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leben ist jetzt – zurück in sansibar

Während ich diese Zeilen schreibe, bin ich wieder auf dem Weg nach Sansibar. Ich habe die Insel am 5. Mai diesen Jahres Richtung Toronto, Kanada verlassen um dort Chris Thompson und Mike Mandel von MikeMandelHypsnosis zu treffen.
Auf der einen Seite war ich damals ziemlich erschöpft und frustriert vom vielen Hin und Her, den endlosen Prozessen, den Offiziellen, die einfach nicht Willens sind konstruktiv mit mir oder miteinander zu Arbeiten. Oft scheint es mir, als ob, trotz anderweitiger Beteuerungen, die meisten vorwiegend an der eigenen Bestechlichkeit arbeiten. Besonders frustrierend daran ist, das jede Bestechung für sich immer nur gilt, so lange du nicht den Rücken zu drehst. Dauerhafte Loyalitäten aufzubauen ist schwierig bis unmöglich. Auch untereinander wird oft so umgegangen.
Auf der anderen Seite, freute ich mich immens auf Kanada und war umso begeisterter als ich endlich Toronto erreichte. Es schien mir, als ob dort einfacher jeder freundlich und hilfsbereit zu mir war. Ich hatte gerade erste einen neuen Pass erhalten und in meinem Visumantrag einen Zahlendreher. Die Dame von Canada Air in London, rief darauf hin kurz in der Botschaft an und lies den Fehler korrigieren… WOW… das sollte dir mal wo anders passieren.

Was mich allerdings so richtig von den Socken gehauen hat war das Training mit Mike Mandel. Im Vorfeld hatte ich gehofft einige interessante Einsichten in das Thema Hypnose zu bekommen und auch den einen oder anderen netten Partygag mit dem ich Menschen noch stärker für das Unterbewusstsein begeistern könnte. Was ich nicht erwartet hatte war eine so extrem vollgepackte Hardcore Woche. Wir haben nicht nur diverseste Hypnoseanwendungen gelernt sondern auch das Handwerkzeug, diese alle in einem Coachingrahmen zu nutzen um unser Wissen zu nutzen um anderen dabei zu helfen, sich selber zu finden.

Nach Kanada war ich zwei Wochen in Deutschland und dann 3 Wochen auch Reisen in Äthiopien und konnte dort die ganzen Erfahrungen und das neu erlernte sacken lassen.

Jetzt bin ich auf dem Weg zurück nach Sansibar und bin so neugierig die Caveman Lodge wieder zu sehen. Es scheint, als ob unser Team einen tollen Job gemacht hat und alles bereit ist für den Sommer auf der Südhalbkugel. Einige der fehlenden Unterlagen fehlen noch und die meisten sind mittlerweile da. Ich denke, dass ist halt ein Punkt mit dem man Leben muss, wenn man die Freiheit hat auf tropischen Insel arbeiten und leben zu dürfen.

Denn obwohl für mich so viel passiert ist, in diesem Sommer, ist in Sansibar immer noch vieles beim Alten. Wenn sich nicht viel ändert und die meisten Tage nicht voneinander unterscheiden, macht es wahrscheinlich schlichtweg keinen Sinn sich mit etwas zu beeilen.

Vielleicht gibt es sie ja nicht, die eine universelle Zeit für alle. Sondern vielleicht ist Zeit ja nur ein individuelles Gefühl in uns selbst.

Also, wo auch immer du bist, was auch immer du gerade machst, nimm dir die Zeit. Was du JETZT machst, ist was du aus deinem LEBEN machst!

zeitverzerrung

Kennst du das?

Wenn sich in zwei unterschiedlichen Situationen dieselbe Zeit vollkommen anders anfühlt? Manchmal bist du völlig in Gedanken versunken und als du das nächste mal auf die Uhr schaust sind Ewigkeiten vergangen? Ein anderes Mal wartest du z.B. Sehnlich darauf, dass das Flugzeug ankommt und die Zeit will einfach nicht vergehen.

Das passiert auch häufig in Hypnose. Wenn jemand wirklich tief hypnotisiert ist und interne Veränderungsprozesse durchlebt, kann es sein, dass er nach 30 Minuten die Augen wieder aufmacht und der Meinung ist, wir hätten noch gar nicht angefangen. Umgekehrt sind andere nach 5 Minuten wieder da und sind der Meinung mindestens eine Stunde in ihrer eigenen magischen Wunderwelt gewesen zu sein.

Ganz ähnlich kann es dir auch ergehen, wenn du dich extrem auf ein Thema konzentrierst oder in eine Sache vertieft bis. Ist ja auch irgendwie logisch, wenn man bedenkt das Hypnose ein Zustand extremer Fokussierung auf interne Prozesse ist. Ich nutze dieses Beispiel häufig um zu veranschaulichen, dass Hypnose weder Hokuspokus noch irgend etwas Besonderes ist, sondern ein ganz zentraler und normaler Bestandteil unseres Lebens. Der entscheidende Unterschied ist lediglich, dass in der Hypnose, der Zustand ganz bewusst genutzt wird um einen internen Prozess zu bearbeiten.

Mein Tipp ist dabei ganz klar, sich Tätigkeiten zu suchen, bei denen du die Zeit vergisst. Wie cool ist das denn, wenn du so fokussiert bist, dass du erst wieder auf die Uhr guckst wenn du fertig bist und völlig vergessen hast, dass schon Abend ist. Dann bist du an deinem Sweet Spot und kommst dem Glücksgefühl wahrscheinlich schon ziemlich nah.

result of the last 6 month

Wie du ja wahrscheinlich im Blog gelesen oder im Podcast gehört hast, habe ich den Winter in Sansibar verbracht. Ich habe während dessen an einem Kindheitstraum gearbeitet und mir ein Stück zu Hause am indischen Ozean erarbeitet. Ausserdem habe ich eine verrückte Schnapsidee in ein funktionierendes Unternehmen verwandelt.

Gemeinsam mit meinem Business Partner Omi haben wir aus einem Stück Land in Kizimkazi die Caveman Lodge erschaffen. Es war deutlich mehr Arbeit als erwartet, aber ich würde sagen es hat sich gelohnt und kann es seit Dezember auch tatsächlich mit dir und anderen Gästen teilen. Hab doch selbst einen kurzen Eindruck. Du bist herzlich eingeladen.

malawi see

Wenn du dir vorstellen möchtest, wie eine Roadtrip durch Tansania aussieht, solltest du dir ein riesiges Land vorstellen, das zu grossen Teilen unbewohnt und fast überall ländlich geprägt ist. 80% der Strassen in Tansania sind nicht geteert und so kann es sein, dass eine „normale“ Überlandstrasse einige 100km bestenfalls aus Schotter bestehen kann.

Sind die Strassen geteert, dann bedeutet das noch lange nicht, dass sie es auch durchgehend sind. Manchmal fehlen Abschnitte, nahezu immer gibt es scheinbar aus dem nichts auftauchend grosse Speedbumps oder einfach andere Hindernisse auf der Strasse. Ausser anderen Autos, LKW’s und natürlich Bussen (Transportmittel Nummer 1 in Afrika) wirst du auch alles erdenklich andere auf den Strassen entdecken. Angefangen bei Fussgängern, Kindern, Ziegen, Kühen, Karren und Hühnern wirst du allerorts Polizeikontrollen und manchmal auch das eine der andere Zebra auf der Strasse entdecken.

Auf einer solchen Teerstrasse sind wir vor einigen Tagen von Daressalam Richtung Südwesten aufgebrochen. Obwohl geteert kamen wir nicht wirklich schnell voran, da unglaublich viele LKW’s auf den Strassen unterwegs waren. Als eine der wenigen geteerten Strassen befanden wir uns auf der Hauptroute von Daressalam, also dem indischen Ozean nach Sambia und Malawi, die beide über keinen eigenen Zugang zum Meer verfügen. Dementsprechend hoch war sowohl das Verkehrsaufkommen als auch die Dichte an Polizeikontrollen. Gleichzeitig wurde die Strasse auf einer Länge von ca 300km erneuert und vorerst einmal die neue Abflüsse unter der Strasse verlegt. Das führte zu einem 1m breiten mit Sand aufgefüllten Loch quer über die Strasse alle 500 bis 1000m. Es dauerte schlichtweg Ewigkeiten um das südliche Hochland zu erreichen und die letzten 40km Dirtroad verdienen sehr wohl die direkte deutsche Übersetzung Dreckstrasse. Doch dann umrundet von bis zu fast 3.000m hohen Bergen, stehen wir an einem See der so seit über 1 Millionen Jahren besteht. Der Malawisee, in Tansania auch Nyassasee genannt, der die grösste Artenvielfalt an Fischen aufweist, über 500km lang ist und fast 1km tief ist.

Atemberaubend diesen gigantischen See das Erste mal zu sehen. Der grosse Sandstrand, und dann das glasklare Süßwasser bis zum Horizont. Hier endet Tansania und der Blick geht Richtung Malawi zur Rechten und Moçambique zur Linken. Der See offenbart die unglaubliche Grösse und Schönheit von scheinbar unberührter Natur. Wenn du 5 Minuten zu Fuss zum nächsten Fluss gehst, kannst du Hippos und eventuell sogar Krokodile im Wasser entdecken. Wenn du über den See blickst, siehst du weder Gebäude, noch Schiffe, noch Strassen oder Autos. Wenn es ruhig wird, hörst du nur das sanfte Plätschern der Wellen, wenn es dunkel wird, wird es dunkel. So einfach kann glücklich sein.

Wie sieht es bei dir aus? Wann bist du das letzte mal der Reizüberflutung entronnen?

auszeit

Seit ein paar Tagen sind wir im Busch unterwegs. Nachdem wir seit Oktober in Sansibar sind und zuerst richtig Gas gegeben haben um die Lodge für die Weihnachtssaison fertig zu bekommen ging es dann noch einmal hoch her um unseren Gästen das bestmögliche Erlebnis zu bieten. Jetzt haben wir uns zum Anfang des Jahres eine kleine Auszeit mit Freunden gegönnt und sind mit einem Offroader 14 Tage im südlichen Tansania unterwegs.
Die Lodge ist genau das, was ich diesen Winter machen möchte. Ein volles Haus haben ebenfalls und trotzdem kann es ganz schön schlauchen, immer für etwas verantwortlich zu sein. Vor allem fällt es mir schwer mich still auf eine Sache zu konzentrieren und an einer Website, einem Blogbeitrag, einem neuen Webinar oder einer neuen Podcastfolge zu arbeiten.

Jetzt überlasse ich die Tourenplanung anderen, manchmal fahre ich das Auto, muss mir die Route aber nicht selber aussuchen. Die Landschaft wechselt, zieht vorüber, Gedanken kommen und gehen und ich habe unzählige neue Eindrücke, die ich verarbeiten darf. Meinen englischsprachigen Podcast sende ich 100 Tage lang täglich und die Eindrücke der Reise dürfen dort ebenfalls mit einfliessen.

Von Daressalam geht unsere Reise in Tansanias Süden. Durch den Mikumi Nationalpark, den Malawi See, den Tanganyika See eventuell den Katawi Nationalpark, den Ruha Nationalpark und quer zurück durchs ganze Land nach Daressalam.

Ob man es nun verlassen der Komfortzone, Urlaub, Auszeit, Abwechslung oder wie auch immer nennt sei einmal dahin gestellt. Es ist was ich brauche um hoch kreativ und produktiv zu sein und zu bleiben.

Wie ist es bei dir? Was brauchst du?

das puzzle

Das ganze Leben ist ein Spiel.

Welche Kinder sind diejenigen, die ein grosses Puzzle am schnellsten und mit der meisten Freude lösen?
Es sind diejenigen, die das Puzzle als ein grosses Spiel betrachten und die eine Strategie haben, die sie dann mit ganz viel Lockerheit und vielem Testen umsetzen.

Wenn Du dir dann einmal die Menschen anschaust, die ihr gesamtes Leben mit einem größtmöglichen Maß an Freude leben, dann haben diese eine ganz ähnliche Leichtigkeit in ihrem Sein.
Denn das ganze Leben ist wie ein grosses Puzzle. Manchmal weiss man gar nicht wo man anfangen soll. Die Kunst ist dann, es einfach irgendwo zu tun. Man nimmt das erste Teil und hält ein zweites daneben. Und dann… das Dritte, das Vierte und so weiter. Irgendwann findet man zwei die zusammen passen und so wird es immer leichter. Manchmal übersieht man ein Teil und man hat alle anderen zweimal oder häufiger in der Hand. Wer jetzt die Ruhe verliert und versucht mit viel Kraft zwei Teile zusammen zu fügen die nicht passen wird scheitern.

So ist es doch auch im Leben. Wer die Leichtigkeit behält, dem scheint das Leben und das Glück schlichtweg leichter zu fallen.
Wir können uns noch so viele Gedanken machen, wir wissen es im voraus nicht, ob ein Vorhaben gelingen wird oder nicht. Was hilft ist testen. Wann auch immer ich mich mit meinem Podcastpartner Tony über Marketingstrategien unterhalte verweist er mich fast immer aufs: TESTEN. Er sagt, er habe zwar eine Meinung und eine Idee was bei ihm funktionieren könnte. Ob es aber auch dem Markt, also anderen Menschen gefällt wisse er nicht sicher. Also testen! Wie beim Puzzle. Einen Plan, zu haben, zum Beispiel alle Randteile heraus zu suchen oder nach Farben zu sortieren kann enorm helfen. So auch im Leben. Überleg dir wo du hin willst und wie du denkst dort hin zu kommen. Und dann teste. Mit ganz viel Leichtigkeit. Denn du wirst an den Punkt kommen, an dem es nicht weiter geht. Es liegt jetzt an Dir ob du diesen Punkt als Wendepunkt, Feedback, Scheitern oder einfach nur das richtige Puzzleteil am falschen Ort ansiehst. Kaum ein Kind wird ein „falsches“ Puzzleteil wegwerfen, sondern es stattdessen auf Seite legen und es an einer anderen Stelle erneut versuchen. Irgendwann wird es passen.
Mit ganz viel Leichtigkeit.

Mach dein Leben zu einem Puzzle!

zeit zur reflexion

Ich bin jetzt seit über 2 Monaten in Afrika und bin immer noch dabei anzukommen. Wir hatte durchgehend Gäste und gleichzeitig haben wir an 4 weiteren Räumen gebaut um diese für die Weihnachtszeit fertig zu stellen. Ausserdem suchten wir einen Koch, Gärtner und Nachtwächter. Es gab also auf verschiedenen Ebenen sehr viel zu tun. Parallel dazu habe ich an meiner Eventplanung für 2017 gefeilt und ein grosses neues Projekt mit Launch im April 2017 gearbeitet. Nicht zu vergessen die bestehenden Kunden, für die ich an laufenden Aufträgen gearbeitet habe.

Ich habe also viel zu tun und bin in so einer Situation, wenn etwas einmal nicht funktioniert, besonders leicht aus der Bahn zu werfen. So gibt es zum Beispiel mehrfach die Woche für einige Stunden Stromausfall oder geplante Arbeiten werden nicht gemacht und Arbeiten tauchen einfach nicht auf, Dinge sind nicht fertig, das Internet fällt aus oder es beginnt plötzlich in Strömen zu giessen oder es schreit jemand während einer Podcastaufzeichnung. Wir haben kein warm Wasser, eine Fahrt in die nächste Stadt dauert 2 Stunden…

Wenn das Leben also auf Fotos wie das Paradies aussieht, so kann das tagtägliche Leben trotzdem teilweise frustrierend sein.

Das zeigt mir wieder einmal, das es überhaupt nicht an den äusseren Umständen liegt, ob man mit seiner Situation zufrieden ist oder nicht, sondern ausschliesslich an der eigenen Geisteshaltung. Ich könnte also über mein Leben und die Situation schimpfen oder wenn mal gar nichts läuft, mache ich halt meine Meditations- und Sportübungen oder ich gehe eine Runde am Strand spazieren.

Für das Weihnachtswochenende nehme ich mir eine Auszeit bei Freunden in Daressalam, geniesse es, zwei Tage nichts organisieren zu müssen (und schreibe diesen Post).

Früher habe ich mal gedacht, dass ich zufriedener wäre und mir weniger Unangenehmes passieren würde, wenn sich meine Umstände ändern. Heute sehe ich, dass dann halt andere Dinge passieren und ich genau genommen schon immer die Freiheit hatte mein Leben lockerer zu nehmen.

Wenn du also jetzt schon mit deinem Leben zufrieden bist, nutze doch die Feiertage für eine dankbare Reflexion. Falls du mit deinem Leben unzufrieden bist, dann nutze die Feiertage doch ebenfalls für eine Reflexion. Wofür könntest zu jetzt schon glücklich und dankbar in deinem Leben sein. Was ist das, was hätte alles viel schlechter sein können. Starte von einem Standpunkt der Dankbarkeit aus und betrachte in einem positiven Sinne die Dinge, die du obendrein noch zum Besseren verändern kannst.

Ich selber besitze so wenig Dinge wie seit 20 Jahren nicht mehr. Ich lebe so improvisiert wie noch nie und so entspannt wie selten zu vor. Ich freue mich über meine Freunde, über meine Projekte und vor allem darüber, dass du diese Zeilen liest.

Vielen Dank. Florian

back to the roots

Dienstag morgen, nach einem verlängerten Wochenende (Freitag und Montag waren Feiertag in Sansibar) sitze ich nach vier Tagen wieder einmal am Rechner, checke Emails, bearbeite Buchungen und nehme Podcast auf.

Es drängt sich mir eine Frage auf: Was mache ich und was schreibe ich zukünftig in meinem Blog?
Seitdem ich regelmässig den deutsch- und den englischsprachigen Podcast aufnehme, ist mein Artikelschreiben deutlich in das Hintertreffen geraten. Obwohl ich mir auch für die einzelnen Podcastsendungen im Vorfeld viele Gedanken mache, bleiben die Sendungen trotzdem sehr spontan und irgendwie freier als die Blogbeiträge. Das gesprochene Wort unterscheidet sich häufig deutlich vom geschriebenen und darf viel unausgereifter bleiben. Mir liegt das extrem und trotzdem möchte ich weiter schreiben.

Es fällt mir deutlich leichter zu sprechen, weil ich dann nicht direkt meine Worte vor Augen habe und beginne, diese unmittelbar nach dem Schreiben zu hinterfragen. Dadurch sind meine Podcast flüssiger, spontaner und etwas ungenauer. Nichtsdestotrotz liebe ich es, Dinge aufzuschreiben und auf diesem Blog zu teilen.

Deshalb habe ich mir vorgenommen, wieder stärker zu den Wurzeln des Bloggens zurück zu kehren. Ich werde nicht versuchen druckreife Artikel zu schreiben, sondern wieder stärker ein Logbuch, ein Weblog… zu schreiben.

Seitdem ich begonnen habe zu schreiben hat sich mein Leben deutlich verändert. Ich sitze nicht mehr die meiste Zeit in Berlin in einem dunklen Büro mit Neonleuchten, in dem ich mir ein abenteuerliches Leben an fernen Orten mit tollen Reisen und einzigartigen Erfahrungen wünsche. Ich bin immer noch der selbe Typ, ich habe immer noch Wünsche und Träume und Reiseziele und und und…
Ich erlebe immer noch Frust und kann mich immer noch über Dinge ärgern und habe häufig den Eindruck ich bin genau so unperfekt, und auf der Suche wie ich es schon immer war und wahrscheinlich auch immer bleiben werde.

Verglichen mit meinem Leben von vor 5 Jahren, lebe ich allerdings bereits einen Grossteil der Träume, die ich damals hatte. Das habe ich geschafft indem ich begonnen habe auf mein Herz zu hören anstelle auf den Verstand.
Deshalb werde ich dich von nun an wieder stärker mit auf meine Reise nehmen, kürzere und längere Geschichten aus dem Alltäglichen erzählen und hoffentlich einen Teil der Begeisterung vermitteln, der mich hier hin gebracht hat und dich eventuell ermutigt ebenfalls deinen eigenen Weg zu gehen.

Wieder bloggen! Über die Einfachheit des Glücklichseins!

relations matter most

Screenshot 2016-05-05 10.56.02This TED talk really is worth being watched. It’s about a 75 year long happiness study which comes to one conclusion: The quality of relationships is what matters most in life.

Those who were the most satisfied with their relationships in their 50s were the healthiest in their 80s. Just watch yourself:

 

tu das, was du liebst!

So krass. Es ist schon Mai und ich habe gerade wieder einen Monat in Sansibar verbracht und freue mich schon auf den Sommer. Eigentlich ist das so schon ziemlich cool. Vor 5 Jahren hätte sich alleine dieser Jahresanfang für mich schon wie ein Traum angehört.
Dabei bin ich gedanklich noch halb im Winter, denn ich habe mir diesen Winter einen Traum erfüllt.

Schon als Kind wollte ich niemals, dass ein Urlaub zu Ende geht. Ich liebe die Natur, die Sonne, das Meer, aber auch die Berge, die Weite und den Schnee. Hauptsache draussen.
Ich konnte noch nie verstehen, warum es Menschen gibt, die dort wohnen, wo ich es schön finde und ich immer auf einen Urlaub warten musste, um das auch zu erleben. Warum kann ich nicht einfach dort leben und arbeiten, wo ich es am schönsten finde.

  • Weshalb, nicht ein Projekt am Strand ausarbeiten?
  • Warum nicht vor der Arbeit am Schreibtisch eine Runde aufs Snowboard?
  • Warum nicht mal einen Konferenzgespräch auf dem Segelboot?

Oft wurde mir gesagt, das geht halt nicht, weil das Leben nicht nur aus Vergnügen besteht. Schon mal was vom Ernst des Lebens gehört?
In den vergangenen 10 Jahren habe ich allerdings herausfinden dürfen, dass es 100%ig an einem selbst liegt, ob das Leben Spass macht, oder nicht.

Und so habe ich den gesamten Winter in einem Skigebiet (Jungfrau Region) in der Schweiz verbracht. Habe mir morgens überlegt, ob es hoch nach Mürren oder nach Wengen geht, bevor ich mich Mittags vor meinen Laptop setze. Fast 1000km bin ich gefahren und habe dabei so viel produktiv gearbeitet wie selten. Zwar musste ich ein paar Prioritäten ändern, um alles unter einen Hut zu bekommen, aber dafür war es coolste Winter.

Ein glückliches Leben kann so simpel sein.

Es ist nicht immer einfach, denn du wirst dich den kniffligen Fragen stellen müssen und du wirst es üben und trainieren müssen. Am Ende wird es sich lohnen.

Und du kannst das erst recht.

Ich habe meine Erkenntnisse deshalb jetzt in einen 90 minütiges Webinar gepackt, welches ich zum ersten mal am 8. Juni um 18:30 CET halten werden und wenn du als Leser des Blogs einer der ersten bist, der sich bei mir anmeldet, kannst du gratis dabei sein. Am besten hier mit dem Titel: “your happy life“.

what makes up an adventurer?

What it means to be human.
A man who is never comfortable with the situation he is in talks about becoming the adventurer of the year by National Geographic.

Cory Richards, a Highschool dropout who believes that the richness comes with struggle:

die wüste hat mich voll erwischt

 

Ich liebe diese Geschichte eines Teilnehmers der Sahara Experience des letzen Jahres. Falls Du auch deine Grenzen kennen lernen und deinen Horizont erweitern möchtest, sag mir Bescheid.

Jeder kennt wohl den Ausspruch „schick Ihn in die Wüste“. Woher das wohl kommt?
Als ich meiner Familie und Freunden sagte, dass ich in die Wüste gehe, bekam ich zuhören: „Wie, gehen?“, „Warum sowas Sinnloses?“, „Das ist doch total gefährlich!“. Als ich dann noch erzählte, dass ich wegen der Arbeit in die Wüste gehe, erntete ich nur noch mitleidige Blicke. Für das, was mir MEIN TRIP durch die Wüste gebracht hat, hätte ich zum damaligen Zeitpunkt schon anfangen können zu feiern.
Ich bin nicht als besserer Mensch wiedergekommen, auch nicht mit einem besseren Sitzfleisch, bin auch kein radikaler Moslem geworden. Eigentlich bin ich ich geblieben.
Das mit dem Sitzfleisch lässt sich schnell erklären: Ich habe zweieinhalb  Tage auf einem Dromedar verbracht. Es macht, glaube ich, keinen Unterschied, ob man in einer kleinen Jolle bei Sturm über die Nordsee fährt oder auf so einem Tier völlig entkräftet nach Hause will. Es schaukelt wie Sau.
Ich habe einen Job, in dem ein Projekt nach dem nächsten kommt und die Ruhephasen am Wochenende nicht mehr ausgereicht haben. Ich hing mit dem Kopf noch im letzten Projekt, da musste ich das nächste schon vorbereiten. Nichts Ungewöhnliches heutzutage. Ich mache diesen Job auch schon ein paar Jahre. Habe die Firma gewechselt. Nichts Aufregendes, aber trotzdem hat es sich so verdammt falsch angefühlt. Ich hatte das Gefühl, ich werde nicht glücklich, und mit meinem Chef klappt das auch nicht.
Der Wüstentrip, wenn ich mich nur mal auf dieses Thema beschränke, war für mich die Möglichkeit alle Gedanken, die mir durch den Kopf rauschen, kommen und gehen zulassen. Sie zu Ende zu denken und akzeptieren zu lernen. Das habe ich auch geschafft.
Ich hatte gedacht, ich brauche dafür die vollen fünf Tage und habe keine ZEIT, die anderen Teilnehmer kennenzulernen.
Nach zwei Tagen Denken war ich mit meinen Themen durch- dann hat hat mich allerdings die Hitze so in die Knie gezwungen, daß ich dann zweieinhalb Tage schaukelnd auf dem Dromedar sitzend eine neue Dimension der Wüste kennen lernen durfte. Damit hätte ich nicht gerechnet. Nachteil: Ich war wieder von der Gruppe getrennt.
Man kann sagen, die Wüste hat mich voll erwischt. Nicht nur dass es dort zu heiss für mich ist. Als ich wieder zuhause war, habe ich gemerkt, wie dieser kleine Fleck der Erde mich bereichert und inspiriert hat.
Es gäbe soviel zu erzählen von Vielfalt, Erfahrungen mit der Natur und seinem eigenen Körper, mit Menschen, die einfach aus den Tiefen der Wüste auftauchen und dorthin auch wieder verschwinden, über Gewohnheiten, die wichtig sind, über Kommunikation und …
Das alles wird in einer wunderbaren, persönlichen und professionellen Art von Florian begleitet!

Jan R.

ein erfolgreiches jahr 2016

Der Jahreswechsel ist nur eine willkürlich festgelegte Zahl bzw. eine Änderung der Jahreszahl. Doch manchmal brauchen wir eine Kreuzung oder einen Wegweiser, an dem wir stehen bleiben, zurück schauen und uns über den weiteren Weg klar werden.

Dazu eignet sich eben auch der Jahreswechsel hervorragend. Wie war das letzte Jahr? Was nehmen wir uns für das kommende Jahr vor. Dabei bestimmen wir selber ob der Rückblick positiv oder negativ ausfällt. Egal wieviel Schlimmes uns passiert ist, es hätte noch schlimmer kommen können und egal wieviel Gutes uns widerfahren ist, auch das hätte noch viel besser sein können.

Insofern schaue ich vor allem auf die guten Dinge und freue mich darüber, dass ich sie habe erleben dürfen. Alles was nicht so optimal gelaufen ist, erscheint dann schon in einem wesentlich milderen Blick und hilft mir es einfach als Hinweis für die Zukunft zu sehen. Was könnte ich beim nächsten Mal anders machen. Sich grämen hilft leider nicht.

Für die Zukunft habe ich viele Ideen, was ich so machen könnte. Falls Du Dir auch gerne tausend Sachen auf einmal vornimmst, ist mein Tipp sich auf eine einzige Sache zu konzentrieren, die Du in diesem Jahr erreichen möchtest. Das schärft den Fokus und erhöht die Aussicht auf Erfolg. Meist ändern sich dann auch auf dem Weg zur Umsetzung viele andere Details.

Also Fokus aufs Positive und Konzentration auf ein grosses Ding für 2016. Viel Erfolg dabei und alles Gute zum neuen Jahr.

Sahara Referenzen I.

Nichts sagt soviel aus, wie die Meinung derjenigen, die dabei gewesen sind. Ich freue mich sehr über tolle Rückmeldungen, die ich zu den verschiedenen Reisen in Sahara bekommen habe. Vielleicht ist es ja am 05.April 2016 auch etwas für Dich?

„Die Saharatour mit Florian war eine fantastische Reise in eine wunderbare Welt. Die Lokalisation, für mich komplett neu, bezogen auf Landschaft, Kultur, temperatur-bedingte Herausforderungen und alltäglichen Kontakt mit Nomaden, die uns durch die Wüste führten waren die perfekte Grundlage dafür, aus dem Alltag auszubrechen und eingefahrene Verhaltensweisen und Gewohnheiten zu hinterfragen und überdenken. Die täglichen 1-2 Stündchen locker gestalteten „workshops“ mit Florian mit wechselnden Themen über zwischenmenschliche Kommunikation und Erwartungshaltung im tagtäglichen Umgang mit Mitmenschen, nur als Beispiel zu nennen, gaben Denkanstöße für den täglichen Gebrauch. Der Rahmen der Tour gibt jedem Einzelnen den Freiraum, mit sich selbst zu sein oder in Gesprächen mit den Mitreisenden zu diskutieren. Die wunderbare und sehr zurückhaltend-freundliche Begleitung der beiden Nomaden, die ganz nebenbei aus den einfachsten Zutaten die köstlichsten Gerichte zauberten, gab einen unbezahlbaren Einblick in die Lebensweisheiten, Braeuche und Einstellungen zum Leben dieser sehr zufriedenen Menschen, die den Minimalismus in Einklang mit der Natur leben. Eine unbezahlbare Erfahrung in jeder Hinsicht bei dem jeder in der einen oder anderen Art an seine Grenzen stößt und somit ein bisschen wächst mit dem Setzen neuer individueller Grenzen.“
Claudia Z.

am ende der welt – in ibo

Letzte Woche habe ich Jörg getroffen. Er mir eine schöne Geschichte zum Thema: Wann hast Du das letzte Mal etwas zum ersten Mal getan erzählt hat. Eine Geschichte über sich selbst. Mehr als 10 Jahre zuvor hatte er seinen Job in Deutschland an der Nagel gehängt und sich auf sein Fahrrad gesetzt und ist fortan Richtung Süden gefahren. Ich habe ihn im südlichen Ostafrika auf einer kleinen Inseln in einem verfallenen und fast vergessenen portugiesischen Städtchen, welche viele als geheime Perle im indischen Ozean bezeichnen, getroffen.

Wie bitte? Wo? Weshalb? Wie Du eventuell bereits in vorangegangenen Beiträgen gelesen hast, reise ich zur Zeit wieder ein wenig. Während der Wahlen in Tansania und somit auch Sansibar haben wir uns ins südlich gelegenen Moçambique, ein Land der gut versteckten und bezaubernden Mysterien begeben. Währenddessen verliefen die Wahlen nicht wirklich reibungslos, wurden annulliert und im Januar wiederholt, aber darüber schreib ich ein anderes mal.
Aus Europa kommend wirkt ja Marokko bereits wie aus einer Zeit. Der Unterschied zu Tansania ist allerdings noch einmal genauso gross. Und nun Mocambique. Obwohl ein Nachbarland Tansanias wirkt es teilweise wie aus einer anderen Welt. Das Armutsgefälle nimmt sogar noch einmal zu. Das meist kein Englisch und auch häufig kein Kisuaheli gesprochen wurde und mein Portugiesisch nicht vorhanden ist, ließen den Unterschied sogar noch größer wirken.
Als Land musste Moçambique ja nicht nur gegen eine, sich erst sehr spät zurück ziehende, Kolonialmacht kämpfen, sondern im Anschluss an die Unabhängigkeit auch noch gegen eine von Apartheidgedanken beförderte Einmischung Rhodesiens und Südafrikas. Dies führte zu einem Jahrzehnte andauernden Bürgerkrieg, der eigentlich als Stellvertreterkrieges gesehen werden müsste. Seit dem Ende dieses Krieges 1994 musste das gesamte Land sozusagen aus den Trümmern des Krieges wieder neu aufgebaut werden. Und das zieht sich nach wie vor.
Nachdem wir nach Pemba, im Norden Moçambiques geflogen sind und uns wunderten wie wenig sich in 4 Jahren verändern kann bzw. sogar vieles weiter verfällt, nahmen wir den lokalen Bus Richtung Quirimba Nationalpark im Norden. Da man sich hier eher an Südafrika als am Sonnenstand orientiert, geht bereits kurz nach 4 die Sonne auf, dafür ist es um 5 Uhr nachmittags bereits wieder dunkel. Unser Bus fuhr also 4:30 Uhr los. Das heisst er fährt erst einmal eine Stunde durch die Stadt, um eventuell noch alle Sitzplätze zu füllen und dann irgendwann los. Da man vorher nicht weiss wie lange der Bus noch durch die Stadt tingelt, ist es wirklich besser bereits um 4:30 Uhr da zu sein, um den Bus zu erwischen.
Für die nächsten 5 Stunden ging es zur Hälfte über Teerstrassen, zur Hälfte über Sandpisten ca. 120km in den Norden. Nur wenige Siedlungen mit vereinzelten Häusern lagen am Wegesrand. Der Rest bestand aus trockenstem Busch dem man das nahende Ende der Regenzeit ansah.
Als wir schließlich den kleinen Ort, an dem wir eine Fähre bekommen wollten erriechten, gab es natürlich kein Wasser: Ebbe. Demzufolge auch keine Fähre und auch diese stellte sich nach einigen Stunden warten lediglich als traditionelle arabische Dau heraus in die einfach mit so vielen Menschen, Gepäck und einem Motorrad bepackt wurde, bis uns nur noch Zentimeter zur Wasseroberfläche trennten. Nun ja, ich kann ja schwimmen… und auf ging es durch die Mangroven hin zur verfallenen ehemaligen Hauptstadt der Nordprovinz, damals bedeutenden Handelsstadt, dem Zentrum der Quirimbas: Ibo.
Seitdem der Hafen von Ibo endgültig nicht mehr genug Tiefgang für die einlaufenden Schiffe hatte und somit nach Pemba verlegt wurde geriet die Stadt immer weiter in Vergessenheit und der portugiesische Charme bekam erst Patina und zerlegte sich dann zusehends in Sand und Schutt. Eine Stadt der Ruinen, die Hauptstrasse aus Sand, verlassene Bürgersteige und umrankte verfallende Häuser. Ein malerisches. Überbleipsel einer vergangenen Zeit.
Vereinzelt haben in den letzten Jahren einige Häuser einen neuen Eigentümer gefunden und wurden liebevoll restauriert.

Hier habe ich Jörg getroffen.

Nachdem er nämlich vor über 10 Jahren mit einem Freund auf ihre Fahrräder Richtung Süden gestiegen ist, sind über den Balkan, die Türkei, Ägypten, Sudan, Äthiopien, Kenia, Tansania bis nach Moçambique gestrampelt. Später noch bis nach Südafrika. Zwei Jahre warenunterwegs mit vielen Zwischenstopps an Plätzen, die ich nicht mal auf der Landkarte finden würde unterwegs.
So kamen sie mit ihren Rädern irgendwann und irgendwie (wahrcheinlich mit derselben alten Dau) nach Ibo und trafen im Schatten einer absoluten Sonnerfinsternis die Entscheidung, dass sie hierher wohl wieder zurückkehren müssten. Das taten sie auch. Zwei Jahre später, nach Zeit in Maputo und Südafrika und Beendigung ihrer 12.000km Fahrradtour.
Sie kauften sich darauf hin eines der verfallensten Häuser, welches allerdings die schönsten und größten Bäume der Insel auf dem Grundstück hatte. Zwei massive alte Mangobäume stehen vor dem Eingang und sie nannten es Miti Miwiri (zwei Bäume). Nach weitere zwei Jahren der Restauration und des Aufbaus haben sie sich einen der schönsten Plätze auf Ibo und ein exzellentes Boutique Hotelgeschaffen.
Schöne Fotos Miti Miwiri und Ibo gibt es auf übrigens auf deren Facebook Profil.

All das konnte nur passieren, weil da jemand in Heilbronn auf sein Fahrrad steigt und sich nicht mehr um Konventionen und Erwartungen anderer schert sondern beschließt seinem Herzen zu folgen. Die beiden sind ihrer Passion gefolgt und sind der Welt offen und neugierig entgegen getreten und sie haben, ohne einen Plan dahinter zu kennen, die Möglichkeiten genutzt, die sich ihnen gegeben haben.
Vor einen paar Jahren noch haben Freunde und Familie die beiden für verrückt gehalten, heute machen sie bei Ihnen Urlaub.
Natürlich hatten sie ihre harten Zeiten und es war und ist nicht alles einfach aber die beiden leben ihren Traum! Jeden Tag aufs Neue.

Kennst Du diese innere Stimme? Hör doch mal auf sie?

freunde

Ein Freund ist ein Typ der Dich mag, obwohl er Dich kennt!
Genau darum geht es. Absolute Offenheit, Ehrlichkeit, Verletzlichkeit, einfach echt sein. Wenn Du so sein kannst, wie Du bist, ohne Dich verstellen zu müssen, dann bist Du unter echten Freunden. Das ist meiner Meinung nach der Unterschied zwischen Bekannten und Freunden. Ersteres mögen Menschen sein, die uns sympathisch sind, aber bei denen wir immer noch Rücksicht darauf nehmen, dass wir ihnen nicht zu Nahe treten. Bei Freunden dürfen wir das innere nach aussen kehren. Das sind Menschen denen wir helfen ohne etwas im Gegenzug zu erwarten. Gleichzeitig sind es Menschen, die wir jederzeit um einen Gefallen bitten können ohne etwas schuldig zu sein. Menschen denen wir vertrauen.

Ich habe schon häufig gehört, dass Familie viel wertvoller sei als Freunde? Denn, ist es nicht die Familie, die Gesellschaften zusammenhält, beziehungsweise in den vergangenen Jahrhunderten zusammen gehalten hat? Und ist nicht vielmehr der Verfall der Familienstrukturen ein Grund der unseren heutigen Sozialstaat so sehr fordert?
Dabei bin ich mir ehrlich gesagt nicht sicher. Ich glaube, dass dort entweder grosser sozialer Zwang vorhanden war oder aber die Familie so gross war, dass sich eben diejenigen innerhalb der Familie unterstützt haben darüber auch noch befreundet waren. Denn das eine schliesst ja das andere nicht aus. Familie ist ein Konstrukt in das wir herein geboren werden. Bei den meisten Menschen beruht dieses auch verwandtschaftlichen Verhältnissen, bei manchen auch nur auf dem Glauben, dass es verwandtschaftliche Verhältnisse gäbe. Daran zeigt sich mir, dass es eine Familie per Naturgesetz nicht gibt. Sondern es ist unsere eigene Wahl wie wir zu Familienmitgliedern stehen. Insofern können Familienmitglieder ja auch den Status von Bekannten oder Freunden haben.
Wichtig ist es Menschen so zu akzeptieren wie sie sind und sie zu lieben ohne sie ändern zu wollen. Zu Vertrauen!

Menschliche Interaktion macht uns unter anderem erst zu Menschen, zu fühlenden Wesen. Mit Anderen emotional verbunden zu sein macht uns phychisch stärker, intelligenter und emphatischer. Freunde können Deine Familie sein.

Freunde sind keine Selbstverständlichkeit und sie sind freiwillig Deine Freunde.
Ehre Deine Freunde!
Schätze sie so wie sie sind. Sei ihnen immer ein Ansprechpartner!
Sag Ihnen, dass sie sich auf Dich verlassen können!
Vertraue Ihnen!
Sei ein Freund!

P.s.: Falls Du jemandem die oben im Bild zu sehende Postkarte haben möchtest, schreibe mir einfach und ich sende Dir ein paar zu.

zum ersten mal

Wann hast Du das letzte Mal etwas zum ersten Mal getan? An welches Erste Mal kannst Du Dich erinnern? Kennst Du noch das Gefühl der inneren Aufgeregtheit, weil Du nicht genau wusstest, was Dich erwartet? Das Gefühl wenn Du etwas zum ersten Mal schaffst? Oder etwas zum ersten Mal hinter Dir liegt? Der Stolz? Die Zufriedenheit? Das Glücksgefühl?
Das Tolle ist, das die Welt so voller Möglichkeiten ist, dass je mehr Du kannst und kennst, es auch immer mehr Dinge gibt, die Du zum ersten Mal machen kannst.
Wenn Du etwas zum ersten Mal tust, lernst Du etwas Neues. Dadurch entstehen Verknüpfungen in Deinem Gehirn, die es vorher noch nicht gab. Diese können sich auf Bestehende auswirken und plötzlich kann auch Bekanntes in einem neuen Licht erscheinen. Eventuell entdeckst Du auch Deine neue Leidenschaft.
Egal ob Du in Deinem Innersten danach strebst oder nicht, mein Rat ist es, so häufig wie möglich einmal etwas Neues zu probieren. Wenn Du alte Routinen aufbrichst, kannst Du Deine eigene Betriebsblindheit überwinden und Dich, Dein Leben und Deine Gewohnheiten einmal von aussen betrachten. Eventuell entdeckst Du Verhalten, die Du Dir gar nicht wünschst und Dir nicht darüber klar warst sie überhaupt zu haben. Dass ist nämlich das fiese an Gewohnheiten. Sie schleichen sich einfach so ein, manchmal ohne dass wir es mitbekommen.
Selbst wenn Du siehst, dass alles in Ordnung ist, ist das Schlimmste, was Dir passieren kann, dass Du Deinen Horizont erweiterst. Ich habe gemerkt, dass je weiter der Horizont eines Menschen ist, um so weniger Furcht (meistens Angst vorm Unbekannten) hat er. Mit Dingen, die wir neu lernen, die zuvor noch keinen Platz in unseren Denkmustern haben, kleben wir unserem DMN (default mode network) neue Notizzettel an den imaginären Kühlschrank. Doch dazu mehr im nächsten Beitrag von Lisa.

Da fällt mir noch ein, dass unsere Kinder fast jeden Tag etwas zum ersten Mal machen und somit gewöhnt sind täglich dazuzulernen. Die meisten Kinder fühlen sich dabei die meiste Zeit wohl. Erst wenn wir älter werden bauen wir die geistigen Mauern in unseren Köpfen auf. Also lasst uns wieder mehr Kind sein, so unbeschwert und glücklich wie lernende Kinder.

Mach’s einfach! Tu etwas zum ersten Mal!

Immer wieder!

P.s.: Falls Du jemandem die oben im Bild zu sehende Postkarte haben möchtest, schreibe mir einfach und ich sende Dir ein paar zu.

kopf hoch hilft

Ich habe es kaum geschafft in den vergangenen Wochen etwas zu schreiben. Im letzten Beitrag hatte ich ja bereits angedeutet, dass manchmal Dinge passieren, die man/die ich mir anders gewünscht hätte. Trotzdem muss man sich früher oder später diesen Dingen widmen und ihnen eventuell auch absolute Priorität einräumen. Das habe ich getan und vor allem sehr viel Zeit mit meinem Sohn verbracht.

Erst einmal vielen Dank für die vielen Nachrichten. Ich habe mich sehr darüber gefreut und Sufian ist wieder fit und fröhlich.

Und siehe da: Vieles sieht schon besser aus. Die meisten kleinen Probleme sind gelöst, auf dem besten Wege oder delegiert.

Nur Laptop und Emma haben noch einen drauf gesetzt. Direkt nach dem schreiben des letzten Beitrages hat mein Laptop nämlich den Geist aufgegeben. Scheinbar war er nicht wasserdicht! Somit stand dann mein gesamtes Büro unter Wasser und war vorübergehend lahm gelegt. Da er versichert war, ging nun zwei Wochen lang hin und her. Ob er denn zu reparieren sei oder nicht. Dann stellte sich ein Totalschaden heraus, so dass ich mir sofort einen Neuen kaufte und auf diesem diesen Beitrag schreibe.

Es hat sich wieder einmal gezeigt, wie gut es ist, dass ich mein Büro auf das Officeless Office umgestellt habe. Sobald ich einen neuen Rechner hatte, war ich innerhalb von 4 Stunden wieder einsatzbereit.

Das Wichtigste überhaupt war in den letzten Wochen allerdings, dass mein Kleiner wieder auf den Beinen ist. Sufian hat sich vollständig wieder erholt. Er geht, er läuft, er springt und hüpft. Vor allem lacht er den gesamten Tag. Selten zuvor habe ich so viel Lebensfreude in so kleiner Verpackung erlebt.

Es war toll zu sehen, dass er, obwohl es ihm nicht gut ging (er konnte wegen eines posttraumatischen Schocks anfangs nicht einmal selbständig sitzen) jede Gelegenheit nutzte um mit anderen Kindern zu spielen, zu scherzen und zu lachen. Relativ bald hat er auch schon über den Unfall gesprochen und erzählt was ihm widerfahren ist. Ich fand es erstaunlich, dass er sich sich zu keinem Zeitpunkt mit einem hätte, wenn und könnte aufgehalten hat, sondern sofort die jetzige Situation als gegeben akzeptiert hat und versuchte das Beste daraus zu machen. Auch seine Verletzungen, obwohl sie ihm weh taten, hat er irgendwie schnell als Teil seine Situation akzeptiert und sich über jede kleine Verbessung gefreut. Und es wurde immer besser. Erst konnte er wieder stehen, dann einen Schritt laufen, dann zwei, dann zwei Schritte alleine. Ungefähr drei Wochen lang wurde es jeden Tag besser bis es motorisch wieder der Alte war.

Ich habe mir vorgenommen, dass auch für mein eigenes Leben so umzusetzen. Kopf hoch und nach vorne sehen.

Sprich: Wenn mir etwas passiert, egal ob materiell oder nicht, körperlich oder seelisch, mir nicht selber Leid zu tun, sondern nach vorne zu gucken. Was zurück liegt kann icheh nicht ändern sondern stattdessen von hier an das Beste daraus machen.

Üben durfte ich das auch schon. Letztes Wochenende bin ich auf dem halben Wege in die Schweiz mit einem geplatzten Motor liegen geblieben. Sagen wir mal so: Ich habe es recht locker genommen, aber darüber schreibe ich anderes Mal mehr.

schuld, gerechtigkeit & gelassenheit

Ich habe eine Weile darüber nachgedacht, ob ich diesen Beitrag so veröffentlichen soll. Ob er nicht zu persönlich sei, habe ich mich gefragt und weshalb Du dies wohl lesen solltest. Allerdings geht es in allem, was ich tue, darum, Rückschlüsse aus Erfahrungen zu ziehen, um herauszufinden, was in meinem Leben essentiell, Luxus oder Ballast ist und um dann mit der richtigen Einstellung ein glücklicheres Leben zu führen. Genau das macht auch meine Seminare, Trainings und Reisen aus. Also musste ich dies hier Schreiben und ich hoffe Du hast etwas davon, es zu lesen:

Manchmal ist es so viel einfacher, wenn jemand eindeutig Schuld hat – am liebsten natürlich von meinem Standpunkt aus betrachtet.
Ich mag es, wenn Dinge und Situationen eindeutig und klar sind. Wenn es für mich nachvollziehbar ist, warum etwas so ist, wie es ist. Früher habe ich dabei meist die einfachen Zusammenhänge gesucht. Mittlerweile sehe ich oft, dass das Geschehen viel komplizierter sind.
Nichts desto trotz versuche ich die Zusammenhänge zu hinterfragen und zu verstehen. Das macht es mir einfacher zu akzeptieren, dass etwas so ist, wie es ist. Vielleicht ist dies ein Grund, weshalb ich mich oft auf die Suche nach dem großen Ganzen mache, auch wenn ich damit meistens noch scheitere.

Die letzte Woche war wieder Eine, in der ich mich gefragt habe, warum Dinge passieren, wie sie es tun. Wer trägt daran Schuld und kann dafür zur Rechenschaft gezogen werden, damit die Welt (meine Welt) danach wieder in Ordnung ist.

Aber… so läuft es leider nicht!

Anfang der Woche habe ich Unterlagen aus meiner Zeit in den USA gefunden und bin auf lang verschollene Freunde und Bekannte gestossen. Ich habe mich online auf die Suche begeben und zu vielen wieder Kontakt aufgenommen.
Auch mit einem meiner Gastbrüder hatte ich seit langem keinen Kontakt mehr. Ich stieß bei meiner Suche sofort auf vier Wochen alte Polizeibilder seiner Verhaftung. Geschockt lass ich Zeitungsberichte und musste feststellen, dass Josh den zweijährigen Sohn seiner Freundin umgebracht hat, weil sich dieser eingemacht hatte. Total geschockt habe ich tagelang daran gedacht und mich gefragt wie so etwas passieren kann. Wessen Schuld war es, dass es dazu kommt? Wer kann bestraft werden?

Ich war nicht gut beieinander in der Zeit und musste viel an meinen Kleinen denken, der zu dieser Zeit in Marokko war.

Da erreichte mich eine Anklageschriften von einer Person, die sich finanziellen Vorteil erhofft, wenn sie mich verklagt. Ich bin der Meinung, dass die Vorwürfe aus der Luft gegriffen sind. Ich muss mich dennoch dagegen wehren, Stellung beziehen und auf einen Prozess einlassen, da ansonsten zu meinen Ungunsten entschieden werden könnte. Ich verstehe dieses Vorgehen nicht. Ich war zutiefst getroffen und persönlich angegriffen und es fiel mir schwer darauf zu reagieren. Warum passiert das mir? Wessen Schuld ist das? Das ist so ungerecht!

Bereits in einem emotionalen Zustand, in dem ich mich kaum um solche (in meinen Augen) Lappalien kümmern kann und doch eventuell gezwungen bin einen Anwalt einschalten zu müssen, erreichte mich ein Anruf:

Mein Kleiner war zwei Tage vorher in einen schweren Verkehrsunfall mit seinen Großeltern in Marokko verwickelt.
Opa tot.
Oma schwerverletzt.
Sufian seit zwei Tagen auf der Intensivstation. Ich reiste sofort ab und verbrachte die kommende Nacht auf dem Flur und vor der Türe eines arabisch/afrikanischen Kinderkrankenhauses. Wer eines gesehen hat, weiss wovon ich spreche… Mein Vertrauen in das Gute auf dieser Welt sank ins Bodenlose. Das konnte doch nicht sein? Wessen Schuld ist das? Wer kann dafür bestraft werden?

Sufian wird entlassen, kann aber nicht laufen und ich bleibe vorerst in Marokko.

Darauf erreicht mich das Schreiben eines Räumungsbefehls für meine Berliner Wohnung. Mein Vermieter, der meine Wohnung gerne kernsanieren und zum doppelten Preis vermieten möchte, ist von Beruf Anwalt und drangsaliert seit längerem die Bewohner des Hauses. Mir schickt er seit 1 1/2 Jahren in unregelmässigen Abständen Abmahnungen und angebliche Fristlose Kündigungen, die bisher jedes Mal auf Falschaussagen beruhten und haltlos waren. Trotzdem zehrt es an den Nerven, zu wissen, dass jeder Schritt beobachtet wird, um einen Fehler des Mieters aufzudecken.
Da der Vermieter im selben Haus wohnt, hat er mitbekommen, dass zur Zeit niemand in der Wohnung ist und hat wegen eines angeblichen Reparaturtermines eines Wasserzählers am folgenden Tag, per angeblichem Boten eine Aufforderung zur Gewährung des Zutritts in meinen Briefkasten einwerfen lassen. Ich habe natürlich nicht darauf geantwortet, da ich das Schreiben bis heute nicht gesehen habe. Deshalb warf er mir umgehend Vertragsbruch vor, wegen Verweigerung des Zutritts zur Wohnung und sprach eine sofortige Kündigung zum darauffolgenden Tag aus. Wieder per Boten in den Briefkasten.
Du kannst es Dir denken, ich habe mich darauf wieder nicht gemeldet und auch die Wohnung nicht geräumt… Ich bin ja nicht da.
Daraufhin hat er unmittelbar einen richterlichen Räumungsbeschluss angekündigt. Darüber setzte er mich dieses Mal per Email in Kenntnis, sowie dass ich sämtliche Kosten für Prozess und Räumung zu tragen habe. (Man beachte, dass er sowohl, meine Emailadresse, wie auch Telefonnummer, wie auch mein Anschrift in der Schweiz hat)
Derweil bin ich noch in Marokko und habe, gelinde gesagt, andere Sorgen. Warum macht er dass?
Ich hatte diesen Sommer versucht die Wohnung zu kündigen und möglichst schnell einen gemeinsamen Termin für die Rückgabe zu finden, da ich in der Schweiz wohne. Das hat er mit Verweis auf irgendwelche Paragrafen abgelehnt. Und jetzt so? Was eine Ungerechtigkeit! Was habe ich getan?

In meiner Gedankenwelt, in der ich mir Ursache und Wirkung wünsche, frage ich mich wieder und wieder: „Was habe ich getan, um diese Woche zu verdienen?“ Gerne würde ich das verstehen, um solche Resultate zukünftig zu verhindern.

Wenn ich allerdings meine Ichbezogenheit aufgebe und die Geschehnisse mit Abstand betrachte, sehe ich, dass sie wahrscheinlich nichts direkt mit mir zu tun haben, sondern Prozesse ausserhalb meines Einflussbereiches im Gange sind, die zufällig zeitgleich bei mir zusammentreffen. An dieser Geisteshaltung arbeite ich jeden Tag (und scheitere meist) und versuche durch das Aufschreiben und Veröffentlichen, Dich daran Teil habe zu lassen, so dass Du, wenn Du magst, Schlüsse für Dein eigenes Leben daraus ziehen kannst.
Ich hoffe, dass wir alle mit geteilten Erfahrungen stärker eine positive und gewinnende Einstellung für einander erreichen können und so Konflikte vermeiden.

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Du bestimmst es für Dein Leben selbst!

Für mich heisst das:
Ich habe Glück, dass die meisten Menschen in Deutschland persönliche Rache über juristisches Klagen erreichen wollen und nicht über Selbstjustiz. So kostet mich diese Auseinandersetzung eventuell Geld, aber nicht meine Gesundheit oder gar mein Leben.

Ich habe Glück, dass Sufian noch lebt und sich allem Anschein nach vollständig erholen wird und ich in diesen schweren Stunden für ihn da sein durfte.

Ich habe Glück, dass ich die Wohnung sowieso loswerden will, weil ich in der Schweiz lebe. Ich werde also nicht auf der Straße sitzen (wobei auch das nicht das Ende wäre), sondern im schlimmsten aller Fälle Geld (für was auch immer noch kommt) zahlen müssen.

Was auch immer passiert: Unser Leben haben wir nur so lange, bis es vorbei ist. Es ist unsere eigene Wahl mit welcher Einstellung wir dieses eine Leben leben! Über die Qualität des Lebens entscheidest Du selbst!

Mach Du das Bestmögliche aus Deinem Leben! JETZT!

simplicity of happiness podcast

Willkommen zum zweiwöchentlichen Podcast über die Einfachheit des Glücklichseins. Beispiele aus und Tipps für das Leben.

Wenn weniger mehr ist.
Jeden zweiten Mittwoch neu.
Natürlich auch auf iTunes! oder STITCHER!

schaffe arbeitsroutinen ab und lege dir neue zu

Ich habe vor ein paar Wochen ein Interview für HAPPY WORKS gegeben. Ein Unternehmen der Gastautorin Lisa welches sich auf mehr Zufriedenheit am Arbeitsplatz konzentriert und dazu Schulungen und Beratungen anbietet. Original

Florian schlägt seinen Arbeitsplatz seit fast zwei Jahren immer dort auf, wo er gerade unterwegs ist: in seinem Camper in Südfrankreich, am Strand in Marokko, in Cafés auf Sansibar oder seiner Wohnung in den Schweizer Bergen. Wie er es schafft, mit so viel Freiraum umzugehen und dabei trotzdem seine Arbeit zu erledigen, verrät er uns heute.

Lisa: Vor welchen Herausforderungen stehen die meisten von uns heute, wenn sie selbständig oder örtlich ungebunden arbeiten wollen?

Florian: Das Schwierige beim selbständig arbeiten ist, dass mir die Strukturen fehlen, die mir sagen, was ich zu tun habe. Eigentlich wünsche ich mir, dass die einschränkenden Routinen des Büroalltags wegfallen. Dann setze ich mich, ins Café, zu Hause an den Schreibtisch oder in den Wohnwagen, klappe den Computer auf und weiß nicht, wo ich anfangen soll. Denn wenn mir niemand sagt, dass ich Dokument xy in 30 Min. abgeben muss oder gleich ein dringendes Meeting ansteht, dann kann ich auch erstmal die Onlineversion der Süddeutschen auswendig lernen oder das Internet ausdrucken.

Lisa: Und was kann ich tun, um nicht das Internet auszudrucken, sondern etwas Produktives und Sinnvolles mit meiner Zeit anzufangen?

Florian: Du brauchst eine vernünftige Eigenstruktur. Da gibt es für jeden einen anderen Rhythmus und eine andere Reihenfolge.
Selbstorganisation beginnt mit einer hypothetischen Frage:
Wenn die ganze Welt in Ordnung wäre und ich mir meinen kompletten Arbeitstag alleine strukturieren könnte, wie sähe das dann aus? Willst Du das Gleiche machen, wie in Deinem regulären Job, nur von zu Hause? Oder geht es Dir darum, dass Du mehr Zeit für Projekte hast. Wenn ja, was sind das für Projekte? Welche, wo Du etwas schreibst, etwas konzipierst oder bei denen Du andere Sachen zusammen trägst, Dich mit anderen Leuten unterhältst…? Das schreibst Du Dir auf. Und dann notier Dir die Dinge, die Du abarbeiten musst, um das Ganze am Laufen zu halten. Und jetzt schaust Du, wie Du das Ganze strukturierst.
Folgende Tipps können Dir dabei helfen:
Mails nur einmal am Tag lesen & beantworten
Eine Mail muss nicht sofort beantwortet werden. Das hat sich in den letzten 5 Jahren so etabliert, dass viele Menschen ins Büro gehen und den ganzen Tag nur auf einkommende Emails zu reagieren. Mein Tipp ist, Mails entweder jeden Morgen als erstes oder noch besser jeden Tag als letztes zu erledigen. Weil oft stehen da Sachen drin, die ganz interessant sind und auf einmal sind Dinge, die Du eigentlich machen wolltest nicht mehr so wichtig. Deswegen beginne mit den Sachen, die Du Dir strategisch für den Tag vorgenommen hast. Wo Du 4 Stunden Zeit investieren möchtest. Wenn das fertig ist kommen die zwei, drei anderen Sachen und die letzten 1-2 Stunden beantwortest Du Mails. Und Du arbeitest sie ab – alle. Abarbeiten bedeutet nicht, dass Du alles, was darin von Dir gefordert wird, sofort machst, sondern Du guckst sie dir an und sagst: ja, nein, weiterleiten. Die To Do‘s trägst Du Dir sofort für die nächsten Tage in Deinen Kalender ein und informierst ggf. kurz den Absender. Dann wissen die anderen, dass Du das auf dem Schirm hast. Damit beendest Du Deinen Arbeitstag – To Do’s in den Kalender eintragen.
Ein gut geführter Kalender
Dafür ist ein online verfügbarer Kalender wichtig, in dem Du Dir die ganze Woche strukturierst. Ich schreibe mir da auch die freien Zeiten rein z.B. Zeit für Eventualitäten oder Zeit für mich, denn auf diese Weise kommt mir weniger dazwischen.
Eine To Do Liste für das gesamte Leben
Neben dem Kalender hilft eine To Do Liste beim Strukturieren der Arbeit. Hier macht es Sinn, eine einzige Liste zu führen. Da ist alles aufgeschrieben. Egal, ob das privat oder Business ist. Denn Du hast ja nur ein Leben und bist immer die gleiche Person. Du sitzt vielleicht gerade an Deinem Jobprojekt aber abends kommen Freunde zum Essen vorbei und Du musst noch einkaufen. Das hast Du logischerweise alles in Deinem einen Kopf. Deswegen empfehle ich eine Liste, die Du dann priorisierst.
Dafür benutze ich z.B. das Churchill System und teil alle meine To Do‘s auf in:
Wichtig und dringend
Wichtig und nicht dringend
Dringend und nicht wichtig
Nicht wichtig und nicht dringend
Uns dann gehst Du Deine Aufgaben in der Liste durch: Was habe ich alles mit 1er, möglichst keine und was sind die 2er…und die Sachen schreibe Dir dann für die nächsten Tage in den Kalender. Und eine 4 wird eigentlich nie bearbeitet. Sie steht nur als Erinnerung auf der Liste und tendiert dazu, irgendwann so unwichtig zu werden, dass sie eigentlich von der Liste verschwindet.
Was ich interessant finde: Etwas, das dringend ist aber nicht wichtig, ist in meiner Priorisierung weiter unten als etwas, das wichtig ist und nicht dringend. Viele Leute tendieren dazu, Sachen zu machen, die dringend sind. Aber oft ist es gar nicht wichtig. Wenn diese Sachen gemacht werden, dann jetzt. Aber was passiert denn, wenn ich es einfach gar nicht mache? Wenn das auch nicht so schlimm ist, dann mach lieber etwas, was wichtig ist. Bevor es wichtig und dringend wird, denn dann verursacht es Stress.
Es ist sehr schwierig, das alles so durchzuhalten. Denn die meisten Menschen funktionieren nicht nach dem Prinzip: Oh, was mach ich denn heute? Ich schaue mal in die To Do Liste…Sondern sie wissen, sie haben eine Liste und schauen da sehr selten rein.

Lisa: Hier kommt dann wohl die Routine ins Spiel?

Florian: Ja, genau.
Bestimme Deine Zeiteinteilung selber und halte Dich daran
Das erreichst Du, indem Du Dir Routinen antrainierst und zu bestimmten Uhrzeiten denselben Ablauf hast. Finde selber raus, was das Beste für Dich ist. Eine Möglichkeit wäre: egal, was am Tag davor gewesen ist. Ich stehe jeden Morgen um 8.00 Uhr auf, setze mich 20 Minuten an meinen Computer und schaue in meinen Kalender und meine To Do Liste: Was steht wann an? Und welche Sachen sind mir noch eingefallen, die gemacht werden müssen? Das ist der erste wichtige Punkt: Dir morgens vergegenwärtigen, was Du Dir vorgenommen hast.

Lisa: Das finde ich interessant. Du willst aus einer Routine ausbrechen im Büro, um Dir dann eine eigene, neue Routine zu schaffen?

Florian: Immer wieder aktiv eine Entscheidung zu treffen erfordert Kraft und Zeit. Routinen helfen, Energie zu sparen. Und das Tolle ist: wenn Du Dir die Routinen selber aufbaust kannst Du schauen, wieviel Routine macht Dir die Arbeit noch leichter und ab welchem Punkt fängt es wieder an, Dich einzuzwängen.
Wichtig ist, dass Du Dir Deine eigenen Routinen schaffst und nicht die von der Gesellschaft oder Deinem Arbeitgeber einfach übernimmst.
Und das Abarbeiten schaffst Du, indem Du Ablenkungen abschaltest. Mails aus. Vor allem Handymailfunktion. Schalt Dir für die Arbeitszeit den Flugmodus ein. Es kann auch helfen, offline zu arbeiten. „Hach, ich wollte doch noch gucken, wie…“ der Gedanke kommt Dir und Du schreibst es in deine To Do-Liste. Und arbeitest weiter. Dann ist Dein Kopf wieder frei und Du kannst ohne Ablenkung an dem arbeiten, was Du Dir vorgenommen hast.

Florian bietet in regelmäßigen Abständen sein Webinar „Büroloses Büro“ an, in dem er darüber spricht, welche technischen Gadgets dabei helfen, selbständig und ortsunabhängig zu arbeiten.

ablenkung

Es gab eimal eine Zeit, in der habe ich machen dürfen wozu ich Lust hatte. Wenn ich etwas getan habe, dann war ich meist zu 100% bei der Sache, habe die Zeit vergessen und an nichts anderes gedacht. Ich war bei mir selbst und im Hier und Jetzt. Und dann? Dann wurde ich erwachsen! Wieso eigentlich?

Ich hatte kaum Verpflichtungen und einen großen Teil meines Tages zur freien Verfügung. Ich war ein Kind und ging zur Schule, die spätestens um 13 Uhr vorbei war. Dann habe ich meine Hausaufgaben gemacht und bin vor die Türe spielen gegangen. Mir ist drinnen schnell die Decke auf den Kopf gefallen, aber draussen gab es keine Grenzen. Ausserdem gab es noch Wochenenden und die endlos wirkenden Ferien. Zeit genug um Wälder zu entdecken, Buden und Staudämme zu bauen und der Fantasie freien Lauf zu lassen.

Ich frage mich manchmal, was damals so anders war. Warum konnte ich mir damals die Zeit nehmen? Ich denke, dass es im Laufe meines Lebens immer stärker von mir erwartet wurde, dass ich etwas `Konstruktives´ tue. Eigentlich müsste ich dieses, eigentlich müsste ich jenes. Das habe ich dann auch zunehmend von mir selber erwartet und dann habe ich begonnen Dinge aufzuschieben. Denn plötzlich waren dies keine Dinge mehr, die ich unbedingt tun will, sondern die ich tun muss. Und dann habe ich versucht mich abzulenken und der Druck wuchs und ich habe nach immer mehr Ablenkung gesucht.

Und dann zog die endgültige Ablenkung in meinen Alltag ein. Wir bekamen Kabelfernsehen. Jetzt musste ich mir nicht einmal mehr etwas suchen, um mich abzulenken, sondern konnte einfach die Glotze anstellen und schon machte ich mir keine Gedanken mehr.

Diese Ablenkung wurde nicht gerade kleiner mit dem Einzug von Computer, Internet, Handy, Smartphone, Tablet und Facebook. Bei so vielen Möglichkeiten, fällt es mir leichter mich abzulenken, als mich auf irgend etwas zu konzentrieren.

Zwischenzeitlich bin ich sehr frustriert, wenn ich nichts fertig bekomme. Das hat dazu geführt, dass ich nach und nach viele Dinge, die mich Ablenken könnten, aus meinem Leben wieder verbannt habe und ausserdem versuche ich mich an folgende  Punkte zu erinnern:

  • Unliebsame Dinge zuerst abarbeiten
  • Fokus auf Tätigkeiten legen, die mir Spaß machen
  • Ablenkungsmöglichkeiten reduzieren (Kein Fernseher, Handy in den Flugmodus, Offline arbeiten)
  • Einfach mal wieder Kind sein

Neulich war ich mit meinem Sohn in der Schweiz im Wald. Die Wälder hier sind ein Paradies. Riesige lichte Tannenwälder mit steilen Hängen und überall kleine Bäche. Mein Kleiner stand einfach stundenlang am Wasser und warf Steine hinein.

Und ich? Hab ´nen Staudamm gebaut. Alleine. Ohne mein Handy. Nach Stunden sind wir, beide glücklich, zurück nach Hause gegangen.

Manchmal sind es die einfachen Dinge, die glücklich machen.

Bei mir sind das zum Beispiel:
Laufen gehen, Artikel schreiben, Natur erleben, Imkern, Staudamm bauen ;-), Musik machen und hören, Lesen und vieles mehr…

Einmal angefangen darüber nachzudenken, was mir Spaß macht und mir fallen so viele Dinge ein, dass eigentlich mein ganzes Leben ein einziges Spaß sein müsste.

Wie oft machst Du noch Dinge ohne auf die Uhr zu schauen, bei denen du die Zeit vergisst?

lehren aus stonetown

2013 hatte ich die Idee, dass es mir gut tun würde, einmal eine Weile weit weg zu arbeiten. Ich war es satt jeden Tag dasselbe zu sehen. Für meine Arbeit, bei der ich mit Menschen in ganz Europa kommuniziere, ausgerechnet in einen ganz bestimmten Raum in Berlin (mein Büro) zu gehen, demotivierte mich insbesonders. Auch meine Gesprächspartner konnten ja schließlich irgendwo anders sein. Ich erreichte den Punkt, dass ich meine Arbeit nur noch für das Geld und nicht mehr für mich selbst machte.

Dabei habe ich damals, genauso wie auch heute noch, stets nach einem tieferen Sinn gesucht. Mit dem was ich tue, möchte ich etwas Besonderes tun. Ich hatte mir deshalb vergangenen Winter vorgenommen mir einen Traum zu erfüllen. Ich wollte eine Weile von einem der bezauberndsten Orte der Welt arbeiten: Sansibar.
Das ist nämlich genau der Punkt. Ich arbeite gerne. Ich möchte nur nicht das Gefühl haben, mein Leben zu verpassen, während ich arbeite. Ich glaube, dass ich mich immer wieder auf meine innere Motivation berufen muss, um mit dem, was ich tue, wirklich gut zu sein und potentiell auch einen Unterschied zu machen.
Ausserdem habe ich mir gedacht, dass mir ein externer Blick auf meinen Arbeitsalltag sicherlich hilft, um zu entdecken, was mir wirklich Spaß macht und was nicht. Nach einer dreiwöchigen Reise durch den Norden Tansanias, bin ich am 25. Dezember mit der Fähre zurück nach Sansibar um in Stonetown (Sansibar City) den folgenden Monat zu verbringen und von dort zu arbeiten. Dort wollte ich sein. Ich hatte ausreichend Zeit und keine Verpflichtungen, doch es viel mir so schwer mit meiner Arbeit zu beginnen. Was mache ich denn als erstes, wenn es eigentlich alles sein könnte und nur an meiner Priorisierung liegt, was gerade jetzt am wichtigsten ist.
Ausserdem konnte ich den Tag nicht einfach mit einer üblichen Routine beginnen und mich langsam einarbeiten. Wie ich schnell herausfand, ist Stonetown zwar faszinierend, bietet aber gleichzeitig quasi keinen Raum, wo ich ungestört und komfortabel arbeiten konnte. Ich hatte mir ein recht kleines Zimmer gemietet und dort gab es nicht wirklich Fenster mit Aussicht. Die Fenster, die es gab, waren klein, hatten Gitter davor und waren mit Moskitonetzen bespannt. Zum hindurchsehen eignete sich das nicht. Allerdings wäre auch das überschätzt gewesen, denn ungefähr 1,5 Meter entfernt steht auf der „anderen Strassenseite“ das Nachbarhaus. Nicht gerade ein inspirierender Blick.
Wollte ich drinnen arbeiten, musste ich die Neonröhren anschalten, weil es sonst zu dunkel war. Neonlicht trug bei mir allerdings auch nicht zum unmittelbaren Wohlfühlerlebnis bei. Neben meinen Laptop lag stets ein Handtuch. Ich habe nämlich beim Tippen so geschwitzt, dass meine Arme irgendwann anfingen wild auf dem Tisch hin und her zu rutschen.
Ich wollte draussen sein, ich wollte draussen arbeiten. Ich hatte einen Laptop mit ausreichend Batterie, ich hatte einen Internet Stick und eine lokale UMTS Karte um sogar online arbeiten zu können. Doch so funktioniert das Arbeiten in Afrika halt nicht… einfach so mit dem Computer in irgendeinen Park oder am Strand arbeiten. Erstens gab es keine Parks, zweitens gab es keinen Strand mit Schatten. Drittens: falls ich doch einmal einen öffentlichen Platz gefunden hatte, an dem ich dachte, es wäre doch toll einmal eine Weile an diesem zu arbeiten, versammelten sich direkt mehrere Personen, die mich entweder in ein Gespräch verwickeln wollten oder sich quasi auf meinen Schoß legten um besser auf den Bildschirm schauen zu können.
Mir war schnell klar, dass ich irgendwo, irgendwie anders arbeiten musste. Dachterrassen, obwohl es davon eigentlich genug hätte geben können, sind auf Sansibar (eigentlich in ganz Afrika) nicht wirklich verbreitet. Vielleicht zieht es einen ja nicht mehr so in die Sonne, wenn diese das ganze Jahr scheint.
Also für mich hieß das, dass die Dachterrasse auch ausfällt. Ich habe deshalb ein Café nach dem anderen ausprobiert und bin viel zu Fuß unterwegs gewesen um neue Plätze kennen zu lernen. Wie du dir vielleicht vorstellen kannst, hat mich das in den ersten Tagen ziemlich frustriert. Das hatte ich mir so nicht vorgestellt. Jeden Morgen musste ich mir als erstes Gedanken darüber machen, wo ich denn wohl hingehe, um ein wenig in Ruhe zu arbeiten und endete meist unschlüssig durch Stonetown schlendernd. Dabei habe ich mich dann auch noch jedes Mal hoffnungslos verlaufen. Ich bin dann so lange in dieselbe Richtung gelaufen (oder habe das zumindest versucht) bis ich entweder einen Punkt erreicht hatte, den ich bereits kannte oder das Ende Stonetowns. Dann konnte ich einfach so lange aussen herum laufen, bis ich die dem Wasser zugewandte Seite erreicht hatte oder/und wieder wusste wo ich war. Es ist schon lustig, wie sehr mein Gehirn damit beschäftigt war, sich endlich meinen Heimweg merken zu können. Ich war vollständig damit ausgelastet, die Umgebung im Auge zu behalten und mir Dinge zu merken, an denen ich mich orientieren konnte, damit sich neue Routinen einprägen und meine Spaziergänge wieder einfacher werden würden. Unser Gehirn versucht die ganze Zeit zu vereinfachen und möglichst viele Alltagssituationen im Autopiloten zu speichern. Das erleichtert viel, kann uns allerdings auch einschränken, wenn wir uns der Automatismen nicht bewusst sind.
Langsam lernte ich wann es wo schön ist, wie ich dorthin und auch wieder wegkomme. Ich wusste,  wo es Kaffee gab, auch wo es leckeren Kaffee gab, wo ich eine Weile sitzen bleiben konnte und wo ich schön den Sonnenuntergang genießen konnte und dabei noch den einen oder anderen Artikel zu Ende schreiben konnte. Meine Tage wurden entspannter und meine Konzentration konnte sich mehr und mehr meinen Arbeitsthemen widmen.
Als ich nach Sansibar kam, wollte ich unbedingt meine Routinen loswerden. Ich dachte, dass diese mich am glücklich Arbeiten hindern. Doch als sich dann alle Routinen in Luft aufgelöst hatten, wurde ich plötzlich unsicher. Es war auf einmal nicht mehr sicher, wo ich schlafe, ob ich schlafe (Stromausfall/Ventilator), ob ich frühstücke und was, was ich ansonsten esse, wo und ob ich Internetempfang habe, ob ich nach dem Laufen duschen kann oder es wieder kein Wasser gibt…
Dann fing ich bzw. mein Unterbewusstsein langsam an wieder neue Routinen aufzubauen und als ich schließlich wieder richtig im Flow war, flog ich zurück.
Wenn ich jetzt auf diese Zeit zurückblicke, realisiere ich, dass dies das Beste war, was ich diesen Winter hätte machen können. Denn viele der Sansibarroutinen sind ja nicht aus versehen entstanden, sondern weil sie mir dabei halfen, genau das zu tun was ich mir wünschte. Ich habe eine klarere Vorstellung davon gewonnen, wie ich arbeiten möchte und was ich tun möchte. Einige der neuen Routinen sind mir so klar, dass ich diese mitgenommen habe und an neuen Orten ebenfalls schnell etablieren kann. Ich arbeite so viel effizienter als jemals zu vor und es geht mir dabei so gut wie selten.

In Stonetown habe ich gelernt:

  • Ich hasse Routinen
  • Ich brauche Routinen
  • Ich könnte immer über etwas meckern
  • Es ist meine eigene Entscheidung ob ich das Positive sehe oder nicht
  • Nichts ist perfekt
  • Alles ist perfekt für den Moment
  • Wenn ich weiss was ich will, kann ich es schaffen
  • Vergiss Deine Erwartungshaltung und lebe JETZT

Was ein bemerkenswertes Leben bemerkenswert macht, sind nicht welche Chancen sich Dir bieten, sondern was Du aus diesen Chancen machst!

Falls es dich auch interessiert ohne Büro zu arbeiten habe ich alle meine Erfahrungen aus Stonetown in diesem Webinar zusammengefasst.

was unser gehirn tut wenn wir nichts tun

Ich freue mich über einen erneuten und wunderbaren Gastbeitrag von Lisa. Sie liefert dieses mal unwissentlich die Begründung warum meine Segel- und Saharareisen so einen starken Eindruck hinterlassen:

Manchmal passiert mir das: jemand fragt mich „Woran denkst Du gerade?“ Dann werde ich abrupt aus meinen Gedanken gerissen, die gerade abgeschweift sind. Und kämpfe mich auf der Suche nach einer passenden Antwort durch das Chaos in meinem Kopf. Versuche für einen Moment Ordnung zu schaffen. Und sage – weil ich keine passenden Worte finde- „Ach, an gar nichts.“ Und weiß, dass das nicht stimmt.

Weil unser Gehirn niemals still steht.
Verblüffenderweise habe ich die Beobachtung gemacht, dass meine Gedankenwelt besonders bunt wird und meine Ideen besonders kreativ, wenn ich gerade nichts Produktives tue. Sich fast ein bisschen Langeweile einschleicht…
So wie zuletzt in Melbourne. Weit weg von meinen Routinen und meinem sozialen Netz hatte ich viel Zeit für mich und mein Gehirn plötzlich ungeahnte Kapazitäten. Sehr oft bin ich ziellos durch die Straßen geschlendert und in meinem Kopf gab es plötzlich ein Feuerwerk – mit Erinnerungen an meine früheste Kindheit; dem Geschmack von längst gegessenen Gerichten; Dialogen, die nie gesprochen wurden; Personen, die ich lange nicht getroffen hatte…wie ein Theaterstück in dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zusammen laufen, mit unzähligen Darstellern und unendlich vielen Handlungssträngen. Zu komplex für die Abbildung in der Wirklichkeit – Tagträume…
Die Hirnforschung sagt, dass in solchen Momenten, in denen wir zur Ruhe kommen das sogenannte Default Mode Network (DMN, dt. Leerlauf Netzwerk) aktiv wird. Und dieses kennt keine effiziente Antwort auf äußere Reize, sondern ist spezialisiert auf eine nach Innen gerichtete Verarbeitung von Erlebnissen und Erfahrungen. Damit ist das DMN ein wichtiger Teil unserer Selbstwerdung. In einem ständigen Monolog erzählen wir uns unsere eigene Geschichte immer wieder neu. Es ist als ob das DMN in unserem Unterbewusstsein einen riesigen Berg aus Notizzetteln abarbeitet, die jeden Tag durch unser Erleben entstehen. Und dann wird zugeordnet, strukturiert, bewertet, umgedeutet. Und schafft damit die Voraussetzung für reflektierte Entscheidungen.
Und so kommt es, dass gerade dann, wenn wir unserem Gehirn Freiraum lassen kreative Ideen und komplexe Problemlösungen entstehen können; so wie unter der Dusche, beim Joggen oder an die Decke starren.
Doch in unserer modernen Welt fordern Reizüberflutung und die enge zeitliche Taktung unser Gehirn fast kontinuierlich heraus. Und lassen dem Abschweifen der Gedanken wenig Raum. Durch meine Erfahrungen in Melbourne habe ich gelernt Leerlauf in meinem Alltag zuzulassen. Weil ich mehr im Einklang mit mir selbst und meinem Leben bin, wenn ich meinen Geist regelmäßig auf Wanderschaft schicke. Aristoteles wäre stolz, denn damals, in der Antike, war die Muße das höchste Gut.

meine neu entdeckte freiheit

Ich freue mich sehr heute einen Gastbeitrag eines mir besonders wichtigen Menschen veröffentlichen zu dürfen. Manchmal ist das Glück so nah. Danke Judy:

Die Einfachheit des Glücks auf Schweizer Wanderwegen

Ein freier Tag ist für mich ein Tag in der Natur, in den Bergen, auf den Wiesen, auf meinen Beinen und Füßen, mit einem Rucksack auf dem Rücken und je nach Jahreszeit Schneeschuhen und Stöcken in der Hand.

Schon Tage vorher denke ich an diesen freien Tag, wo werde ich hinlaufen, welchen Berg mir von oben anschauen und welche Route meinen Schneeschuhen zeigen. Die Vorfreude ist groß und am Morgen dieses freien Tages kribbelt es schon in meinen Beinen… gleich geht’s los.

Die Kulisse vor allem bei guter Sicht ist immer wieder atemberaubend, schon das Hinsehen macht Freude und bei jedem Blickwechsel sieht das Auge Neues, Spannendes und das Herz ruft: diesen Gipfel möchte ich sehen und diese Wiesen möchte ich begehen.

Die Freiheit ist grenzenlos, schon an der Haustür entlang führt ein Wanderweg, der zu zig weiteren führt. Das Netz streckt sich tausende Kilometer weit über Hügel und Wiesen, an Seen entlang und zu riesengroßen Bergen. Unbegrenzte Möglichkeiten für kleine Laufrunden, größere Laufrunden, ausgiebige Wandertouren, Bergbezwingungen und und und..

Ein Paradies, für mich! Und unglaublich einfach – kein großes Equipment, das ich benötige und keine großer Aufwand, den ich betreibe – dafür ganz viel Freiheit und Zeit für mich und uns.

Es kann so einfach sein, herauszufinden, was einen glücklich macht, aber meist ist es so schwer.

dankbar für den moment

Die letzte Woche habe ich mit Teilnehmern der dritten sahara experience in der Wüste verbracht. Meine Intention bei diesen Reisen ist, meinen Teilnehmern zu zeigen, wie anders das Leben sein kann. Ich vergesse selbst manchmal, dass ich genau genommen, alles was ich im Leben mache, aus freien Stücken und auf meinen eigenen Wunsch hin tue. Jedes mal, wenn ich eine Entscheidung treffe, könnte ich auch eine andere Entscheidung treffen, oder es komplett bleiben lassen. Ich müsste halt nur mit den jeweiligen Konsequenzen leben.

Ich denke dabei an die ganzen kleinen Momente, die wir uns anders wünschten und uns aus ganzem Herzen darüber beklagen, wie schwer wir es doch haben. Ich versuche mich immer wieder daran zu erinnern, wie schwierig auch immer die Situation nun sein mag, dass es mein freier Wille ist, wie ich mich nun in der jeweiligen Situation verhalte. Denn wie ich in die Situation hinein gekommen bin, kann ich für dieses Mal nicht mehr beeinflussen. Wir können allerdings in jeder Situation entscheiden wie es weiter geht.
Ich vergesse dabei immer wieder, um welche Lappalien es sich dabei eigentlich handelt. Alles was uns wirklich bedrohen kann, haben wir in unserer Welt ja sehr gut im Griff (denken wir). Wir können uns gerade so noch einen Stromausfall vorstellen und wenn drei Feiertage ohne geöffnete Geschäfte bevorstehen, neigen wir zu Hamsterkäufen. Das Schlimmste, was mir persönlich in meinem Alltag zustößt, ist eine zusammenbrechende Wifi-Verbindung. Selten denke ich an andere Menschen, die ausserhalb unserer Komfortzone leben und wie diese in ihrem täglichen Leben den Naturgewalten ausgeliefert sind.
Nachdem wir letzte Woche in M’Hamid angekommen sind, schien dort noch die Sonne. Allerdings nur, um uns kurz willkommen zu heissen und dann sofort dem aufziehenden Sandsturm zu weichen. Ich habe mir das Spektakel, im festen Glauben, dass es ein paar Stunden dauern wird, interessiert angeschaut und gefreut, dass es heute passiert und nicht morgen. Und siehe da zum Abend hin schwächte sich der Sturm ab. Womit ich nicht gerechnet hatte, aber zur Realität wurde, war, dass der Sandsturm jeden Tag aufs neue aufzog und unser ständiger Begleiter wurde. Es gab von nun an nur einen entscheidenden Unterschied. Wir liefen jetzt mitten hindurch und zwar immer in die Richtung aus der der Wind (und sämtlicher Sand) uns entgegen bließ. Nach und nach bekam ich ein Gefühl, dass sich nur sehr selten bei mir einstellt: ich fühlte mich hilflos. Ich habe es gehasst, Sand in den Augen zu haben, Sand in der Nase zu haben, Sand in meiner Lunge zu haben. Ich hätte mich so gerne versteckt. Eine Pause machen half auch nicht wirklich. Der Sand war ja eh überall. Essen zuzubereiten oder es zu essen ähnelte sehr einem Spiel im Sandkasten. Nachts ließ der Wind nach, nur um dann mit plötzlichen heftigen Böen eimerweise Sand in meinen Schlafsack zu befördern. Ich wachte morgens auf und kaute auf Sand. Es half alles nichts ausser schlichtweg stoisch zu werden. Einfach weitermachen und darauf hoffen, dass es irgendwann nachlässt. Am Abend des dritten Tages war es so weit. Der Himmel lichtete sich und wir hatten unsere erste sternenklare Nacht.
Schließlich hatten wir eine unglaubliche Reise und freuten uns umso mehr über entspannte klare Nächte und Musik am Feuer. Wir wussten ja jetzt, dass dies nicht selbstverständlich ist.
Und in etwa so ist es wohl auch mit allen Dingen. Es scheint nicht immer und überall die Sonne im Leben. Manchmal tauchen Schwierigkeiten auf und wir müssen harte Zeiten überstehen. Es hilft nicht, wenn wir uns vor diesen verstecken. Der einzige Ausweg ist sich den Problemen zu stellen und sich  irgendwie hindurch zu kämpfen. Wenn diese dann erst einmal hinter uns liegen ist es umso schöner, die Zeit zu genießen in der alles glatt läuft. Dann hast Du es Dir verdient und das fühlt sich toll an.
Wenn Du es schaffst, Dir diese beiden Sachen stets vor Augen zu führen, hast Du bereits einen großen Schritt zum glücklichen Leben geschafft.
Ich hoffe, dass ich mich, immer wenn es für mich gut läuft, daran erinnere, dass dies nicht selbstverständlich ist und ich es schaffe, immer dankbar für den Moment zu sein.
Jetzt sitze ich noch eine Woche in meinem „officeless office“ in Taghazout am Meer. Kein Sandsturm mehr, durch den ich laufen muss. Einfach nur viel Zeit zum Entspannen, Sport treiben, Organisieren, Planen und vor allem Schreiben.
Schön, dass ich hier bin.

markus brand – was motiviert dich

Ich nutze in Coaching und für Führungskräftetrainings gerne das ReissProfile. Viele Veränderungen in meinem eigenen Leben habe ich von meinem eigenen Profil abgeleitet. Die Anwendung dessen habe ich bei Markus Brand gelernt, der bei Trainerpersönlichkeiten ein einstündiges Interview gibt. Es ist lohnenswert und gibt einen schönen Einblick in die Arbeit mit dem ReissProfile.

ein gutes jahr

THIS IS A GOOD YEAR TO HAVE A GOOD YEAR!

The future is ours and an empty page. Imagination that leads to action creates happiness. Welcome 2015! Let’s shape it together. Imagine and act.

was ist simplicity

Ich bin vor ungefähr 1 1/2 Jahren auf diese Idee gestoßen. Ich hinterfragte gerade mich und das Leben im Generellen und habe viel darüber nachgedacht, was ich mit meinem Leben eigentlich anfangen will. Dabei bin ich auf die verrückte Idee gekommen ein richtiges Abenteuer zu erleben und deshalb zu Fuß und alleine in die Sahara zu gehen. Das besondere am Gehen ist, dass ich alles, was ich mitnehme, tragen muss. Dadurch sind der Gepäckmenge gewisse physikalische Grenzen gesetzt und ich musste mir Gedanken machen, was ich denn wirklich brauche.

Während meiner Nachforschungen was Andere so auf Solotouren mitnehmen und was wichtig ist, bin ich auf das Konzept des minimalism/simplicity aufmerksam geworden. Ich mochte es. Alle schrieben darüber, wie viel Last von ihren Schultern gefallen ist und wie viel glücklicher sie waren. Es wirkte so simpel. Einfach alles loswerden was ich eh nicht brauche und schon ist auch der meiste Stress weg. Hab ich zumindest gedacht… Später habe ich herausgefunden, wie schwierig es mir fällt mich von Dingen zu trennen, weil sie emotional aufgeladen sind und mit irgendwelchen Glaubenssätzen verknüpft.
Nachdem ich aus der Sahara zurückgekehrt war, fühlte ich mich allerdings schlichtweg erschlagen von dem ganzen Zeug, dass ich so besaß. Da ich Anfang des Jahres de facto bei meiner Freundin eingezogen war und ich nun meine eigene Wohnung ausräumen wollte, hatte ich mich entschlossen, nur die Dinge mitzunehmen, die ich wirklich brauchte. Also habe ich mich bei allem gefragt: Wann habe ich das das letzte Mal benutzt und habe ich es zu irgendeinem Zeitpunkt vermisst?
In den meisten Fällen war die Antwort einfach: Weiss ich nicht und NEIN!

Also, verkaufen und verschenken! Ebay wird sich sehr gefreut haben.

Eine der websites, die mich während dieser Zeit stark beeinflusst hat war [the minimalists](http://www.theminimalists.com). Die beiden Jungs, Joshua und Ryan, die zufällig beide genau so alt sind wie ich und eine vergleichbare story haben beschreiben unter anderem ihre ’21 days journey’ zum [minimalism](http://www.theminimalists.com/21days/):

Die Website ist auf english aber ich denke der Inhalt ist ganz gut verständlich. Das hier ist ein Auszug:

It is amazing to realize that we often don’t need the things we think we need. And it’s equally amazing to think about what the true cost of these things are. The dishwasher from yesterday is one example. But everything we buy has extra costs associated with them, not just the price on the price tag. They cost you money, which cost you time to earn. They cost you more time to take care of (e.g., wash your car, clean your furniture, etc.). They take up extra space in your house or apartment, which costs you more money because you need to procure extra square footage just to hold all of your shit.

The things we think we need…

That electronic gadget you wanted so bad six months ago? You know, the one you don’t ever use. What’s that? It’s in a junk drawer or a closet? Really?

Or how about that shirt you just “had to have” last season? How’s that working out for you? Couldn’t live without it, right?

That new car? Great, huh? How many more payments left? Oh, really? Just 42 more? At least it has leather seats that warm your ass on your long drive home from your eleven hour workday, the workday you’re forced to return to tomorrow so you can continue to make those car payments.

The bottom line? It’s all just stuff. And you don’t need it.

But because you have it doesn’t make you a bad person; it just means that your priorities are out of whack. Believe me, we know; our priorities have been out of whack for quite some time. But our journey into minimalism has helped us re-prioritize; it has helped us focus on what’s important. That pair of shoes you put on layaway just isn’t important.

glücklich sein ist eine entscheidung

Bist Du glücklich? Herzlichen Glückwunsch! Ich freue mich von Herzen für Dich und hoffe Du weisst, weshalb Du glücklich bist. Denn nur dann hast Du die Möglichkeit alles dafür zu tun auch in Zukunft glücklich und zufrieden zu sein.
Du bist nicht glücklich? Das tut mir aufrichtig Leid und ich hoffe Du findest heraus was Du wirklich brauchst, um glücklich zu werden und schaffst es dies umzusetzen.

Ich glaube es ist unsere eigene Wahl, ob wir glücklich sind oder nicht. Es ist eine Frage der Einstellung. Unterschiedliche Personen erleben dieselbe Situation oft vollständig unterschiedlich. Der Eine konzentriert sich auf das Negative, der Andere auf das Positive. Ich habe erlebt, dass Menschen sich außerdem nur an Dingen stören, die für sie selbst eine gewisse Relevanz haben. Ob Du Dingen also soviel Relevanz beimisst, dass sie Dich beeinflussen, liegt an Dir selbst.
Leider bedeutet glücklich sein ja nicht, dass wir niemals traurig sind oder unter etwas leiden. Mit der richtigen Einstellung kannst Du es aber schaffen in den schlimmsten Situationen das Positive zu entdecken und Dich an diesen wieder zu motivieren. Ich selber habe das nur für leere Phrasen gehalten bis ich lernen durfte, dass es ausschliesslich an meiner eigenen Einstellung liegt.

Ich hoffe Du findest Deine richtige Einstellung und hast ein erfülltes und glückliches Jahr 2015. Vielen Dank, dass Du meine Beiträge im aufregenden Jahr 2014 gelesen hast, ich hoffe Dir gefallen auch im neuen Jahr einige.

HAPPY NEW YEAR

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