zeit zur reflexion

Ich bin jetzt seit über 2 Monaten in Afrika und bin immer noch dabei anzukommen. Wir hatte durchgehend Gäste und gleichzeitig haben wir an 4 weiteren Räumen gebaut um diese für die Weihnachtszeit fertig zu stellen. Ausserdem suchten wir einen Koch, Gärtner und Nachtwächter. Es gab also auf verschiedenen Ebenen sehr viel zu tun. Parallel dazu habe ich an meiner Eventplanung für 2017 gefeilt und ein grosses neues Projekt mit Launch im April 2017 gearbeitet. Nicht zu vergessen die bestehenden Kunden, für die ich an laufenden Aufträgen gearbeitet habe.

Ich habe also viel zu tun und bin in so einer Situation, wenn etwas einmal nicht funktioniert, besonders leicht aus der Bahn zu werfen. So gibt es zum Beispiel mehrfach die Woche für einige Stunden Stromausfall oder geplante Arbeiten werden nicht gemacht und Arbeiten tauchen einfach nicht auf, Dinge sind nicht fertig, das Internet fällt aus oder es beginnt plötzlich in Strömen zu giessen oder es schreit jemand während einer Podcastaufzeichnung. Wir haben kein warm Wasser, eine Fahrt in die nächste Stadt dauert 2 Stunden…

Wenn das Leben also auf Fotos wie das Paradies aussieht, so kann das tagtägliche Leben trotzdem teilweise frustrierend sein.

Das zeigt mir wieder einmal, das es überhaupt nicht an den äusseren Umständen liegt, ob man mit seiner Situation zufrieden ist oder nicht, sondern ausschliesslich an der eigenen Geisteshaltung. Ich könnte also über mein Leben und die Situation schimpfen oder wenn mal gar nichts läuft, mache ich halt meine Meditations- und Sportübungen oder ich gehe eine Runde am Strand spazieren.

Für das Weihnachtswochenende nehme ich mir eine Auszeit bei Freunden in Daressalam, geniesse es, zwei Tage nichts organisieren zu müssen (und schreibe diesen Post).

Früher habe ich mal gedacht, dass ich zufriedener wäre und mir weniger Unangenehmes passieren würde, wenn sich meine Umstände ändern. Heute sehe ich, dass dann halt andere Dinge passieren und ich genau genommen schon immer die Freiheit hatte mein Leben lockerer zu nehmen.

Wenn du also jetzt schon mit deinem Leben zufrieden bist, nutze doch die Feiertage für eine dankbare Reflexion. Falls du mit deinem Leben unzufrieden bist, dann nutze die Feiertage doch ebenfalls für eine Reflexion. Wofür könntest zu jetzt schon glücklich und dankbar in deinem Leben sein. Was ist das, was hätte alles viel schlechter sein können. Starte von einem Standpunkt der Dankbarkeit aus und betrachte in einem positiven Sinne die Dinge, die du obendrein noch zum Besseren verändern kannst.

Ich selber besitze so wenig Dinge wie seit 20 Jahren nicht mehr. Ich lebe so improvisiert wie noch nie und so entspannt wie selten zu vor. Ich freue mich über meine Freunde, über meine Projekte und vor allem darüber, dass du diese Zeilen liest.

Vielen Dank. Florian

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