge wahrnimmt. Es sei denn ich versuche wieder einen wilden Esel zu fangen, was mir natürlich nicht gelungen ist. Ich sag es Dir, die sind so viel schneller als erwartet.
Abends bleibt auch nichts ausser dem Schein des Feuers zu betrachten oder Afrikas Sternenhimmel zu bewundern. Und ich kann Geschichten lauschen oder selber welche erzählen… sonst nichts.
So fragte uns Yahya beim letzten Mal: How do you put a giraffe into fridge in three steps?
Hast Du eine Idee? Schreib Sie mir doch bite in die Kommentare. Ich bin gespannt.
Da ich bei diesen Reisen so viel Wert auf die Einfachheit lege, habe ich auch dieses Mal die einfachste Packliste zusammengestellt mit der ich jemals gereist bin. Folgendes habe ich dabei:

  • Trekking Rucksack
  • Laufrucksack
  • Isomatte
  • Schlafsack
  • Seife, Zahnpaste, Zahnbürste, Deo, Handtuch, Nagelschere, Rasierklingen
  • Nadel und Faden
  • Ducktape
  • ein Paar Chala-Sandals
  • ein Paar Socken
  • zwei Unterhosen
  • zwei T-shirts
  • eine kurze Hose
  • lange Hose
  • ein Longsleeve
  • ein Pulli
  • eine Hardshelljacke
  • ein blauer Turaregturban
  • 2x Buff
  • Laufhose (kurze Tights)
  • ein Chalkbag (als Tasche genutzt)
  • Reisepass
  • Impfausweis
  • Kreditkarte
  • Alleskocher
  • Benzinflasche
  • Multitool
  • Stirnlampe
  • Eine Pfanne
  • Ein Topf
  • Ein Becher
  • Salz
  • ein Löffel
  • eine Gabel
  • eine Wasserflasche
  • ein Trinksack 10l
  • Papiertücher
  • MacBook Air
  • USB Internet Stick
  • Handy
  • Gopro Hero
  • ein Notizbuch
  • ein Stift

Ich plane direkt nach der Saharatour nach Tansania zu fliegen und zweieinhalb Wochen durch Ostafrika zu reisen. Danach werde ich noch über Weihnachten, Neujahr und meinen Geburtstag auf Sansibar bleiben. Ich möchte einfach leben, viel laufen und die Zeit zum schreiben nutzen. Unter der Sonne Afrikas und in Angesicht des Indischen Ozean. Ob es funktioniert, so zu arbeiten wird sich zeigen und ich darüber schreiben…

Wenn Du auch mal mit möchtest, das nächste mal geht es am 16. – 23. April 2015 in die Wüste

weshalb EMMA?

Warum, ja warum nur die Emma? Wir hatten zwei gut bezahlte Jobs in Berlin, eine schicke Wohnung, die nicht nur günstig gelegen war, sondern außerdem einen Südbalkon mit Blick über Schlesischen Busch und Treptower Park bot. Wir hatten alles, was wir uns von einem angenehmen Stadtleben wünschten. Alles uns wichtige war fußläufig erreichbar. Regio- und Bioläden, außerdem internationale Restaurants. Freunde und unendlich viele Möglichkeiten etwas zu unternehmen. Warum würde jemand das alles aufgeben?

Nun ja. Ich kann Dir zumindest sagen, weshalb wir vor einem Jahr die Entscheidung getroffen haben, dies alles hinter uns zu lassen. Wir lieben beide das Reisen und haben schon ein wenig von der Welt gesehen. Wir mögen Berlin und haben unser Leben dort genossen. Gleichzeitig teilten wir aber auch das Gefühl, dass da noch mehr sein muss. Je mehr wir von der Welt gesehen haben, umso klarer wurde uns, dass das meiste noch vor uns lag und es noch so viel zu entdecken galt. Das Leben ist so unglaublich vielfältig, dass uns ein Ausharren in ein und demselben Umfeld wie ein Gefangensein vorkam.
Das Leben ist eine Reise. Es geht um die Veränderung im Laufe der Zeit. Die Zeit steht nicht still. Sie ist zwar immer genau jetzt, aber schon einen Augenblick später ist es auch schon wieder vorbei. Die Zukunft rast auf uns zu und alles verändert sich immerzu.
Die Vorstellung einen Status quo festzuhalten ist eine Illusion. Die Zeit läuft weiter. In dem Augenblick, in dem wir uns nicht mehr verändern, sind wir tot. Da wir das noch nicht sind, wollen wir selber über unser Leben bestimmen und nicht so wie es irgendeine Routine oder Gewohnheit von uns verlangt.
Dieser starke Drang nach persönlicher Freiheit ließ uns aus den Gepflogenheiten ausbrechen. Freiheit bedeutet mir, so wenig wie möglich von Anderen abhängig zu sein. Die meisten Menschen, die ich kenne (mich eingeschlossen) machen sich im Laufe Ihres Lebens von irgendwelchen finanziellen Verpflichtungen abhängig. Wer sich in der Vergangenheit gebunden hat, muss dafür heute gerade stehen. Dazu gehören Miete, Flatrates, Abonnements und Kredite.

Deshalb haben wir vor einem Jahr vier Entscheidungen getroffen.
1. Wir haben laufende Verträge gekündigt (Miete, Handy, Internet) und haben zu EMMA und prepaid gewechselt
2. Wir haben unsere Jobs gekündigt bzw. auf halbtags und Homeoffice umgestellt
3. wir haben einen 45 Jahre alten historischen Camper gekauft, der sozusagen noch analog funktioniert um so viel wie möglich selber und unterwegs reparieren zu können
4. Wir begannen zu reisen und unser Homeoffice immer dabei zu haben

Es war schon unglaublich wie viel Zeit ich auf einmal hatte nachdem ich meine Comfortzone verlassen habe. Soviel meiner Zeit war davor dominiert von Routinen, die mir allerdings gar nicht mehr aufgefallen sind. Obwohl ich bis dahin schon der Meinung war sehr flexibel zu sein, hat es mich total umgehauen, wie viel Zeit ich gewonnen habe, dadurch dass ich kaum noch Dinge besitze um die ich mich kümmern muss.
Mit so wenig Ablenkung sind mir ziemlich viele Dinge aufgefallen, die ich schlichtweg hasse. Das meiste davon wurde mir bewusst, nachdem ich es zurück gelassen habe. Da ich mich nun nicht mehr darüber aufregen brauchte, begann mein Geist sich darauf zu konzentrieren, was ich denn in meinem Leben so wirklich schätze:

  • Laufen
  • Natur
  • Schreiben
  • Unterrichten
  • Ruhe
  • Frieden
  • Ausgeglichenheit

Ich mache mir seitdem ständig Gedanken, wie ich davon mehr in meinem tagtäglichen Leben haben kann.

Je mehr ich sehe umso bewusster wird mir wie wenig ich weiß.
Das Leben ist eine Reise und ich bin unterwegs.

die kleinen dinge im leben

Wenn Du glaubst, dass die großen Dinge und Entscheidungen Dein Leben bestimmen, dann vereise doch einmal ein halbes Jahr mit einem 45 Jahre alten Auto. Wir habe uns viele Gedanken gemacht mit welchem Auto wir denn auf die Reise gehen möchten. Am Ende waren aber ganz andere Dinge für uns wichtig.

Wenn ich daran denke, wie wir unsere Emma gekauft haben, muss ich zugeben, dass ich überhaupt keine Ahnung von Autos hatte. Ich konnte testen, ob sie angeht und fährt, mehr nicht. Als wir dann unterwegs waren, war wichtig:

  • Wie schnell fährt sie?
  • Wieviel Diesel braucht sie bei welcher Geschwindigkeit?
  • Wie laut ist sie bei welcher Geschwindigkeit?

Auch war es nicht mehr nur wichtig, dass sie anging, sondern:

  • Wie lange läuft sie, ohne dass etwas kaputt geht?
  • Wie komme ich unterwegs an Ersatzteile?
  • Wie leicht lassen sich Reparaturen unterwegs durchführen?

Anfangs war es uns superwichtig, dass wir fließend Wasser im Auto haben, doch mindestens genauso wichtig war dann:

  • Ob alle Leitungen dicht sind und bleiben?
  • Wieviel Wasser können wir mitnehmen?
  • Wo bekommen wir unterwegs das Wasser her?
  • Wie einfach ist das Nachfüllen?

Diese Liste, kann ich ewig weiterführen. Genauso wie in Bezug auf unser Auto die Details immer wichtiger wurden, ist es auch im Leben. Die großen Entscheidungen geben zwar die Richtung vor, doch wie oben schon geschrieben, sind es die kleinen Dinge, die über die Qualität entscheiden.
Die Frage nach den Details nutze ich auch immer wieder in meinen Coachings. Oft entscheidet nicht was Du tust, sondern wie Du etwas tust darüber, ob es Dir dabei gut geht.
Wenn Du beispielsweise Konversationen liebst, bedeutet das für Dich

  • persönlich?
  • in Meetings?
  • in Vorträgen?
  • am Telefon?
  • schriftlich?

Magst Du es eher, wenn Deine Gesprächspartner auf Dich zukommen, z.B. Dich anrufen oder gehst Du lieber auf sie zu? Hörst Du lieber zu oder sprichst Du lieber selber?
Indem Du auf gleiche Weise die Details abfragst, kannst Du auch anderen Situationen in Deinem Leben auf den Zahn fühlen.

Wenn Du versuchst eine Situation zu analysieren, rufe sie Dir vollständig wieder in Erinnerung indem Du Dich mit allen sechs Sinnen erinnerst:

  • Was siehst Du? Und außerdem? Schwarz/weiß oder in Farbe? Welche Farbe? Hell oder dunkel? Und außerdem?
  • Was hörst Du? Laut oder leise? Gleich bleibend oder lauter und leiser werdend? Sonst noch etwas?
  • Was riechst Du? Süß? Fruchtig? Sonst noch etwas?
  • Was schmeckst Du? Bitter, sauer, salzig?
  • Was fühlst Du? Wo fühlst Du das? Warm oder kalt? pulsierend, gleich bleibend? Sonst noch etwas?

Jetzt hast Du die Situation lebendig in Erinnerung und Du kannst Dir die entscheidenden Details vor Augen führen. Wenn Du darüber bewusst bist, kannst Du in Zukunft darauf achten diesen Details mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Es geht nicht darum welchen Job oder welchen Urlaub Du machst, sondern vor allem darum WIE Du ihn machst!

Internet und der Fokus auf das Wesentliche

Wow, wie alt bin ich denn eigentlich schon? Beim Schreiben dieses Beitrages erinnerte ich an meine Kindheit. Als vom Internet noch keine Rede war und es selbst im Fernsehen nur 3 Programme gab. Wenn ich mir mein heutiges tägliches Leben anschaue, ist mein Leben durchdrungen von der digitalen Vernetzung. Vieles davon möchte ich nicht mehr missen. Denn es macht mein Leben und Arbeiten in der heutigen Form erst möglich. Doch wie so vieles im Leben hat die digitale Revolution eine weiße und eine schwarze Seite.

Je weiter ich zurückdenke, umso mehr habe ich meine Zeit mit Spielen verbracht.
Das wurde, nachdem meine Eltern einen Kabelanschluss und damit die Programmvielfalt des privaten Fernsehens bekamen, mehr und mehr abgelöst vom Fernsehen. Nachdem ich bei meinen Eltern ausgezogen bin und erkannt habe wie viel Zeit ich letztendlich verschwendet habe, habe ich den Fernseher für immer abgeschafft. Doch dann kam das Internet… bzw. das immer dabei Internet. Mit meinem ersten Smartphone trat auch die erste mobile Internetflat in mein Leben und auf einmal konnte ich immer irgend etwas ’nachgucken‘.

Mit ständig verfügbaren E-Mails und dann auch Social Media wollte immer irgend jemand gerade irgend etwas von mir. Immer erreichbar zu sein, wurde normal und dann auch von mir erwartet. So hatte ich eigentlich ständig irgend etwas in der Pipeline, worauf ich reagieren musste. Das machte es mir immer schwieriger mich tatsächlich einmal hinzusetzen und etwas auszuarbeiten. Sei es eine Schulung, einen Vortrag, ein Konzept oder auch ein Buch zu Ende zu lesen.

Ich habe es eh kaum gelernt einmal ruhig und fokussiert an einer Sache zu arbeiten.

Zu Schulzeiten habe ich fast nie Hausaufgaben gemacht, weil ich mich gerne habe ablenken lassen und auch so immer durchgekommen bin. Meistens sogar sehr gut. Erst habe ich lieber draußen gespielt. Später mehr und mehr vor dem Fernseher gesessen. Vielleicht kennst Du das auch, je mehr Ablenkung sich mir bietet umso schwieriger wird es für mich.

Dabei habe ich mit Ablenkung die meiste Lebenszeit vergeudet. Mittlerweile habe ich für mich festgestellt, dass es eine Ressource auf dieser Welt gibt, die alle Menschen gemeinsam haben. Und das ist die Zeit. Ich habe die gleichen 24 Stunden pro Tag zur Verfügung wie Du und jeder andere Mensch. Die Frage ist dabei nur, was jeder Einzelne mit dieser Zeit anfängt. Das muss nicht arbeiten und Geld verdienen sein. Wenn ich auf mein Leben zurück blicke, möchte ich gerne Geschichten zu erzählen wissen, die ich erlebt habe. Ich möchte gelebt haben und nicht gelebt worden sein.

Seitdem die Digitalisierung mein Leben beeinflusst, habe ich sie in vielen Bereichen eingebaut. Ich habe weniger Papierberge. Mein gesamtes Büro ist digitalisiert und abgespeichert in der Dropbox. Fast die gesamte Businesskommunikation läuft über E-Mail.

WordPress ist das Kommunikationsmittel für mein Aushängeschild, meine Website und meine Blogs. Ich schreibe online anstelle drucken zu lassen.

Als Vertriebswege nutze ich mailchimp Newsletter, twitter, facebook und sonstiges Social Media.

Über 3G-Zugänge bin ich aus der Schweiz, Italien, Frankreich, Spanien oder Marokko genauso im Büro wie in Berlin.
Das führt dazu immer online, immer auf Sendung zu sein.
Immer strömen irgendwelche Informationen auf mich ein. Und ich konsumiere diese wieder einmal passiv.

In diesem Jahr hat dies zu enormen Kommunikationskosten geführt. Vor allem in der Schweiz scheint man nicht viel von günstigem Internet zu halten. Im Schnitt fünfmal so teuer wie in Deutschland.

So ist mir noch einmal ganz besonders bewusst geworden, wie viel mein Handy eigentlich den ganzen Tag so funkt und ich mich vor allem auch damit beschäftige. Seitdem schaffe ich mir Raum für Konzentration. Eine einzelne Sache zu machen ohne dabei von etwas anderem abgelenkt zu werden. Wahrscheinlich ist das auch ein Grund, weshalb ich Trailrunning so wahnsinnig entspannend finde. Ich bin einfach bei mir selber und mache nichts außer zu laufen.

Ich habe jetzt E-Mailbenachrichtigung ausgestellt. Weder mein Computer noch meine Handy machen mich auf neue Emails aufmerksam. Ich muss mich bewusst einloggen. Um E-Mails zu beantworten, nehme ich mir Zeit um ausschließlich das zu tun. Den Rest des Tages können E-Mails auch warten. Interessanterweise haben sich nach einem Tag auch viele Dinge schon geklärt und ich muß sie nur noch zur Kenntnis nehmen

Mein Handy ist immer noch ein Smartphone aber meistens Offline. Also mobile Daten deaktiviert. Zum Einen hält der Akku seitdem ewig, zum Anderen hole ich es äusserst selten aus der Tasche um etwas nachzugucken, obwohl ich das immer noch könnte (und die Daten halt wieder aktivieren müsste).

Ich mache das WLan meines Computers aus, um zu arbeiten. Wenn ich etwas vorbereite, arbeite ich ohne Internet. Zum Schreiben von Texten nutze ich ein simples Textprogramm: Ommwriter, dass alles außer dem Text während des Schreibens ausblendet, um meinen Fokus auf das Wesentliche zu richten.

Dinge, die ich in meiner Freizeit mache, an denen ich Freude habe, fühlen sich immer noch wie Spielen an. Das ich das Richtige mache, merke ich, wenn ich darüber die Zeit vergesse und absolut im Moment lebe.

Wobei vergisst Du die Zeit? Ich freue mich davon zu lesen.

Und nicht vergessen: Lebe Dein Leben selbst. Wenn Du glücklich sein willst, dann sei es!

simplicity beginnt und endet im kopf

Einfachheit hat keinen Anfang und kein Ende, sondern ist die Beschreibung eines Zustandes. Wenn Du Dir dann allerdings Deinen übervollen Kleiderschrank, Keller oder Dachboden (wo auch immer der Krempel liegt, den Du nicht benutzt) anschaust, stellt sich doch die Frage, wann und wo hat das eigentlich angefangen?

Ich weiss es bei mir selbst nicht genau, es kam ‚einfach‘ immer etwas dazu und irgendwann war es nicht mehr einfach. Dabei ist der äussere Zustand, also die Dinge mit denen wir uns umgeben, nur ein Spiegelbild dessen, was in unserem Kopf vorgeht. Sind wir zufrieden mit uns selbst, müssen wir uns nicht mit Dingen schmücken um uns besser zu fühlen.
Ich habe sowohl bei mir selbst, als auch bei Menschen, die ich begleitet habe, die Erfahrung gemacht, dass es einfacher ist, auf die äusseren Dinge zu schauen. Eine innere Einstellung ändert sich häufig nur langsam und es ist schwer nachzuprüfen, ob sich die Einstellung wirklich schon verändert hat. Von Äusserlichkeiten hingegen ist es recht einfach, sich zu trennen. Du könntest einfach die Hälfte aller Dinge, die Du besitzt verschenken.
Jetzt!
Dann wären sie weg. Wenn sich dagegen etwas in Dir sträubt, hängst Du anscheinend daran.
Jetzt kannst Du anfangen darüber nachzudenken, weshalb Dir diese Dinge so wichtig sind. Sachen zu besitzen ist ja nicht schlimm, aber der Gedanke, dass Du sie besitzen musst, wird Dich immer weiter einengen und Dich damit unglücklich machen. Je mehr Du Dir also leisten kannst und Du Dir dementsprechend auch leisten wirst, umso größer wird der Gedanke, dass diese Dinge Dir zustehen und Du sie brauchst.
Ich glaube deshalb, dass der Zustand reich oder arm zu sein nicht mit dem persönlichen Glücklichsein in Zusammenhang steht.
Wenn Du arm bist oder zumindest glaubst zu wenig Geld zu haben und Du schaust auf die ganzen Dinge, die Du glaubst haben zu müssen, wirst Du genau so unglücklich sein wie jemand der sehr reich ist, sich alles leisten kann und auch leistet aber in der ständigen Angst lebt den Status quo wieder zu verlieren. Beide hängen an Dingen. Der eine an Dingen, die er sich nicht leisten kann, der andere an Dingen, die er bereits besitzt. Beide sind unglücklich.
Deshalb ist eine Geisteshaltung des ‚minimalism‘ oder ’simplicity‘ so ansprechend. Denn wenn Du Dinge nicht mehr benötigst um glücklich zu sein, kannst Du Sie ja trotzdem benutzen. Allerdings hast Du keine Angst mehr davor sie zu verlieren, weil Du weisst, dass sie Dich nicht ausmachen.
Deshalb beginnt und ended simplicity im Kopf, weil es nicht entscheidend ist welche Dinge dich umgeben, sondern Deine Einstellung dazu.
Wenn Du diese Eintellung allerdings trainieren willst, wirst Du nicht umhin kommen Sie immer und immer wieder zu üben. Und zwar indem Du Dich immer und immer wieder von so vielen Dingen wie möglich trennst.
Wer oder was macht Dich, aus?
Die Dinge die Du besitzt oder gibt es da noch mehr?

wohnen im container

Ich freue mich wahnsinnig, wenn auch andere Menschen auf die Idee kommen, gegen den Strom zu schwimmen und ihr eigenes Ding zu machen. Deshalb veröffentliche ich heute die Bitte von drei verrückten Freunden. Deren Idee ist es, Berliner Wohnraum (nach oben) zu erweitern und zwar in Form von ausgebauten Schiffscontainern, die in Baulücken oder auf Dächern aufgestellt werden könnten.

Liebe Freunde,
Wohnen im Container – Keine Wohnung gefunden? Nein, einfach Bock auf anders wohnen.
Container gibt’s genug, die man ausbauen kann. Nur an Platz zum Auf- oder Draufstellen mangelt es in Berlin.
Neben Baulücken und Brachflächen, die in Berlin seltener und zu Spekulationsobjekten geworden sind, hat sich gezeigt, dass auch Flachdächer als Baugrund dienen können.
Da wir selber keine Häuser oder Grundstücke besitzen, suchen wir innovative und abenteuerlustige Haus- und Grundbesitzer in Berlin.

Jetzt kommst DU ins Spiel:
– Kennst du Haus- und Grundbesitzer/innen oder bist gar selbst eine/r?
– Weißt du von Baulücken oder Brachflächen?

Wir sind auf deine Unterstützung angewiesen und freuen uns über jeden Kontakt oder Weiterleitung dieser Mail. Und irgendwann werden wir es euch mit einem Container-Fest danken!

Liebe Grüße
Florian, Leoni, Lisa

Ps.: JA, es ist möglich in Containern schön zu wohnen, wie verschiedene Projekte zeigen…
– eba51
wohnnen im Gewächshaus
Designerwohnungin luftiger Höhe
surprisingly georgeous homes

Kennst Du jemanden, der dafür in Frage käme oder willst Du Dich selbst beteiligen? Schreib mich einfach an, ich werde Euch Kontakt bringen.

five sentences policy

The Problem
E-mail takes too long to respond to, resulting in continuous inbox overflow for those who receive a lot of it.

The Solution

Treat all email responses like SMS text messages, using a set number of letters per response. Since it’s too hard to count letters, we count sentences instead.

FIVE SENTENCES is a personal policy that all email responses regardless of recipient or subject will be five sentences or less. It’s that simple.

* See also: two.sentenc.es, three.sentenc.es, four.sentenc.es and five.sentenc.es.

** To begin using this system, optionally copy this text and paste it into your e-mail signature:

——————————————–
Q: Why is this email so short?
A: https://simplicity-of-happiness.com/five/

könig fussball

Immer wieder dieser Fussball. Überwacht und inszeniert von einem der korruptesten und intransparentesten Organinationen dieser Welt. Weiße, reiche und patriachalische alte Männer, die jedem der daran teilhaben möchte, die eigenen Bedingungen diktieren und dabei niemals Rücksicht auf Moral oder vermeintlich Schwächere nimmt. Hört sich nicht nach einer lustigen Veranstaltung an und trotzdem ziehen sämtliche Fussball Großveranstaltungen immer wieder Millionen von Menschen rund um den Globus in ihren Bann.
Das Geheimnis der Faszination und was wir davon für unser eigenes Leben lernen können:

Zuerst einmal liegt die Faszination, glaube ich nicht am Fußball im besonderen. Sondern es gibt andere Sportveranstaltungen die ihre Fans ähnlich in den Bann ziehen. Das besondere ist die LIVE Übertragung. Der Zuschauer ist in Echzeit dabei und niemand weiß bereits vorher wie das Spiel ausgehen wird. Alle Spiele in der Verganheit zählen nicht und auch was in der Zukunft passiert hängt eventuell von diesem Spiel ab. Es gibt keinen doppelten Boden kein Bonus Leben, sondern ein Team gewinnt heute und eines verliert.

In kaum einer anderen Situation ist man als Zuschauer so sehr gezwungen im Hier und Jetzt zu sein. Sowohl physisch wie psychisch.

Wieso schafft es dann ausgerechnet der Fussball so viele Menschen in den unterschiedlichsten Ländern anzusprechen? Ich denke, das hat mit der vergleichsweisen Einfachheit zu tun. Man braucht nur irgendetwas zum Kicken und zwei letztendlich beliebig große Teams. Somit ist der Fussball keiner Schicht oder Gruppe alleine zuzurechnen sondern jeder kann teilhaben. Dazu ist es ein Mannschaftssport. Einer alleine, kann egal wie gut er ist, nicht gewinnen. Auch ein an diesem Tag vielleicht nicht topfitter Spieler kann mitgewinnen. Emotionen, Freude und Trauer werden geteilt. Dadurch kann man sich als Zuschauer als teil des Erfolges fühlen.

Wenn Du also Dein Leben stärker genießen möchtest:

– Dinge im Hier und Jetzt (benutz Deine Hände, schaffe etwas (Sport, Kunst, Handwerk)
– Sicher Dich nicht ab. Geh Risiko ein.
– Mach ein Projekt mit anderen Gemeinsam. Kreiere geminsame Erlebnisse. (Klettern, Wandern, Reisen, Sport)
– Keep it simple. Mach es einfach!

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