Posts Tagged: selber denken

crappy on the outside?

Hi there, I am back in Berlin for some days. I spent the last month in my Zanzibar home after having spent all winter in a skiing resort in the Swiss mountains.

Custom officers keep asking me about my crappy passport but I always tell them, that although it might not look new on the outside, it has so many stories to tell in the inside.

Just like I want my life to be.
Not shiny on the the outside but full of memories in the inside.

For those who want to learn more about how I managed to live the life I dreamt about, I created a webinar. It doesn’t tell you what to do, but helps to ask the tough questions and create the surrounding you need to truly thrive.

If you send me an email with the topic „Your Happy Life“ you can participate for free.
June 8th 2016 6:30pm CET. (this time in English)

wanna play?

Don’t we all have our issues that let us believe there is something we can’t do?

frohe weihnachten

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, die Feiertage und die größten Erwartungen des Jahres stehen vor der Türe. Genauso, wenn nicht sogar noch mehr als im restlichen Jahr lässt sich zur Weihnachtszeit an Zurückhaltung und Konzentration aufs Wesentliche arbeiten.

Vielleicht gibt es deshalb jedes Jahr aufs Neue das grösste Konsumfest zum Abschluss. Um sich noch einmal zu Besinnen und zu Fragen: Was ist mir wirklich wichtig?

1) Vielleicht macht es Sinn, sich nicht eine ganze Reihe von Dingen zu Wünschen sondern nur eines, und dieses dann so richtig zu genießen.
2) Dasselbe gilt auch für die Erwartungshaltung zu den Festtagen. Neben den 1000 anderen Sachen, die möglichst perfekt sein sollen, was ist die EINE Sache, die Du dir für die Feiertage wünschst (EIN gutes Essen? EIN guter Rotwein? EIN gutes Gespräch? oder EIN gutes Konzert?). Was es auch sein mag. Konzentriere Dich auf eine einzige Sache.
3) Zeitgleich, steht das neue Jahr vor der Türe. Wenn es nur eine einzige Sache geben könnte, die sich kommendes Jahr ändern würde, welche sollte dies sein?

Bis dahin wünsche ich Dir bestes Gelingen für den 1. Schritt in Deine Zukunft und ganz viel Gelassenheit.

Zu Erwartungshaltungen habe ich ausserdem einen Podcast aufgenommen. Hör mal rein:

totalschaden gibt es nicht

Seit ein paar Jahren versuche ich, nur Dinge zu besitzen, die ich auch tatsächlich benutze. Das führte zum Einen dazu, dass ich mich von vielen Dingen, so richtig vielen Dingen, getrennt habe und immer noch feststelle, dass ich zuviel besitze. Zum Anderen versuche ich Dinge nur noch zu ersetzen, wenn sie kaputt gehen, was eine völlig neue Frage für mich aufwirft. Wann sind Dinge eigentlich kaputt?

Bedeutet kaputt, dass ein optischer Schaden vorliegt oder ein technischer? Muss er so weit funktionieren, dass die Nutzbarkeit nur eingeschränkt ist oder der Gegenstand tatsächlich nicht mehr zu gebrauchen ist?

Selbst wenn er nicht mehr funktioniert, sollte ich nicht erst versuchen ihn reparieren zu lassen bevor er ersetzt wird? Das führt dann wieder zu meinem SSH Prinzip. Dinge die ich kaufe müssen für mich schön, sinnvoll und haltbar sein.

Diese Fragen habe ich für mich so beantwortet, dass ich auch optische Schäden gerne repariere weil ich es ästhetischer empfinde und technische weil ich nicht gerne weg werfe. Gerade bei technischen Geräten komme ich dabei immer wieder an den Punkt, dass mir ein Totalschaden nahe gelegt wird und ein Neukauf die einzige Möglichkeit zu sein scheint.

Ab welchem Punkt ist ein Totalschaden eigentlich ein Totalschaden?

Zum Beispiel ist mein Laptop durch einen einzigen Tropfen Wasser so ausser Gefecht gesetzt worden, das das Main-board durchgebrannt ist und eine Reparatur zwar möglich war, aber teurer als eine Neuanschaffung gewesen wäre.

Hallo? Wie kann dass denn sein? Es lag nicht einmal an der Arbeitszeit oder der Machbarkeit lag es nicht einmal, sondern an den Preisen der Ersatzteile. Das erscheint mir absolut nicht logisch. Schließlich werden die gleichen Komponenten verwendet wie beim erstmaligen Zusammenschrauben.

Mir scheint deshalb ganz klar zu sein, dass dies kein Totalschaden war, sondern lediglich eine wirtschaftliche Entscheidung der beteiligten Unternehmen um mehr Neugeräte zu verkaufen.

Als kurz danach unser Wohnmobil brennend stehen blieb und ein faustgrosses Loch im Motor zeigte, wurde mir ebenfalls von verschiedensten Seiten ein Totalschaden nahe gelegt. Meist waren dies Besitzer von sehr neuen und/oder Leasingfahrzeugen. Motor kaputt muss doch heissen ein neues Auto zu kaufen. Tatsächlich habe ich einen neuen (gebrauchten) Motor besorgt. Dieser wird nun eingebaut und dann geht’s weiter.

Dasselbe Prinzip lässt sich auf Handy insbesondere deren Display etc. weiter fortführen.

Für mich zeigten diese Erfahrungen jedenfalls noch einmal ganz deutlich, dass es einen Totalschaden erst dann gibt, wenn es komplett verbrannt ist oder sich ansonsten in die Bestandteile aufgelöst hat.

Meistens ist es eine aktive Entscheidung lieber etwas „Neues“ haben zu wollen und die Umstände einer Reparatur nicht mittragen zu wollen und kein Totalschaden.

Ich versuche mir deshalb vorwiegend Dinge anzuschaffen, die so gearbeitet sind, dass sie möglichst lange halten, so schön sind, dass sie mir auch lange gefallen und für den Fall, dass sie doch kaputt gehen, einfach zu reparieren sind.

Du entscheidest selber, was kaputt ist und was Du reparieren lässt!

zum ersten mal

Wann hast Du das letzte Mal etwas zum ersten Mal getan? An welches Erste Mal kannst Du Dich erinnern? Kennst Du noch das Gefühl der inneren Aufgeregtheit, weil Du nicht genau wusstest, was Dich erwartet? Das Gefühl wenn Du etwas zum ersten Mal schaffst? Oder etwas zum ersten Mal hinter Dir liegt? Der Stolz? Die Zufriedenheit? Das Glücksgefühl?
Das Tolle ist, das die Welt so voller Möglichkeiten ist, dass je mehr Du kannst und kennst, es auch immer mehr Dinge gibt, die Du zum ersten Mal machen kannst.
Wenn Du etwas zum ersten Mal tust, lernst Du etwas Neues. Dadurch entstehen Verknüpfungen in Deinem Gehirn, die es vorher noch nicht gab. Diese können sich auf Bestehende auswirken und plötzlich kann auch Bekanntes in einem neuen Licht erscheinen. Eventuell entdeckst Du auch Deine neue Leidenschaft.
Egal ob Du in Deinem Innersten danach strebst oder nicht, mein Rat ist es, so häufig wie möglich einmal etwas Neues zu probieren. Wenn Du alte Routinen aufbrichst, kannst Du Deine eigene Betriebsblindheit überwinden und Dich, Dein Leben und Deine Gewohnheiten einmal von aussen betrachten. Eventuell entdeckst Du Verhalten, die Du Dir gar nicht wünschst und Dir nicht darüber klar warst sie überhaupt zu haben. Dass ist nämlich das fiese an Gewohnheiten. Sie schleichen sich einfach so ein, manchmal ohne dass wir es mitbekommen.
Selbst wenn Du siehst, dass alles in Ordnung ist, ist das Schlimmste, was Dir passieren kann, dass Du Deinen Horizont erweiterst. Ich habe gemerkt, dass je weiter der Horizont eines Menschen ist, um so weniger Furcht (meistens Angst vorm Unbekannten) hat er. Mit Dingen, die wir neu lernen, die zuvor noch keinen Platz in unseren Denkmustern haben, kleben wir unserem DMN (default mode network) neue Notizzettel an den imaginären Kühlschrank. Doch dazu mehr im nächsten Beitrag von Lisa.

Da fällt mir noch ein, dass unsere Kinder fast jeden Tag etwas zum ersten Mal machen und somit gewöhnt sind täglich dazuzulernen. Die meisten Kinder fühlen sich dabei die meiste Zeit wohl. Erst wenn wir älter werden bauen wir die geistigen Mauern in unseren Köpfen auf. Also lasst uns wieder mehr Kind sein, so unbeschwert und glücklich wie lernende Kinder.

Mach’s einfach! Tu etwas zum ersten Mal!

Immer wieder!

P.s.: Falls Du jemandem die oben im Bild zu sehende Postkarte haben möchtest, schreibe mir einfach und ich sende Dir ein paar zu.

simplicity of happiness podcast

Willkommen zum zweiwöchentlichen Podcast über die Einfachheit des Glücklichseins. Beispiele aus und Tipps für das Leben.

Wenn weniger mehr ist.
Jeden zweiten Mittwoch neu.
Natürlich auch auf iTunes! oder STITCHER!

urteile nicht

“Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.“ Alexander von Humboldt (1769-1859)

Heute setze ich ein Zitat an den Anfang meines Artikels. Ich hätte es nicht besser in Worte fassen können und dieser Ausspruch hat mir einige Situationen der letzten Zeit noch einmal vor Augen geführt. Ich erinnere mich zum Beispiel an die Situationen, in denen mich Menschen, meist entfernte Bekannte oder Freunde von Freunden persönlich dafür angriffen haben, unverantwortlich zu handeln, weil ich mich entschieden hatte eine lange Wanderung allein durch die Sahara zu unternehmen.
Interessanterweise haben sich insbesondere solche Menschen kritisch geäussert, die vorher noch nie selbst in der Wüste oder in Marokko, alleine und/oder zu Fuß in der arabischen Welt, in Afrika oder ausserhalb von Hotelkomfort gereist sind. Also kurz um: Es haben sich genau die aufgeregt, geschimpft, gezetert und gewarnt, die keine Ahnung hatten. So hat es sich auf meiner Reise herausgestellt, dass genau die Dinge, vor denen ich am meisten gewarnt wurde, nie eingetroffen sind. Anstelle von Kidnappern habe ich Freunde fürs Leben getroffen.

Im vergangenen Jahr bin ich gemeinsam mit meiner Freundin acht Monate lang nonstop mit unserem Uraltwohnmobil EMMA gereist. Auch wir wurden vor der Reise gewarnt, vor Dingen, die uns womöglich passieren werden. Gewarnt haben wieder genau die Menschen, die selber noch nie mit dem Wohnmobil gereist sind, die nie in die entsprechenden Länder waren und diejenigen, die keine Ahnung von alten Autos hatten.
Ja, es gab hin und wieder Probleme auf der Reise und ich hatte oft vorher nicht die Ahnung, die ich nachher hatte – die Probleme ließen sich alle mit Geduld lösen.
Wir haben übrigens niemanden getroffen, der tatsächlich jemanden persönlich kannte, dessen Wohnmobil nachts mit KO Gas eingesprüht wurde, um dieses dann in Ruhe auszurauben.

Privat habe ich schon das eine oder andere Mal Entscheidungen treffen müssen, deren genauen Gründe und auch dessen Umfang nur ich alleine kannte. Prompt wurde ich von Menschen an den Pranger gestellt, die nicht alle Details kannten.
All dies hat mich vorsichtiger werden lassen, wenn ich mir gegenüber Anderen ein Urteil bilde. Ich versuche zu allererst einmal anderen Menschen zuzugestehen, dass sie ebenfalls erwachsene, verantwortungsbewusste Menschen sind, die die ihnen bestmöglichen Entscheidungen treffen. Insbesondere Dingen von denen ich nichts verstehe, sondern höchstens vom Hörensagen, versuche ich offen gegenüber zu stehen.

Kennst Du auch Situationen in denen andere Menschen Entscheidungen treffen, die dich eigentlich nicht direkt betreffen und Du trotzdem den Drang spürst, Dich dort einzumischen?
Ich kenne sie und versuche mich dann im Stillen daran zu erinnern: don’t judge! Urteile nicht über andere, Florian!

was unser gehirn tut wenn wir nichts tun

Ich freue mich über einen erneuten und wunderbaren Gastbeitrag von Lisa. Sie liefert dieses mal unwissentlich die Begründung warum meine Segel- und Saharareisen so einen starken Eindruck hinterlassen:

Manchmal passiert mir das: jemand fragt mich „Woran denkst Du gerade?“ Dann werde ich abrupt aus meinen Gedanken gerissen, die gerade abgeschweift sind. Und kämpfe mich auf der Suche nach einer passenden Antwort durch das Chaos in meinem Kopf. Versuche für einen Moment Ordnung zu schaffen. Und sage – weil ich keine passenden Worte finde- „Ach, an gar nichts.“ Und weiß, dass das nicht stimmt.

Weil unser Gehirn niemals still steht.
Verblüffenderweise habe ich die Beobachtung gemacht, dass meine Gedankenwelt besonders bunt wird und meine Ideen besonders kreativ, wenn ich gerade nichts Produktives tue. Sich fast ein bisschen Langeweile einschleicht…
So wie zuletzt in Melbourne. Weit weg von meinen Routinen und meinem sozialen Netz hatte ich viel Zeit für mich und mein Gehirn plötzlich ungeahnte Kapazitäten. Sehr oft bin ich ziellos durch die Straßen geschlendert und in meinem Kopf gab es plötzlich ein Feuerwerk – mit Erinnerungen an meine früheste Kindheit; dem Geschmack von längst gegessenen Gerichten; Dialogen, die nie gesprochen wurden; Personen, die ich lange nicht getroffen hatte…wie ein Theaterstück in dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zusammen laufen, mit unzähligen Darstellern und unendlich vielen Handlungssträngen. Zu komplex für die Abbildung in der Wirklichkeit – Tagträume…
Die Hirnforschung sagt, dass in solchen Momenten, in denen wir zur Ruhe kommen das sogenannte Default Mode Network (DMN, dt. Leerlauf Netzwerk) aktiv wird. Und dieses kennt keine effiziente Antwort auf äußere Reize, sondern ist spezialisiert auf eine nach Innen gerichtete Verarbeitung von Erlebnissen und Erfahrungen. Damit ist das DMN ein wichtiger Teil unserer Selbstwerdung. In einem ständigen Monolog erzählen wir uns unsere eigene Geschichte immer wieder neu. Es ist als ob das DMN in unserem Unterbewusstsein einen riesigen Berg aus Notizzetteln abarbeitet, die jeden Tag durch unser Erleben entstehen. Und dann wird zugeordnet, strukturiert, bewertet, umgedeutet. Und schafft damit die Voraussetzung für reflektierte Entscheidungen.
Und so kommt es, dass gerade dann, wenn wir unserem Gehirn Freiraum lassen kreative Ideen und komplexe Problemlösungen entstehen können; so wie unter der Dusche, beim Joggen oder an die Decke starren.
Doch in unserer modernen Welt fordern Reizüberflutung und die enge zeitliche Taktung unser Gehirn fast kontinuierlich heraus. Und lassen dem Abschweifen der Gedanken wenig Raum. Durch meine Erfahrungen in Melbourne habe ich gelernt Leerlauf in meinem Alltag zuzulassen. Weil ich mehr im Einklang mit mir selbst und meinem Leben bin, wenn ich meinen Geist regelmäßig auf Wanderschaft schicke. Aristoteles wäre stolz, denn damals, in der Antike, war die Muße das höchste Gut.

SSH prinzip

Ich liebe es Dinge zu besitzen. Früher habe ich immer alles besitzen wollen was mich in irgend einer Weise interessiert hat. Ich habe immer noch die Tendenz dazu. Häufig realisiere ich allerdings mittlerweile, dass es mir genau genommen gar nicht darum geht, so viele Sachen zu besitzen, sondern vor allem darum, viele Dinge nutzen zu können.

Öfter und öfter stelle ich mir deshalb, bevor ich etwas kaufe folgende Frage: Gibt es für mich auch eine andere Möglichkeit diese Dinge zu nutzen, ohne sie gleichzeitig auch besitzen zu müssen? Manchmal finde ich eine Möglichkeit mir die Sachen eine Weile zu leihen und auszuprobieren. Häufig reicht mir das auch schon und mein Interesse widmet sich wieder einem anderen Feld. Manchmal ist es auch super mir etwas mit jemand anderem zu teilen. Manchmal kaufe ich gebrauchte Gegenstände, denn auch die Neuen sind gebraucht in dem Moment, in dem Moment in dem ich sie auspacke.
Ich kaufe ab und an auch Dinge, bei denen ich von vorne herein weiss, dass ich sie weitergeben werden und/oder verkaufe sie nach einer Weile weiter. Am besten ist diese Variante natürlich wenn ich mir Gebrauchtes zulege, das eine Weile nutze und dann weitergebe. Das ist fast wie teilen.

Teilen ist das neue besitzen!

Aber, aber, aber… manchmal gibt es diese Dinge, die möchte ich unbedingt haben. Ich bin mir sicher sie auch häufig benutzen zu wollen.
Dann versuche ich mich ich mich an das SSH Prinzip zu halten.

SSH: schön – sinnvoll – haltbar

Ich liebe ästhetisch schöne Dinge. Ich umgebe mich gerne mit schönen Dingen. Wenn schon kostbare Ressourcen verbraucht, Menschen Zeit und Mühe aufwenden um etwas herzustellen, ich Geld dafür ausgebe und es häufig bei mir habe, dann darf es auch gerne etwas Schönes sein.

Ich möchte ausserdem keinen Ballast mit mir durchs Leben tragen. Sachen, die ich besitze müssen für mich sinnvoll sein. Es gibt sicherlich unglaublich schöne Dinge auf dieser Welt die für mich nicht sinnvoll sind. Wenn ich nicht sehe welchen Sinn diese schönen Dinge für mich haben… dann sind sie schlichtweg für jemand anders gemeint.

Dinge sollten haltbar sein. Dinge die hergestellt werden, damit sie möglichst schnell kaputt gehen, empfinde ich als eine Beleidigung für investiere Arbeit und Ressourcen. Ich möchte mich nicht mir Müll umgeben.

Also. Wenn schon, dann SSH!

bediene dich an meinen worten

Inspiriert durch einen der bekanntesten und erfolgreichsten Blogger zum Thema simplicity, Leo Babauta habe ich mich dazu entschlossen auf sämtliches Copyright zu verzichten. Was auch immer ich schreibe, schreibe ich doch damit es gelesen wird: All die Worte, die ich nutze gehören eh nicht mir. Alles was ich sage und schreibe, habe ich schon einmal irgendwo anders gehört. Es sind auch Deine Worte. Alles was ich tue ist sie in einem neuen Zusammenhang zu benutzen. Also, mach das gleiche mit meinen…

Ich verzichte hiermit auf sämtliches Copyright
Du brauchst mich nicht zu kontaktieren, wenn Du Dich bei meinen Artikeln bedienen möchtest. Benutze sie so wie Du es Dir wünschst. Email sie, teile sie, drucke sie, veröffentliche sie mit oder ohne Nennung meiner Person. Ändere den Text, wenn Du magst und veröffentliche ihn dann. Das passt schon.
Nennung und Entlohnung
Obwohl Du es ausdrücklich nicht tun musst, freue ich mich natürlich über eine Kennzeichnung als Zitat, idealerweise mit einer Verlinkung auf meinen Blog. Wenn Du gerne kostenpflichtige Artikel oder Onlinekurse verbreiten möchtest, freue ich mich über eine Bezahlung. If bevorzuge es für meine Arbeit bezahlt zu werden, wenn Du es aber mit Freunden teilen möchtest hast Du uneingeschränkt das Recht dazu.
Weshalb verzichte ich überhaupt auf das Copyright
Ich bin sowieso kein Freund von Überregulierung. Die Art und Weise wie heutzutage Copyrights von Großunternehmen durchgesetzt werden finde ich erschreckend. Das ein Buch oder eine CD nicht verliehen werden kann und trotzdem dasselbe kostet verstehe ich nicht. Copyright dient doch zurzeit nur der Gewinnmaximierung und selten dem Schutz des Künstlers. Ich glaube sogar, dass sich einige Künstler gar nicht so durchsetzen können wie das ohne Copyright der Fall wäre.
Den Künstlern deren Kunst am verlockendsten zu kopieren war, haben Kopien eher zu noch mehr Ruhm verholfen. Weder Da Vinci, noch Goethe haben Copyrightklagen geführt.
Da ich weder Leonardo noch Wolfgang heiße, weiss ich noch nicht ob mir ein fehlendes Copyright helfen oder schaden wird. Ich hoffe, dass es mir eher nützt wenn jemand meine Worte verbreitet.
Falls jemand meine Artikel verwendet und diese verbessert ist das doch vom Prinzip eine tolle Sache.
Ich glaube das dadurch die Gesellschaft allgemein eher profitiert. Brauchen wir nicht alle unsere Inspiration.
Und selbstverständlich ist auch das kein neues Konzept (siehe Leo Babauta). Ich habe es mir auch nur geliehen. Und genau darum geht es hierbei doch.

Ja, ich habe auch das folgende Argument schon gehört:
Aber… aber… dann stiehlt jemand Dein geistiges Eigentum!
Und ich kann darauf nur antworten:
Du kannst nicht stehlen, was Dir jemand schenkt. Ich nenne dies TEILEN nicht PIRATERIE.

Inspiriert von: Zen Habits von Leo Babauta, Free Culture von Lawrence Lessing und GNU von Richard Stallman

over

ohne worte:

routinen wollen gepflegt werden

In den letzten Wochen habe ich leider die eine und andere Krankheit mitgenommen und dadurch festgestellt, dass gewisse Routinen, die ich geglaubt habe mir antrainiert zu haben, doch nicht so tief sitzen wie gewünscht: zum Beispiel das regelmäßige Blogbeiträge schreiben.

Ich versuche ja bei mir selber immer wieder Gewohnheiten zu entlarven um diese dann zu ändern. Meiner Überzeugung nach schränken mich Routinen, Gewohnheiten und Glaubenssätze in meiner freien Entscheidungsfindung ein. Auf der anderen Seite erleichtern Routinen mir das Leben auch an vielen Stellen. Es hilft mir, wenn ich mir nicht überlegen muss, wann ich was und wie lange ich schreibe, sondern dafür eine gewisse Routine habe.

Leider verlerne ich solche „positiven“ Routinen immer wieder im Handumdrehen. Andererseits führt mir dies vor Augen, dass auch „negative“ Routinen jederzeit verlernt und geändert werden können.

Legen wir los!

Was machst Du das Dich schon länger stört? Versuche Dich darauf zu konzentrieren, was Dein (unerwünschtes) Verhalten auslöst. Denke ganz konkret an eine bestimmte Situation in der Du Dich so verhältst. Was ist der Auslöser?
Wie würdest Du Dich gerne stattdessen verhalten?
Hast Du Dich schon einmal so Verhalten? Kannst Du dieses Verhalten also aus einer anderen Situation übertragen? Wenn nicht, dann übe Dein gewünschtes Verhalten „trocken“. Dann hast Du einen Ablauf, den Du beim nächsten Auslöser abrufen kannst.
In beiden Fällen kannst Du Dir ganz konkret eine andere Situation vor Augen führen und Dich an dieser orientieren.
Ganz wichtig. Wenn Du es geschafft hast, Dich „neu“ zu verhalten, belohne Dich. Trink einen leckeren Kaffee oder geh eine Runde spazieren. Was auch immer Dich belohnt.

Schaffst Du dieses Schema mindestens zwei Wochen lang durchzuhalten, steigen die Chancen, dass Du einen neuen Verhaltensablauf (ein Routine) etabliert hast.

Viel Spaß dabei.

markus brand – was motiviert dich

Ich nutze in Coaching und für Führungskräftetrainings gerne das ReissProfile. Viele Veränderungen in meinem eigenen Leben habe ich von meinem eigenen Profil abgeleitet. Die Anwendung dessen habe ich bei Markus Brand gelernt, der bei Trainerpersönlichkeiten ein einstündiges Interview gibt. Es ist lohnenswert und gibt einen schönen Einblick in die Arbeit mit dem ReissProfile.

der aktuellen situation geschuldet

lebenskunst 20 jahre später

Heute teile ich eine Zukunftsvision von Harald Welzer mit Dir. Wie könnte da Leben aussehen, wenn wir im Einklang mit uns und unserer Umwelt stehen würden?

Wir schreiben das Jahr 2033. Schon vor 20 Jahren hatte sich über eine rasche Verbreitung von Car-Sharing-Modellen und Giveboxen in den Städten der Paradigmenwechsel vom Besitzen zum Nutzen angekündigt, der heute im vollen Gange ist: Es gilt mittlerweile als cool, nur noch so viel wie nötig und so wenig wie möglich zu haben. Es ist der Lifestyle des Loslassens: Was man NICHT hat, braucht keinen Raum, was man NICHT hat, kann nicht geklaut werden, was man NICHT hat, braucht nicht umzuziehen, was man NICHT hat, kostet nichts. Umgekehrt erhöht sich die Nutzungsdauer jedes Produkts durch seinen sozialen Gebrauch. Man hat jetzt viel weniger: Die durchschittliche Menge an Produkten, die jeder Deutsche besitzt, ist von mehr als 10 000 im Jahr 2012 auf heute 5000 abgesunken. Der Materialverbrauch hat sich mithin halbiert, die Emmissionsmenge ebenfalls. Der Spaß hat sich verdoppelt, die verfügbare Zeit vermehrt: Man verschwendet sie nicht mehr bei Konsumentscheidungen. Das kulturelle Modell heißt: Lebenskunst. Das zugehörige Adjektiv leicht.

Was eine Vorstellung…

Interessiert Dich der Gedankengang, schau in das Buch hinein.

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